Homophobie im Fußball

Wie gesagt, besser wird das niemals werden. Die Fußballgesellschaft ist kaum eine andere als die restliche Gesellschaft. Wie Dimar schon sagte, einige Unreife fangen an und der Rest folgt in der Massenbewegung ohne drüber nachzudenken. Der Mythos vom pöbelnden saufenden Fußballfan ohne Hirn und Verstand ist und bleibt ein Mythos. Das sind nur Einzelfälle, mal mehr und mal weniger der Rest besteht aus Mitläufern. Das wird sich nicht mehr verändern.

Doch, die Fußballgesellschaft ist eine andere.
Sind die gleichen Menschen, ja. Aber das war es auch schon.
Nimm 40.000 Stadionbesucher und such dir 40.000 beliebige Personen außerhalb.
Die Anzahl der "unreifen" unter den 40.000 Stadionbesuchern ist wesentlich höher. Klar, nicht alle. Davon spricht aber auch keiner.
Und es ist sicher kein Mythos, das es viele Stadiongänger gibt, die gerne viel trinken und auch laut werden. Darf man auch in der Ostkurve immer wieder "bewundern" solche Gestalten.
 
Zitat von Fliegenfänger;2885141:
Klar, KANN es gut ausgehen, aber gerade im Fußball sind noch genug homophobe Deppen unterwegs. Und wie oft Spieler zu Freiwild wegen Nichtigkeiten werden, hat man schon oft genug "bewundern" dürfen.

Was soll denn groß passieren? Derjenige Spieler würde vermutlich vereinzelt ein paar Sprüche zu hören bekommen, und das wars dann. Homosexualität trifft doch in Deutschland mittlerweile auf große Akzeptanz, da würde niemand nur aufgrund dessen zu Freiwild werden.
 
Was soll denn groß passieren? Derjenige Spieler würde vermutlich vereinzelt ein paar Sprüche zu hören bekommen, und das wars dann. Homosexualität trifft doch in Deutschland mittlerweile auf große Akzeptanz, da würde niemand nur aufgrund dessen zu Freiwild werden.

denke ich auch. Und mehr noch denke ich, ein Spieler der den ersten Schritt macht würde sogar Respekt und Annerkennung von gegn.Fanlagern bekommen.

Darum geht es ja auch im Sport, um Mut, Aufrichtigkeit und überzeugung.

Deshalb auch Respekt für The Hammer
 
@dieeter: Das ist wiederrum schon recht naiv, da die Leistung nicht mehr objektiv beurteilt werden würde und auch das Leben außerhalb des Stadions deutlich "schlimmer" für den Spieler werden könnte. Fußball ist da leider nochmal was ganz Anderes als Politik, Schauspielzirkus und co, denn wieso sonst hat man noch nicht einen einzigen geouteten Spieler?


Ansonsten kann ich nur immer wieder auf die Literatur verweisen, da die sehr schön aufweist was Gefahren sind, aber auch was Verband, Vereine und Fans tun. Zudem gibt es Stimmen von Spielern und Funktionären. :)
 
@dieeter: Das ist wiederrum schon recht naiv, da die Leistung nicht mehr objektiv beurteilt werden würde und auch das Leben außerhalb des Stadions deutlich "schlimmer" für den Spieler werden könnte. Fußball ist da leider nochmal was ganz Anderes als Politik, Schauspielzirkus und co, denn wieso sonst hat man noch nicht einen einzigen geouteten Spieler?

Genauso ist es. Ich denke, die Spieler haben gute Gründe sich nicht zu outen.
 
Zitat von Fliegenfänger;2885173:
Doch, die Fußballgesellschaft ist eine andere.
Sind die gleichen Menschen, ja. Aber das war es auch schon.
Nimm 40.000 Stadionbesucher und such dir 40.000 beliebige Personen außerhalb.
Die Anzahl der "unreifen" unter den 40.000 Stadionbesuchern ist wesentlich höher. Klar, nicht alle. Davon spricht aber auch keiner.
Der Unterschied ist aber nicht so groß wie immer gesagt wird. Das ist auch von Verein zu Verein verschieden.

Und es ist sicher kein Mythos, das es viele Stadiongänger gibt, die gerne viel trinken und auch laut werden. Darf man auch in der Ostkurve immer wieder "bewundern" solche Gestalten.
War auch überspitzt formuliert.
 
Was soll denn groß passieren? Derjenige Spieler würde vermutlich vereinzelt ein paar Sprüche zu hören bekommen, und das wars dann.

Das Problem besteht dann darin, wie er damit dann umgehen wird. Insbesondere dann, wenn solche Sprüche nach schwachen Spielen kommen.

Nehmen wir mal an, Miele wäre schwul und würde sich outen.
Meinst Du nicht, dass wenn wir ein Spiel wegen seines (vermeintlich) schechten Zweikampfverhaltens verlieren würde, dumme Sprüche kommen würden? Dass einige Hab-ich-ja-schon-immer-geahnt-allein-wie-traurig-der-schon-immer-guckt-Dumpfbacken einen Zusammenhang zwischen seiner sexuellen Orientierung und seiner Zweikampfschwäche herstellen würden, ihn also zum hoffnungslosen Fall abstempeln würden?

Und damit umgehen zu müssen wäre sicherlich nicht eben leistungsfördernd.


Schöne Reaktion übrigens auch hier:

http://www.11freunde.de/artikel/zu-thomas-hitzlspergers-bekenntnis
 
Warum sollte die Leistung nicht mehr objektiv beurteilt werden oder das Leben außerhalb des Stadions schlimmer werden? Die Medien würden kurz darüber schrieben, wie mutig der Schritt doch ist und die Bild würde vermutlich versuchen als erstes die Bilder von Spieler und Freund abdrucken zu können. Und nach ner Woche wär das Thema durch.

Fußball hat halt das Problem, dass es immer noch als der Männersport angesehen wird, der es früher war, aber nicht mehr ist. Deswegen vermutlich auch die Angst, von den Tribünen würden die schlimmsten Sprüche und Aktionen auf den Spieler einprasseln, wie es vielleicht früher passiert wär. Heute gibts aber Familienblöcke und jede Menge Frauen und Kinder im Stadion, sowie bei vielen Vereinen eine Fanszene, die sich gegen Diskriminierung einsetzt. Da passiert nur noch in Ausnahmefällen was. Und wenn dann irgendwann mal ein Spieler den Anfang macht, wird das bald genau so aussehen wie in der Politik, wo es niemanden interessiert.
 
leider spielen ja auch die Medien da eine große Rolle. Würde ein Spieler mit Partner spazieren gehen, würden das vielleicht zehn Fans es mitbekommen. So ist ein sechsstelliger Betrag ausgeschrieben für den, der den ersten Spieler outet trotz des Kodex etc.
 
Warum sollte die Leistung nicht mehr objektiv beurteilt werden oder das Leben außerhalb des Stadions schlimmer werden? Die Medien würden kurz darüber schrieben, wie mutig der Schritt doch ist und die Bild würde vermutlich versuchen als erstes die Bilder von Spieler und Freund abdrucken zu können. Und nach ner Woche wär das Thema durch.

Fußball hat halt das Problem, dass es immer noch als der Männersport angesehen wird, der es früher war, aber nicht mehr ist. Deswegen vermutlich auch die Angst, von den Tribünen würden die schlimmsten Sprüche und Aktionen auf den Spieler einprasseln, wie es vielleicht früher passiert wär. Heute gibts aber Familienblöcke und jede Menge Frauen und Kinder im Stadion, sowie bei vielen Vereinen eine Fanszene, die sich gegen Diskriminierung einsetzt. Da passiert nur noch in Ausnahmefällen was. Und wenn dann irgendwann mal ein Spieler den Anfang macht, wird das bald genau so aussehen wie in der Politik, wo es niemanden interessiert.

:tnx:
 
Mutiger Schritt von ihm ob er jetzt Fußballer ist oder nicht, denn noch immer haben wir in unserer Gesellschaft das Problem das anders denkende und anders Lebende Menschen nicht toleriert werden, weil sie nicht so Leben wie es gerne gesehen wird. Ich glaube er wird nun sehen wer seine wirklichen Freunde sind und der ganze Rest wird sich verabschieden. ;)
 
Irgendwie klingt es für mich, als wüssten es seine Freunde und Verwandten eh schon länger und er macht es nur jetzt öffentlich. Weiß es aber nicht wieso.
 
leider spielen ja auch die Medien da eine große Rolle. Würde ein Spieler mit Partner spazieren gehen, würden das vielleicht zehn Fans es mitbekommen. So ist ein sechsstelliger Betrag ausgeschrieben für den, der den ersten Spieler outet trotz des Kodex etc.

Na und, wielange wären denn ein spazierendes Pärchen, in unserer heutigen Sensationsgeilen Welt, DAS thema...3 Tage?

who cares
 
Was soll denn groß passieren? Derjenige Spieler würde vermutlich vereinzelt ein paar Sprüche zu hören bekommen, und das wars dann. Homosexualität trifft doch in Deutschland mittlerweile auf große Akzeptanz, da würde niemand nur aufgrund dessen zu Freiwild werden.

:tnx:

Nicht nur in Bremen wird sich immer mehr vom sexistischen und klischeehaften Machogehabe des vermeintlich typischen Fußballfans entfernt. Wer einen homophoben Spruch bringt, bekommt zurecht zehn andere Sprüche zurück.

Ich finde es unerträglich, dass - auch von Ex-Spielern wie Oliver Kahn - davon ausgegangen wird, Fußballfans seien in der Mehrheit pöbelnde Dummbatzen, die sich nicht unter Kontrolle haben. Das ist einfach nicht richtig und diejenigen, die sich zum Thema Homosexualität nicht benehmen können, werden dasselbe erfahren wie jene Stadiongänger, die rassistische Kommentare loslassen oder Bierbecher werfen. Solche Leute gibt es, aber man darf doch wegen der paar Halbhirne keinen Rückzieher machen und meinen, es wäre nun mal so, wie es ist.

Laut dem Interview mit einem anonymen Spieler im Fluter damals stellen die Fans auch nicht das Problem dar, sondern vielmehr die Klatschpresse, für die ein homosexuelles Paar im Fußball sensationeller als eine Alienlandung wäre und die Privat- und Intimsphäre, die ein Fußballspieler eben noch so hat, nicht mehr garantieren würde.
 
Na und, wielange wären denn ein spazierendes Pärchen, in unserer heutigen Sensationsgeilen Welt, DAS thema...3 Tage?

who cares

Und nach jedem schlechten Spiel.
Und mir ging es darum, dass es durch die Presse überhaupt erst so publik und aufgebauscht wird.

Und wenn es so leicht wäre, wieso outet sich dann niemand? Sondern Spieler beenden sogar eher ihre Karriere als diesen Schritt zu wagen? Abgesehen davon spielen neben Fans auch Vereine und Mitspieler eine Rolle.
Das fängt im Amateurfußball an, wo es ebenfalls wenig geoutete gibt und das trotz den fehlenden Fans und endet im Profifußball.
 
Und nach jedem schlechten Spiel.
Und mir ging es darum, dass es durch die Presse überhaupt erst so publik und aufgebauscht wird.

Und wenn es so leicht wäre, wieso outet sich dann niemand? Sondern Spieler beenden sogar eher ihre Karriere als diesen Schritt zu wagen? Abgesehen davon spielen neben Fans auch Vereine und Mitspieler eine Rolle.
Das fängt im Amateurfußball an, wo es ebenfalls wenig geoutete gibt und das trotz den fehlenden Fans und endet im Profifußball.

Weil es eben diese Mauern in den Köpfen der Menschen gibt, deshalb!
Und solange es keinen Dialog gibt, ziehen sich die Leute zurück und meinen alle anderen hinter den Mauern wären ganz anders und dann hat man Angst und daraus entsteht Angst. Alles weil wir nicht reden und in Angst leben.

Hier gibt es aber ein Forum und wir sollten es dazu nutzten zusagen, Weg mit den Mauer und weg mit der Angst!

Es ist ok schwul zusein!

Und wenn wir da einmal anfangen, werden Andere weiter machen und am Ende wird diese Mauer wanken und dann wird Sie fallen und kein Hahn wird danach krähen was die Klatsch-Presse schreibt!
 
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