Homophobie im Fußball

Ein denkbares Szenario, aber ich bezweifle, dass dies der Grund für den Großteil der neugierigen Nachfragen sein wird. Oder meinst ihr, dass alle die Kate´s nackte Brüste sehen wollen, darüber eigene Probleme mit ihren Brüsten kaschieren? Und alle, die Näheres über Dieter Bohlen´s Penisbruch erfahren wollten, nur eigene Erfahrungen von einem Promi geteilt sehen wollen? ;)
Ich denke, bei den allermeisten ist der Grund der selbe wie bei allem anderen Boulevardjournalismus eben auch.
 
Ein denkbares Szenario, aber ich bezweifle, dass dies der Grund für den Großteil der neugierigen Nachfragen sein wird. Oder meinst ihr, dass alle die Kate´s nackte Brüste sehen wollen, darüber eigene Probleme mit ihren Brüsten kaschieren? Und alle, die Näheres über Dieter Bohlen´s Penisbruch erfahren wollten, nur eigene Erfahrungen von einem Promi geteilt sehen wollen? ;)
Ich denke, bei den allermeisten ist der Grund der selbe wie bei allem anderen Boulevardjournalismus eben auch.

mir ging es ja bei meiner Nachfrage nicht darum, warum die meisten was darüber lesen wollen, sondern direkt darum was Schmolle angesprochen hat. Da ich das nicht ganz nachvollziehen konnte.

Daher danke ya=kult für den Versuch einer Erklärung:beer:

Btw. mal wieder ein Artikel, diesmal vom Auto des Buchs Versteckspieler!

http://derstandard.at/1347492838063/Homosexualitaet-und-Fussball-Ronny-Blaschke-im-Interview
 
:daumen:

Guter Artikel, der genau das thematisiert, woran das geforderte Coming-Out immer noch krankt: Muss ein Homosexueller rausposaunen, welche sex. Orientierung er hat? Nee, das machen Heteros ja auch nicht. Aber Heteros zeigen ganz natürlich und beiläufig, wer ihr Partner ist, wen sie mögen, wer sie abholt, wer an ihrer Seite ist.

Und das genau das fordert der Kolumnist/Blogger und wünsche ich jedem Homosexuellen auch.

Interessant auch die Beschreibung, wie genau die Atmosphäre im persönlichen Umfeld beobachtet wird, in der man sich dann zu öffnen traut. Oder eben dann auch nicht.
 
Dieser Unfug wäre mir im Urlaub fast entgangen:

Dann brachen hier aber innerhalb kürzester Zeit alle Dämme. Angezettelt von maddin, der bekanntermaßen seine proisraelische Haltung - die ich angemerkter Weise teile - gerne mit ziemlich radikalen Formulierungen untermauert, wurde 5vor12 mehr oder weniger nichts anderes vorgeworfen als blanker Antisemitismus, was ein absoluter Unsinn und vor allem völlig unangebracht war.

Der Thread wurde abends eröffnet und am nächsten Morgen war er nicht nur geschlossen, sondern komplett gelöscht. Aus meiner Sicht eine schwarze Stunde der WOL-Forums. Erinnerte mich an an das Ministerium für Wahrheit aus 1984.

:lol:

Das einzige Grund, warum es schade ist, dass dieser Thread gelöscht wurde, ist der, dass man nicht mehr zeigen kann, welche Fülle antisemitischer Klischees in den Hasstiraden gegen Friedmann aufgeführt wurden. Bei Friedmann ist es z.B. vor allem die Sexualpathologie des Antisemitismus, ohne die es einfach nicht abgehen kann, da wird immer das glitschig-schleimige betont, das auch schon Henry Ford in seiner Abgrenzung christlicher Sexualmoral vom geilen "jüdischen Negerjazz" etc. pp. immer so beschäftigt hat.
 
Ja, weil mich das Thema Homophobie interessiert in dem Sinne, dass diesen unerträglichen Zuständen abgeholfen werden muss. Es kann nicht sein, dass homosexuelle Spieler zu einem entwürdigenden Versteckspiel genötigt werden, da läuft im Fußball vieles falsch.

Ich meine im Übrigen nicht, dass ein öffentliches Outing richtig ist und ich finde, die sexuellen Vorlieben von Menschen sollten Privatsache sein. Viel wichtiger wäre es, in den Vereinen für Akzeptanz zu sorgen, dass bei Vereinsveranstaltungen die Partner dabei sein können, dass die genauso Freikarten kriegen können etc. pp. In den Medien breitgewalzt gehört das Thema sicherlich nicht, das entspringt einem sehr unappetitlichen Informationsbedürfnis über das, was in anderer Leute Schlafzimmer abseitiges passiert.
 
Mein Arbeitskollege ist Trainer einer Damenmannschaft.
Er sagte, dass es dort sehr häufig vorkommt. In vielen Mannschaften
sind 1-3 lesbische Spielerinnen dabei. Man spricht da zwar nicht so drüber,
aber es ist vollkommen normal, dass 1-3 lesbische Spielerinnen dabei sind.

Warum gibt es darum eigentlich nicht so einen Hype?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass weibliche Sportler ein Rennen mitmachen müssten, so wie das bei den Herren der Fall wäre (meiner Vorstellung nach).
Schwule Sportler gibt's ja eigentlich nur im Geheimen.

Irgendwie glaube ich eben nicht, dass Frauen es so hart hätten wie Männer.

Woran könnte das liegen oder glaubt ihr, meine Einschätzung trifft nicht zu?

Könnte es sein, dass 2 Frauen für Männer erotisch sind und 2 Männer abstoßend? Nur mal so als Gedankengang. Soll auch keine Verurteilung sein. Aber man hört doch eher "boa geil, 2 Frauen miteinander" und bei Männern eher "müssen die ... das in der Öffentlichkeit machen"
 
@ Nicole
Zum Ekel kommt bei den Männern mit Sicherheit noch die Angst hinzu.
Ich kann mir vorstellen, dass Homosexualität gern auch in Verbindung gebracht wird mit möglicher Vergewaltigung und der Angst davor.

Männer haben ein höheres Aggressionspotential, und wenn man als Mann sich vorstellt, Vergewaltigungsopfer durch einen Mann werden zu können, (wobei mir durchaus bewusst ist, dass Vergewaltigung generell nichts mit sex. Verlangen/Orientierung zu tun hat, sondern mit reiner Machtauslebung und Demütigung), erhöht das potentiell die Angst und Ablehnung.

Als Frau wird man sich schwerlich eine Vergewaltigung durch eine Frau vorstellen können .... wobei das bestimmt vorkommt, aber sicherlich statistisch nicht signifikant.

Ich weiß nicht, ob ich da richtig liege. Ich bin ja kein Mann. :)
 
Nee, es geht weit eher um unbewusste, sublimierte oder verdrängte sexuelle Wünsche, Phantasien als um Vergewaltigung, das spielt doch gar keine Rolle. Es wird ja die Penetration als normal und vor allem der passive Part als unmännlich angesehen und diffamiert. Der aktive Part gilt dagegen als männlich: "Ich ficke Dich" heißt ja auch eine gängige Beschimpfung.
 
Der Anteil von Lesbierin im Damenfußball ist im Allgemeinen bei etwa 40 Prozent angesiedelt.
Klar findest du auch kaum eine Profispielerin, die sich hinstellt und sagt: "Klar bin ich lesbisch!"
Aber es wird dennoch eher toleriert, passt es ja auch ins Klischee des Fußballs an sich und im Besonderen zur Meinung zu fußballspielenden Frauen.
Wie oft hört man da, dass das gar keine richtigen Frauen seinen oder eben "Mannsweiber" sind.
Und wenn so ein burschikoses "Mannsweib" lesbisch ist, passt das doch wieder wunderbar.
Ich hab das übrigens aus einer Abhandlung und finde es sehr logisch.
 
Der Anteil von Lesbierin im Damenfußball ist im Allgemeinen bei etwa 40 Prozent angesiedelt.
Klar findest du auch kaum eine Profispielerin, die sich hinstellt und sagt: "Klar bin ich lesbisch!"
Aber es wird dennoch eher toleriert, passt es ja auch ins Klischee des Fußballs an sich und im Besonderen zur Meinung zu fußballspielenden Frauen.
Wie oft hört man da, dass das gar keine richtigen Frauen seinen oder eben "Mannsweiber" sind.
Und wenn so ein burschikoses "Mannsweib" lesbisch ist, passt das doch wieder wunderbar.
Ich hab das übrigens aus einer Abhandlung und finde es sehr logisch.


Absolut richtig. So paradox es eigentlich klingen mag, aber genau die homophoben Kerle, die sich von schwulen Fußballern bedroht fühlen würden, finden homosexuelle Fußballerinnen völlig ok. Das passt ja ins Bild des Machos.
Dort die Mannsweiber, die eh alle lesbisch sind und hier die männlichen Fußballer, die alle heiße SChnitten haben.
 
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