Homophobie im Fußball

Weder Lahm noch Friedrich wurden deswegen angefeindet.
Bei Lahm stand nur ein schwuler Typ vor der Haustür und wollte ihn heiraten :D


aber auch keiner von beiden ist nun "reingewaschen" - oder? ;)
Es war also demnach völlig sinnlos.

Interessat find ich das Outing des Rugbyspielers Gareth Thomas.
Man argumentiert ja so gern, dass Fußball n Männersport ist- rau und hart- und deshalb ungeeignet für Schwule.
Wie argumentiert man dann beim Rugby? ;)
 
aber auch keiner von beiden ist nun "reingewaschen" - oder? ;)
Es war also demnach völlig sinnlos.

Ich glaub auch nicht, dass Arne Friedrich so "naiv" ist, das zu glauben. Bei Lahm hingegen sag ich dazu mal lieber nichts :lol:.

Interessat find ich das Outing des Rugbyspielers Gareth Thomas.
Man argumentiert ja so gern, dass Fußball n Männersport ist- rau und hart- und deshalb ungeeignet für Schwule.
Wie argumentiert man dann beim Rugby? ;)

Also ich argumentiere so gar nicht, so dass ich nur Vermutungen aufstellen könnte, warum man so argumentiert. Seltsam finde ich allerdings auch, dass diese Diskussion nur so offensiv beim Fußball geführt wird. Es gibt schließlich noch diverse andere Sportarten, wie Handball, Eishockey .... in Deutschland.
 
aber auch keiner von beiden ist nun "reingewaschen" - oder? ;)
Es war also demnach völlig sinnlos.

Interessat find ich das Outing des Rugbyspielers Gareth Thomas.
Man argumentiert ja so gern, dass Fußball n Männersport ist- rau und hart- und deshalb ungeeignet für Schwule.
Wie argumentiert man dann beim Rugby? ;)

zumal ich mal meine das es dort gar nicht so das große Problem sein soll. Gab es da nicht auch mal ein Spielplakat wo das irgendwie thematisiert wurde
 
Zitat von sünnschien;1961228:
Seltsam finde ich allerdings auch, dass diese Diskussion nur so offensiv beim Fußball geführt wird. Es gibt schließlich noch diverse andere Sportarten, wie Handball, Eishockey .... in Deutschland.

tja, aber wie schon gesagt wurde, Fußball ist halt Volkssport Nr. 1 - deswegen liegt dort halt besonders viel Aufmerksamkeit drauf...
Ich nehm mal an, selbst wenn sich demnächst ein Handball- oder Eishockeyspieler outen sollte, wird gleich gefragt "und wann outet sich der erste Fußballer?"
 
tja, aber wie schon gesagt wurde, Fußball ist halt Volkssport Nr. 1 - deswegen liegt dort halt besonders viel Aufmerksamkeit drauf...
Ich nehm mal an, selbst wenn sich demnächst ein Handball- oder Eishockeyspieler outen sollte, wird gleich gefragt "und wann outet sich der erste Fußballer?"

Stimmt natürlich. Schön wäre es, man müsste solche Diskussionen gar nicht mehr führen.

zumal ich mal meine das es dort gar nicht so das große Problem sein soll. Gab es da nicht auch mal ein Spielplakat wo das irgendwie thematisiert wurde

Auch nur eine Vermutung, aber wahrscheinlich weil Kanada was gleichgeschlechtliche Liebe und Ehe angeht, als eines der tolerantesten Länder der Welt gilt.

Wie auch immer ich bei Gareth Thomas auf Kanada komme, wahrscheinlich weil ich Rugby immer automatisch mit Kanada verbinde :lol:.
 
Zitat von sünnschien;1961228:
Ich glaub auch nicht, dass Arne Friedrich so "naiv" ist, das zu glauben. Bei Lahm hingegen sag ich dazu mal lieber nichts :lol:.

Naja wenn es nicht diesem Zweck dienen sollte, warum äussert man sich denn sonst dahingehend? Zumal der öffentliche Brief von Arnes Freundin das ganz in meinen Augen noch einen Zacken peinlicher gemacht hat, als die Passagen in Lahms Buch.
 
Naja wenn es nicht diesem Zweck dienen sollte, warum äussert man sich denn sonst dahingehend? Zumal der öffentliche Brief von Arnes Freundin das ganz in meinen Augen noch einen Zacken peinlicher gemacht hat, als die Passagen in Lahms Buch.

Mit dem Brief geb ich Dir Recht, dass fand ich auch völlig unnötig. Aber wie schon gesagt, bei ihm kann ich das schon verstehen, dass er das Bedürfnis hat eine falsche Behauptung einfach mal klarzustellen.

Aber grundsätzlich find ich eigentlich den Aufhänger mehr Toleranz bei schwulen Fußballern ein schwieriges Thema. Ich beziehe das eigentlich grundsätzlich auf mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen in Deutschland.
 
Zitat von sünnschien;1961338:
Mit dem Brief geb ich Dir Recht, dass fand ich auch völlig unnötig. Aber wie schon gesagt, bei ihm kann ich das schon verstehen, dass er das Bedürfnis hat eine falsche Behauptung einfach mal klarzustellen.

Aber grundsätzlich find ich eigentlich den Aufhänger mehr Toleranz bei schwulen Fußballern ein schwieriges Thema. Ich beziehe das eigentlich grundsätzlich auf mehr Toleranz gegenüber Homosexuellen in Deutschland.

Wieso nur Deutschland. Die Rufe gegen Guti von Barca Fans waren auch immer nicht ganz ohne. Und wenn ich mich nicht täusche war das sogar verdammt laut. Und btw. es sollte ja nicht nur um Schwule Fussballer gehen, sondern auch um Schwule in Stadien und allgemein ind er Gesellschaft. Und warum ist es ein schwieriges Thema. Wenn alle es als schwierig empfinden drüber zu reden, wird sich nie was dran ändern an dieser Intoleranz. Und NEIN ich werde die Aussagen von Friedrich und Lahm niemals gut finden, weil sie der Sache an sich geschadet haben!
 
Wieso nur Deutschland. Die Rufe gegen Guti von Barca Fans waren auch immer nicht ganz ohne. Und wenn ich mich nicht täusche war das sogar verdammt laut.

Der Satz war jetzt auch völlig losgelöst vom Fußball, sondern auf die rechtliche Stellung von Homosexuellen in Deutschland (einfach weil ich die am Besten kenne) bezogen. Natürlich hätte ich diese Öffnung und Legalisierung an das Eherecht z.B. gerne auf der ganzen Welt. Das werde ich aber mit tausendprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben. :D

Ich glaube wir reden gerade ziemlich aneinander vorbei. Ich find nur den Aufhänger Fußball schwierig und hätte gerne genau das, was Du weiter ausgeführt hast. Eine grundsätzliche offenere Einstellung zur Homosexualität.

Und das Du die Aussagen von Lahm und Friedrich niemals gut finden wirst ist Dein gutes Recht. Ich seh es wie gesagt allerdings ein bisschen anders.
 
Zitat von sünnschien;1961354:
Der Satz war jetzt auch völlig losgelöst vom Fußball, sondern auf die rechtliche Stellung von Homosexuellen in Deutschland (einfach weil ich die am Besten kenne) bezogen. Natürlich hätte ich diese Öffnung und Legalisierung an das Eherecht z.B. gerne auf der ganzen Welt. Das werde ich aber mit tausendprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben. :D

auf der ganzen Welt nicht nein, aber man kann seinen eigenen Anteil dazu beitragen das sich etwas ändert. Ich zum Beispiel tue das in meinem direkten Umfeld, weil ich mit solcher Intoleranz einfach nicht leben möchte und wenn ich kann möchte ich etwas tun um das zu ändern. Und ich finde es zum Beispiel sehr bezeichnend das sich hier in dem Thread fast nur Frauen ordentlich zu diesem Thema äussern.

Ich persönlich finde den Aufhänger Fussball jetzt nicht wirklich schwierig, denn dadurch kommt es vielleicht mehr in das Bewusstsein der Menschen und man kann eher ein Umdenken bewirken als wenn es allgemein um Homophobie geht.
 
auf der ganzen Welt nicht nein, aber man kann seinen eigenen Anteil dazu beitragen das sich etwas ändert. Ich zum Beispiel tue das in meinem direkten Umfeld, weil ich mit solcher Intoleranz einfach nicht leben möchte und wenn ich kann möchte ich etwas tun um das zu ändern. Und ich finde es zum Beispiel sehr bezeichnend das sich hier in dem Thread fast nur Frauen ordentlich zu diesem Thema äussern.

Ich persönlich finde den Aufhänger Fussball jetzt nicht wirklich schwierig, denn dadurch kommt es vielleicht mehr in das Bewusstsein der Menschen und man kann eher ein Umdenken bewirken als wenn es allgemein um Homophobie geht.

Ok jetzt noch einmal zum Abschluss, dann muss ich echt dringend ins Bett.
Ich halte in meinem Umfeld regelmäßig Monologe über das Thema Akzeptanz von Homosexualität (obwohl das hier sehr selten nötig ist) . Mir ist es jetzt ganz krass gesagt, aber relativ egal, wann sich der erste schwule Fußballer outet, ich bin die erste die jubelt und zufrieden ist, wenn Homosexuelle "richtig" heiraten dürfen, Kinder adoptieren, bei Krankheit und Tod des Partners genau die gleichen Rechte und Versorgung haben wie Eheleute, die gleiche Rechte in der Lohnsteuer haben ....

Wenn das über die Diskussion schwuler Fußballer oder nicht mit erreicht werden kann, dann gerne.
 
Zitat von sünnschien;1961354:
Ich find nur den Aufhänger Fußball schwierig und hätte gerne genau das, was Du weiter ausgeführt hast. Eine grundsätzliche offenere Einstellung zur Homosexualität.

Ist grundsätzlich richtig.
Jedoch haben sich immerhin schon ein Wowereit, Ricky Martin,... geoutet, aber halt kein Fußballer.

Das grundsätzlich mit Homosexualität wesentlich offener umgegagen werden muss, ist klar.
 
Warum "grün" im Titel der Aktion? "rund" verstehe ich ja noch, wegen "der Ball ist rund" und so. Aber als ich den Titel gelesen habe, hatte ich zuerst ein seltsames rundes, grünes Wesen vor Augen :D ... und hab mich gefragt, was das mit Schwulsein zu tun hat.

Zum Thema: Ich hoffe sehr, dass möglichst bald ein Profi (oder besser gleich mehrere) den Schritt wagt. Was mir daran wichtig ist, wäre der mögliche Vorbildcharakter für die jugendlichen Fußballfans, die selbst schwul sind. (Also nicht im Sinne von: "Ich muss mich outen", sondern: "Ist nicht schlimm, schwul zu sein, xyz ist es ja auch und der ist ein cooler Fußballer.")

Lahm soll aufhören, Mist zu labern. Mich nervt es, wenn irgendwelche Profis meinen, jemandem vom Outing abraten zu müssen. Ich gehe mal davon aus, dass jeder schwule Spieler die Problematik gut genug kennt und sich schon genug Gedanken darüber gemacht hat. Das muss er nicht von Lahm erklärt kriegen.
 
Was ist das denn für eine schwachsinnige Aussage? Fußballer haben durch ihr öffentliches Auftreten auch eine Art Vorbild-Funktion und da es leider noch genug Homophobe in unserer Gesellschaft gibt und Fußball eben DER Volkssport ist, fände ich ein Outing mehrer Fußballer durchaus sinnvoll und gut. Dann wird homophoben Fußballfans z.B. gezeigt, dass einige ihrer "Helden" durchaus auch schwul sind. Wenn es bei einigen dann zu einem Umdenken kommt, hat man doch einiges erreicht.
Sind es die schwulen Fußballer, die immer wieder dieses Thema anfangen oder die Medien? Stell dir vor, ein Fußballer outet sich nun und die Medien verbreiten dies wie ein Lauffeuer. Ist das wirklich toll für diesen Menschen? Nein. Dann ist seine Karriere so gut wie im Eimer, weils plötzlich jeder weiß. Bei einem Outing unter Freunden/Verwandten/Teammitgliedern etc. wäre das nicht der Fall. Einige würden mit Anfeindungen reagieren, anderen wäre es egal, aber die allermeisten wüssten es gar nicht und keinen würde es jucken. Zwar würde es sich langsam rumsprechen, aber im Endeffekt ist das mMn deutlich besser als die öffentliche Kundgabe. Ich hoffe, es ist verständlich, worauf ich hinauswill.
 
Ich hoffe, es ist verständlich, worauf ich hinauswill.

Schon, aber was soll es bringen, es weiter zu verheimlichen? Ich denke, Freunde/Verwandte/Teammitglieder wissen es eh größtenteils.
Homophobie ist nach wie vor ein großes Problem unserer Gesellschaft und totschweigen würde gar nichts ändern. Gerade bei Personen des öffentlichen Lebens. Klar, ein paar Schwachmaten, die einen anfeinden, hast du immer und überall. Leider. Um jetzt mal ein etwas übertriebenes Beispiel zu wählen: Meinst du, wenn ein Martin Luther King oder andere Bürgerrechtler vor den Anfeindungen den Schwanz eingezogen hätten, weil es einfach leichter für sie ist, würden die Schwarzen in den USA heute genauso "wenig" diskriminiert? ;)
 
Schon, aber was soll es bringen, es weiter zu verheimlichen?
Das Ganze Gerede hat was von "Jetzt outet euch endlich ihr Schwuchteln, damit ich endlich weiß, wem ich aus dem Weg gehen muss". Soll man die Leute denn nun zwingen, sich zu outen? Warum? Wenn es mal einer für notwendig erachtet, wird er es tun. Aber ich denke nicht, dass jemand unbedingt den Heldentod sterben muss für die Allgemeinheit.
 
Das Ganze Gerede hat was von "Jetzt outet euch endlich ihr Schwuchteln, damit ich endlich weiß, wem ich aus dem Weg gehen muss". Soll man die Leute denn nun zwingen, sich zu outen? Warum? Wenn es mal einer für notwendig erachtet, wird er es tun. Aber ich denke nicht, dass jemand unbedingt den Heldentod sterben muss für die Allgemeinheit.

Wieso hat das ganze Gerede etwas von "Jetzt outet euch endlich ihr Schwuchteln, damit ich endlich weiß, wem ich aus dem Weg gehen muss."?
Jeder ist frei in seinen Entscheidungen, zu tun, was er will. Er kann sich outen, er kann es lassen. Nur aus bereits genannten Gründen fände ich es gut, wenn es ein (kollektives) Outing gebe.
Und Heldentot ist etwas pathetisch ausgedrückt, oder? ;)
 
Gerade im Fußball wird doch bei Gesängen immer wieder "schwul" als abwertend und Schimpfwort gebraucht.
So lange dies so ist ist doch jeder Fußballer schlecht beraten, sich zu outen.
In der Politik ist die Zeit soweit, Westerwelle und Wowereit haben es im Tagesgeschäft nicht mit homophoben Proleten zu tun. Aber auf dem Spielfeld, dass einen Präsentierteller vor 30.000 oder mehr Leuten darstellt sieht das anders aus - leider.
In der Masse ist es für den Proll ja auch einfach, abwertende Schmähungen zu rufen.
Wie auch zuvor bereits angesprochen: Vielen Heteros geht es doch mehr um das wissen, wer denn nun schwul ist als um das sonstiges.

Wie simpel des Volkes Sinn für das Thema ist zeigt doch schon eine Google Suche: Tim Wiese. Unter den zehn Auto-Vorschlägen seitens google ist dabei "Tim Wiese schwul". Ohne große Suche findet man auch Bilder wie dieses:

http://www.bilder10.com/wp-content/uploads/2011/08/Tim-Wiese.jpg

Und dann soll der Fußball reif dafür sein? Leider, leider nicht.
 
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