Homophobie im Fußball

dies hier ist grad aktuell: http://magazine.web.de/de/themen/sp...11140018-Klub-wirft-schwulen-Kicker-raus.html


Hier Einige Auszüge des Artikels:
Schwuler Fußballer verbannt, Frankreich empört

Er kickte 14 Jahre lang für seinen Club, doch jetzt hat ein französischer Amateurverein Yoann Lemaire vom Spielbetrieb ausgeschlossen - weil der Verteidiger homosexuell ist. Der Protest gegen diese Entscheidung ist groß.
Die Schwulen-Organisation Paris Foot Gay (PFG) beantragte am Mittwoch beim nationalen Fußballverband FPF in Paris deshalb die Bestrafung des FC Chooz. Der Club aus der kleinen Gemeinde an der Grenze zu Belgien hatte den Abwehrspieler vor wenigen Tagen nach 14-jähriger Clubzugehörigkeit vom Spielbetrieb ausgeschlossen, weil Lemaire homosexuell ist.
Homosexualität ist nicht nur im französischen Fußball immer noch ein Tabu. In Großbritannien kennen einer Umfrage zufolge 27 Prozent der Profis, Trainer und Schiedsrichter persönlich mindestens einen homosexuellen Kicker. "Es gibt weltweit ungefähr 500.000 Profi-Fußballer, aber bislang hat sich kaum einer öffentlich als homosexuell geoutet", so Universitätsprofessor Ellis Cashmore.
 
Ich sag nur, dass Homosexualität einfach normal ist! Jeder muss doch wissen, was er will. Leben und leben lassen! Ich finde es affig, wenn man nicht zu seinem Dasein stehen darf! :wall:
 
ich pack es mal hier rein!

ABSEITS - NICHT MIT UNS!

Die Antidiskriminierungs-AG, das Fanprojekt Bremen und der Werderfanclub "The Wheelers" laden zur Podiumsveranstatung "Abseits - nicht mit uns!" in den Logenbereich der Nordgerade von Werder Bremen am Montag, den 20. September um 19.00 Uhr ein.

Die Fangemeinschaft wird von einer immer größer werdenden Gruppe bereichert. Fans mit Handicap. Ob als Sehbehinderter, als Gehörloser, als Rollstuhlfahrer oder mit anderer Behinderung. Die Freude am Fußball ist ungebrochen und wird intensiv gelebt. In den Fanclubs der Vereine, im Fanclub Nationalmannschaft und in Fangruppierungen arbeiten sie mit und bringen ihre Ideen ein. Einen Einblick in die Entwicklung soll unsere Podiumsveranstaltung geben.

Als Gäste wirken mit:


Jochen Dohm, Vorsitzender der Bundes Behinderten Fan Arbeitsgemeinschaft (BBAG)
Holger Jegminat, Gehörlosen Fanclub des HSV
Alexandra Lüddecke, Behindertenbeauftragte Werder Bremen
Tim Sültenfuß, Werderfan und Mitglied der Antidiskriminierungs-AG
Thomas Vorberger, The Wheelers, Devau und Behinderten
Fanclub Betreuer beim Fanclub Nationalmannschaft

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei über einen Fahrstuhl erreichbar. Für Gehörlose ist ein Gebärdendolmetscher anwesend. Parkplatz P2A kann genutzt werden.

Die Veranstaltung wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.
 
Ich hoffe mal, es ist okay, wenn ich dieses Thema in Off-Topic setze. Die anderen Kategorien haben nicht ganz gepasst.

Vielleicht hat der ein oder andere schon davon gehört. Es gibt seit kurzem die "Aktion Libero" von deutschen Sportbloggern, die sich gegen Homophobie im Fußball ausspricht.
Meiner Meinung nach eine gute Sache. Zumindest ein weiterer kleiner Minischritt Richtung Toleranz und Akzeptanz von schwulen Fußballern.

Passend außerdem dazu, ein Eintrag im jetzt-Magazin der SZ,der auch hier zu Diskussionen anregen soll
Sollen schwule Fußballer sich outen?
(Text: christian-helten)

Ein kanadischer Profi macht seine Homosexualität öffentlich, Sportblogger starten eine gemeinsame Initiative gegen Homophobie im Fußball. Ein Ticker zum Schwulsein auf dem Platz.

Derzeit ist auf vielen Sportblogs von einer „Aktion Libero“ zu lesen. Dahinter verbirgt sich eine gemeinsame Initiative deutscher Sportblogger gegen Homophobie im Fußball. Es gibt eine gemeinsame Erklärung gegen Intoleranz gegenüber Homosexualität im Fußball, viele Blogs schrieben außerdem eigene Beiträge zum Thema.

Homophobie ist ein Problem im Fußball. Schiedsrichter werden als „schwule Sau beschimpft“, wenn im Training ein Pass nicht fest genug gespielt wird, kann es vorkommen, dass der Coach sich über diesen „schwulen Pass“ beschwert. Wenn Homosexualität im Zusammenhang mit Fußball auftaucht, ist der Hintergrund meistens negativ, heißt es in einer Erklärung der Aktion Libero. Man finde dann „mindestens unreflektiertes Verhalten, manchmal Unsicherheit, schlimmstenfalls echte Intoleranz.“

Fast zeitgleich mit der Blog-Aktion outete sich David Testo, ein Fußballprofi, der in der kanadischen Liga kickt. „Es ist unglaublich schwierig, als Profisportler zu leben und schwul zu sein“, sagte er.

In Deutschland fehlt ein solches Outing weiterhin, obwohl jedem klar sein dürfte, dass unmöglich alle Profis hetero sein können. Dirk Leibfried und Andreas Erb, Autoren des Buchs „Das Schweigen der Männer“, sagen in einem Interview: „Wir haben breit recherchiert, von Amateurvereinen über Proficlubs bis zur Nationalelf. Tatsächlich ist Homosexualität überall ein Tabu. Und tatsächlich gibt es auf allen Ebenen homosexuelle Spieler, die ihre Neigung bislang noch nicht öffentlich gemacht haben.“

Was los wäre, wenn hierzulande ein Profi das Schweigen brechen würde, kann niemand vorhersagen. Ziemlich sicher ist: Er wäre tagelang Thema in allen Medien und müsste mit Häme in den Stadien rechnen. Das sind auch die Hauptgründe, die Spieler wie Philipp Lahm oder Tim Wiese aufzählen, wenn sie in ihren Interviews oder Büchern ihren Kollegen von Outings abraten.

Es gibt aber auch Stimmen, die ihnen widersprechen. Bayernstürmer Mario Gomez hat schwule Fußballer schon vor einem Jahr in einem Bunte-Interview ermutigt, sich zu outen. Sie könnten dann befreit aufspielen, Schwulsein sei doch längst kein Tabuthema mehr. Es gibt zumindest im Amateurbereich Beispiele, die diese Einschätzung bestätigen, und auch der schwule Ex-Fußballer Marcus Urban, Autor des Buchs „Versteckspiel“, hat das Gefühl, dass die Zeit nun langsam gekommen sei. In einem (ebenfalls im Rahmen der Aktion Libero erschienenen) Interview sagt er: „Wir sind jetzt an einem Punkt, wo das kippt, wo es darum geht, mutig zu sein und neue Freiheiten dazu zu gewinnen. Ich glaube, dass die Zeit dafür reif ist und ich denke, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis schwule Fußballer durchschnittlicher und normaler werden.“

Was glaubst du? Werden schwule Profis sich bald outen? Sollten sie das tun? Wenn ja, was wäre der richtige Weg? Oder ist der Raubtierkäfig Fußball zu brutal und würde offen schwule Spieler brutal niedermachen?

Also was denkt ihr, sollten schwule Profifußballer in Deutschland sich outen? Bei einigen (Hysen, Testo) ist es ja eigentlich gut ausgegangen.
 
Es gibt so viele wichtige Fragen beim Fußball.

Gewinnt mein Team?
Wer geht das nächste Bier holen?
Ist die Stadionwurst gut durch?
Gelb? Warum denn nur GELB?
War das Trikot letzte Saison nicht ein bisschen schöner?
Warum gehe ich hier nur immer wieder hin?
Was stellt Evonik eigentlich her?
Fahre ich mit dem Auto zum Spiel oder doch lieber öffentlich-rechtlich?
Wer ist mir eigentlich sympathischer? Bochum oder Duisburg?
Warum wechselt er jetzt den ein und nicht den?
Darf ich im Stadion schreien, obwohl ich abends noch bei einem Konzert singen muss?
WIE KANN ER DAS DING NICHT MACHEN (das hätte meine Oma sogar gemacht)?
Wie kann man nur Fan von einem anderen Verein sein?

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man bei so vielen wichtigen Fragen noch Zeit haben kann, über so etwas Nebensächliches nachzudenken wie darüber, ob jemand schwul ist oder nicht.
 
Ich persönlich finde, dass sollten die schwulen Fußballer halten wie sie wollen. Warum sollte man das auch an die Öffentlichkeit tragen? Einige Heterosexuelle halten ihre Freundin ja auch aus der Öffentlichkeit raus...

Soll heißen: Von mir aus kann jeder so machen wie er denkt!!!
 
heterosexuelle Spielr müssen sichdochauch nicht hinstellen und sagen: "Jawoll- ich bin hetero und hab ne Freundin!"

Es geht doch niemanden etwas an was wer, wie, wo und mit wem in seiner Freizeit treibt.
Ich denke, das sollte man jedem Spieler selbst überlassen, ob er das möchte.
Ich glaube aber auch, dass es in den Stadien schon noch nen ziemliches Spießrutenlaufen sein kann.
 
meiner Meinung nach, wäre ein Gruppenouting am sinnvollsten - also auch mit Spielern aus unterschiedlichen Vereinen.
Wenn sich also nicht einer alleine hinstellt und alles von den Fans und den Medien abbekommt...
 
Im Grunde ist es doch schon homophob, überhaupt über das Thema reden zu wollen. Warum muss sich ein Schwuler denn unbedingt outen?

homophob ist es, wenn man nicht mal z.B. zur vereinsinternen Weihnachtsfeier mit seinem Partner hingehen kann-
wenn "Schwuchtel" und "schwule Sau" etc. immer noch als Schimpfwörter benutzt werden.

Und ja, ich weiß auch, dass Outing als Begriff bereits diskriminierend ist. Ein Hetero muss sich auch nicht extra hinstellen und sagen: Ich liebe eine Frau.

Es wäre toll, wenn ein Outing nicht extra nötig wäre und jeder/jede Homo- oder auch Transsexuelle (wenn man das generell betrachet) einfach ohne Anfeindungen leben könnte, wie er/sie wollte. Das ist nur leider nicht der Fall.
Es ist doch z.B. total paradox, dass beim Frauenfußball davon ausgegangen wird, die seien eh alle lesbisch. Und umgekehrt im Männerfußball.
 
Mein Hausarbeits-Thema:)
@Werder-Tinchen::tnx:
So und nun muss ich erstmal hier weiter aufpassen, aber melde mich hier auch nochmal zu Wort. Gerade die "Fans" spielen für mich da eine ganz große Rolle- "verweichlicht", "nur was für harte Kerle"- beim Frauenfußball wiederrum wird ja Homosexualität schon fast vorausgesetzt...
 
Ich denke nicht einmal, dass das hier in Deutschland so ein großes Problem wäre. Einzig einige streng katholische oder muslimische Spieler würden mit größeren Anfeindungen reagieren. Im Endeffekt ist es einfach davon abhängig, wie die Person selbst damit umgeht. Geht man selbst damit um wie mit einer Krankheit, dann werden auch die Reaktionen der anderen ebenso sein. Anfeindungen von Fans sehe ich btw. überhaupt nicht als dramatisch an, wenn man bedenkt, wie manche Spieler heute schon angegangen werden(Wiese). Wenn ein Spieler das wirklich öffentlich zur Schau tragen will und damit selbstbewusst umgeht, denke ich nicht, dass es soooo ein großes Problem wäre, jedenfalls nicht in der Bundesliga. Im Ausland oder unteren Ligen ist das wieder ne ganz andere Geschichte.

Ich sehe da eher Medien wie die Bild als Problem an. Die würden da wieder ne Megastory drausmachen. Dabei wäre das beste für alle Beteiligten, ein Outing medial einfach völlig zu ignorieren. Denn erst dadurch macht man es erst zu einem Problem.
 
Hm, ich habe da mehr Respekt vor den Fans. Gerade wenn es nicht läuft, der Spieler einen Fehler macht, dazu Alkohol im Spiel, da wird schnell der Spruch von wegen die Schwuchtel kann ja nix, das war ja klar, Weichei und auch derbere Sprüche. Man hört doch sowas so schon oft genug im Stadion. Es gibt nun leider genug Idioten im Stadion, was ja bei Ausländerfeindlichkeit, allgemeiner Gewaltbereitschaft etc deutlich wird. Mir ist es auch scheißegal auf wen ein Spieler nun steht, hauptsache er ist glücklich und spielt gut Fußball-was Anderes geht mich als Fan auch nicht an.
 
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