Hausaufgabenhilfe

WIr haben in Päda den Text gelesen "Fehler: Korrektur ohne Lob und Tadel"

Steht im Grunde nur drin, dass man Lob und Tadel nicht anwenden sollte. Und jetzt sollen wir das in Verbindung setzen zu anderen Themen von Montessori, also vorbereitete Umgebung, Das Kind als Baumeister des Menschen, und Normalisation und Deviation. Außerdem die Polarisation der Aufmerksamkeit.

Ich hab allerdings keine Ahnung was man da schreiben soll :confused:

Ist sowas wie ne Probeklausur. Inhaltsangabe und Kommentar hab ich schon. Aber dabei bin ich überfragt.

Na normalerweise wird es doch auch noch eine explizite Fragestellung geben, oder? ;)
 
@ARNO

Vorbereitete Umgebung sagt dir was, oder?

Ein paar Stichworte dazu:

Kind ist aktiv, der Lehrer passiv, gibt zum jeweiligen Lerngegenstand die Einführung dazu. Kind beobachtet, und macht dann genau das nach, was er vorgemacht hat.

die Materialien sind von Montessori entwickelt worden, weil sie bei geistig behinderten Kindern bemerkt hat, dass sie mit den Händen etwas TUN wollten, begreifen durch be-greifen.

Kind verbindet sich mit dem Lerngegenstand (Polarisation der Aufmerksamkeit), darf darin auch nicht gestört werden, der L. soll dem S. nicht immer über die Schultern schauen.

L. ist Wächter der vorbereiteten Umgebung, sobald er merkt, dass der S. eine Aufgabenart kann, muss er die nächste Stufe vorbereiten, einführen, und dann bereithalten.

S. wählen dann aus der vorbereiteten Umgebung den Gegenstand, Partner, und Schwierigkeit selbst aus; der S. bestimmt also sein Lerntempo, Intensität und Dauer selber. Muss sich aber an die Regeln halten, die in der Lernzeit gelten: Stille, den anderen nicht stören ...


Bei dieser Art Unterricht ist der S. wenig abhängig vom Lehrer, und somit auch nicht von Lob und Tadel des Lehrers. Die Materialien sprechen sehr für sich, und wenn ein S. einen Fehler macht, sieht er das anhand der Materialien, (Reihe geht nicht auf, oder Farbe passt nicht o.ä.). Also die Korrektur geht über die vorbereitete Umgebung der Materialien, und nicht über den Lehrer. (Dieser Vorteil bietet übrigens auch Lernsoftware ... Fehler und Korrektur ist nicht mehr an den L. gebunden.)

Soweit mal.
 
@ STürmerbraut


Yes, vorbereitete UMgebung ist mir klar:)
So zu dem anderen. Das heißt also, dass Lob und Tadel nicht nur nicht verwendet werden sollten, sondern im Grunde sowieso überflüssig sind?!

Okay danke schön. :)

Im Bezug z.B. auf den Baumeister heißt das ja im Grunde das selbe. Kind lernt selbstsändig mit Material das zur Verfügung gestellt wird. Dann kann man das ja wieder genauso begründen, ne?!
 
@ STürmerbraut


Yes, vorbereitete UMgebung ist mir klar:)
So zu dem anderen. Das heißt also, dass Lob und Tadel nicht nur nicht verwendet werden sollten, sondern im Grunde sowieso überflüssig sind?!

Okay danke schön. :)

Im Bezug z.B. auf den Baumeister heißt das ja im Grunde das selbe. Kind lernt selbstsändig mit Material das zur Verfügung gestellt wird. Dann kann man das ja wieder genauso begründen, ne?!

Jap, so seh ich das.

Lob und Tadel können natürlich dann ausgesprochen werden, wenn der S. sich nicht an die Regeln hält, aber nicht, weil er zu langsam lernt, oder ständig Fehler macht. Und nätürlich ist es in der Verantwortung des L., dass er durch Beobachten des S. genau weiß, wie weit der S. ist, um ihm den "richtigen", d.h. im Lernprozess logisch nachfolgenden Lernstoff vorbereitet.
 
Zitat von Stürmerbraut;2067428:
Jap, so seh ich das.

Lob und Tadel können natürlich dann ausgesprochen werden, wenn der S. sich nicht an die Regeln hält, aber nicht, weil er zu langsam lernt, oder ständig Fehler macht. Und nätürlich ist es in der Verantwortung des L., dass er durch Beobachten des S. genau weiß, wie weit der S. ist, um ihm den "richtigen", d.h. im Lernprozess logisch nachfolgenden Lernstoff vorbereitet.

Alaska,thanks.

Gut dann formulier ich das alles noch eben aus. und dann geh ich schlafen.

Gute Naaaacht:svw_schal:
 
Ich hab immer noch nicht die Aufgabenstellung geschnallt, aber Stürmerbraut hat ja schon gute Vorlagen gegeben.

Was man noch erwähnen kann: Lob und Tadel sind immer positive oder negative Konditionierungen. Wenn ich aber konditioniere, lenke ich das Verhalten des Kindes hin zu einer von Außen gewollten Norm. D.h.: Wenn ich diese Theorie konsequenz zu Ende denken, stehen Lob und Tadel einem Ausleben der Individualität des Kindes im Weg.

Das ist zwar reine Theorie, aber das konnten Schreibtischpädagogen schon immer gut.:)
 
Hat jemand Ahnung von SoWi???


Schreib Morgen darin Klausur. Über Nachfragetheorie und Angebotstheorie.

Ich kapier ma gar nix. Wir haben zwar schon ein Blatt gekriegt wo beides in 4 Punkte (allgemeine Kennzeichen, Grundannahmen, Ansatzpunkte und Instrumente und Kritiken) unterteilt wurde, aber auch das ist so seh Fachchinesisch, dass ich echt null verstehe. Kann mir einer das bitte erklären?
 
Hat jemand Ahnung von SoWi???


Schreib Morgen darin Klausur. Über Nachfragetheorie und Angebotstheorie.

Ich kapier ma gar nix. Wir haben zwar schon ein Blatt gekriegt wo beides in 4 Punkte (allgemeine Kennzeichen, Grundannahmen, Ansatzpunkte und Instrumente und Kritiken) unterteilt wurde, aber auch das ist so seh Fachchinesisch, dass ich echt null verstehe. Kann mir einer das bitte erklären?

Sinnvoll wäre, wenn Du es einscannen könntest, dann kann man zumindest die Papiere, die Grundlage für Deine Klausur sind, einsehen und Dir die Aspekte erklären, die Du nicht verstehst. ;)
 
Sinnvoll wäre, wenn Du es einscannen könntest, dann kann man zumindest die Papiere, die Grundlage für Deine Klausur sind, einsehen und Dir die Aspekte erklären, die Du nicht verstehst. ;)

ich hab kenen scanner...
Aber bespelsweise bei der Nachfragetheorie.

Was genau ist defct spendng? Und wie hilft das dabei die Wirtschaft anzukurbeln.

Was ist ne Multiplikatorwirkung?

Und was genau meinen die wenn die sagen "Veränderung von Staatseinnahmen und ausgaben"?
Ich mein ist klar, soll verändert werden, aber was genau und wie machen die das?
Mit welchem Sinn?


Und unter "Ansatzpunkte und Instrumente" steht dieser Punkt. Den versteh ich überhaupt nicht.
" Geldpolitik wirkt nur auf kleinen, zinsabhängigen Teil der Nachfrage, ihre Wirkungen, sind unsicher und treten nur mit Verzögerung ein, daher nur Ergänzung zur Finanzpolitik."




Die Angebotstheorie ist soweit klar, dank Wikipedia.
 
Deficit Spending ist doch ein selbsterklärender Begriff. Der Staat gibt Geld aus (spending) und zwar auf Pump (deficit), um die Nachfrage nach Wirtschaftsgütern anzukurbeln. Beispiel: Abwrackprämie. Der Staat gibt Leuten, die ihr Altauto verschrotten und einen neuen kaufen, Geld. Die leute kaufen mehr neue Autos.

Dies kann sich positiv auf direkt verbundene Wirtschaftszweige wie Zulieferer auswirken, aber eben auch dazu führen, dass die Leute, die dort arbeiten, mehr Geld verdienen und auch mehr andere Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen nachfragen. Das ist das Konzept in drei sätzen.
 
Noch mehr:

Was sind verbrauchsfördernde Rahmenbdeingungen? Also beispiele meine ich, was das ist ist ja selbsterklärend.

Und wenn es um die Kritik an der Nachfragetheorie geht:
was meint der Stichpunkt "kein Schuldenausgleich"? Dass trotz der Anwendung der Maßnahme dieser Theorie die Schulden sclichtweg gleich bleiben oder sogar noch steigen?

Und der Stichpunkt "Bei Strukturveränderungen ist es schwer zu reagieren"???


Und der LETZTE PUNKT: "Überbetonung der Nachfrageseite" Heißt einfach, dass auch die Angebotsseite wenigstens etwas berücksichtigt werden sollte?
 
Deficit Spending ist doch ein selbsterklärender Begriff. Der Staat gibt Geld aus (spending) und zwar auf Pump (deficit), um die Nachfrage nach Wirtschaftsgütern anzukurbeln. Beispiel: Abwrackprämie. Der Staat gibt Leuten, die ihr Altauto verschrotten und einen neuen kaufen, Geld. Die leute kaufen mehr neue Autos.

Dies kann sich positiv auf direkt verbundene Wirtschaftszweige wie Zulieferer auswirken, aber eben auch dazu führen, dass die Leute, die dort arbeiten, mehr Geld verdienen und auch mehr andere Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen nachfragen. Das ist das Konzept in drei sätzen.

Kapiert!:)
danke:thumb:
 
Also Kritik an diesem Konzept gibt es jede Menge. Letztendlich basiert es auf einer logischen Unmöglichkeit, auf einem Münchhausen-Theorie bekannt. Geht es nach der Nachfrageorientierung, dann könnte sich die Wirtschaft durch Lohnerhöhung am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Dies ist ebenso absurd wie die umgekehrte auffassung, der ideale Lohn sei möglichst niedrig, also 0. Mit Überbetonung der Nachfrageseite ist gemeint, dass es eben nicht nur darauf ankommt, dass viele Produkte nachgefragt werden, sondern eben auch, dass sie effizient und günstig produziert und angeboten werden können.

Rückführung der schulden meint, dass die durch deficit spending aufgehäuften Schulden nie zurückgezahlt werden. Das stimmt ja auch, dafür muss man sich nur die Staatsverschuldug so ziemlich aller Länder ansehen, das ist jeden Tag Thema in den Wirtschaftnachrichten.

Beispiel für eine verbrauchsfördernde Rahmenbedinung sind zum Beispiel Senkung direkter und indirekter Steuern. Die Senkung indirekter Steuern macht Produkte billiger, die Senkung direkter Steuern gibt den Menschen mehr Geld zum ausgeben. Weitere solche Bedingungen sind Lohnerhöhungen, wenn die Leute mehr verdienen, können sie auch mehr ausgeben. Dann kommen solche Maßnahmen wie die Abwrackprämie noch hinzu, oder eben die Geldpolitik, also die Vergabe günstiger Kredite.

Strukturveränderung meint, dass wenn, klassisches Beispiel, im Ruhrgebiet die Kohlegruben schließen oder die Atomkraftwerke abgeschaltet werden, die älteren Atomtechniker oder Kumpel nicht in den neu entstehenden Jobs zum Beispiel in der dienstleistungsbranche, in der Kommunikationstechnologie etc. benötigt werden und auch sonst nirgendwo. Daran ändert auch eine Nachfrageorientierung nichts.
 
Weitere Kritikpunkt am deficit spending, mMn ein ganz relevanter:

Das ist ziemlich kurzfristig gedacht. Ist auch erstmal nicht weiter wild, weil Keynes das für kurzfristige krisenbewältigung konzipiert hat. Aber am Beispiel der Abwrackprämie lässt sich der Haken erkennen: Nach Ablauf der Abwrackprämie ist der Autokauf rapide zurückgegangen, weil alle, die sich irgendwann in naher Zukunft ein Auto kaufen wollen, das zu Zeiten der Abwrackprämie gemacht haben und danach (übertrieben gesagt) keiner mehr Autos brauchte.
 
Wobei die Abwracksprämie meiner Meinung nach nichts mit dem zu tun hat, was Keynes beabsichtigte. Es ging ihm ja um staatliche Aufträge. (Die, neben der Erhöhung der Nachfrage und damit des Volkseinkommens, ja auch den Vorteil einer verbesserten Infrastruktur mit sich brächten.)

Insofern hätte also der Staat nicht den Bürgern Geld geben müssen, um Autos zu kaufen (die zum großen Teil ja nicht mal in Deutschland produziert wurden), sondern massenweise Polizeiautos und Kanzlerinnenlimousinen bei VW und Daimler kaufen müssen.
 
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