Hannover 96 - Unsere Nachbarn aus Niedersachsen

Aber man muß auch bedenken, daß wenn sich Fans wegen Ausgliederungen, Investoren, Anteilseignern und anderen Dingen von den Profi-Teams ihres Clubs bzw. sich ganz von ihrem Club distanzieren, dann entemotionalisieren sie den Profifußball genau so wie z.B. die von ihnen zurecht kritisierte Kommerzialisierung und forcieren sogar noch die kommende "Leichenhalle-Atmosphäre" in den Stadien [...].

Das ist sicherlich richtig, aber dann auch vollkommen belanglos. Wenn es keinerlei Punkte mehr gibt, die den Ausschlag dafür, Fan von einem Verein zu sein, gegeben haben/geben, weil der Verein durch Investoren seine "Charakterzüge" verloren hat/verliert, und ich mich nicht mehr mit dem Club identifizieren kann, ist mir irgendwann auch die Stimmung im Stadion egal. Ich persönlich muss auch ganz ehrlich sagen: mittlerweile genieße ich schon jedes Spiel von Werder mehr denn je, denn in absehbarer Zeit werden auch wir einen Investor oder Ähnliches im Hintergrund haben; nur noch ein Club von vielen sein und das würde mein Interesse am Fußball doch sehr einschränken. Eine traurige Entwicklung. Da es im Fußball aber mehr und -mehr um Geld geht, wird auch Werder sich die Frage stellen müssen, ob man sportlichen Erfolg haben möchte und daher auf einen Geldgeber zurückgreift oder aber ob man das Risiko des dauerhaft ausbleibenden Erfolges eingeht, und durchgereicht werden könnte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man sich für erstgenannte Variante entscheiden würde. Dass die Fans, die diesen Sport so einzigartig machen und beleben, zumeist gar nicht an einem finanzstarkem Mann im Hintergrund interessiert sind, weil sie obige Entwicklung fürchten, spielt dabei leider immer weniger eine Rolle und führt schon jetzt dazu, dass sich diverse Fangruppierungen nach und -nach aus dem Stadion zurückziehen. Das wird momentan am Beispiel H96 deutlich, ist aber auch in Hamburg, wo die Chosen Few ab der kommenden Spielzeit nicht mehr im Stadion aktiv sein werden, zu erkennen. Diese Welle wird auch auf Supporter anderer Clubs im Laufe der weiteren Kommerzialisierung überschwappen. Ohne jetzt dramatisieren zu wollen, lässt sich durchaus die These vertreten, dass der Fußball für jene, denen es um das Spiel per se geht; für die 0815-Fans, vor dem Ende steht.

Dass wirtschaftliche Stärke und der daraus resultierende sportliche Erfolg weder viele Fans noch engagierte Fangruppierungen schafft, sieht man doch am Beispiel VFL Wolfsburg. Die werden Dank VW im Hintergrund mittelfristig zu den dominierenden Mannschaften in der Bundesliga zählen, aber interessiert sich denn überhaupt jemand dafür? Wenige. Sehr wenige. Die Hütte dort ist selten voll, besteht vorwiegend aus Personen, die, da sie für Volkswagen beschäftigt sind, Tickets erhalten haben, im Stadion sind. Support? Fehlanzeige! Der Fußball ist ohne Fans kaum etwas wert und Fans nicht käuflich.
 
Ich weiß nicht, wo ich es genau schreiben soll, deswegen wird es hier sicherlich nicht falsch sein.

Vor genau 5 Jahren nahm sich Robert Enke das Leben.
Ich schaue mir grade nochmals die NDR-Doku dazu an und bin selbst 5 Jahre später noch betroffen.

https://www.youtube.com/watch?v=u49i9Jn-sEM

R.I.P. Robert.
 
Komische Mannschaft.
Zieht man die Tore gegen Gladbach und Bayern ab, wo so gut wie jeder aktuell die Hütte voll kriegt, haben die erst 4 Gegentore in 9 Spielen kassiert.
Heftige Leistung
 
Jetzt hat Hoffenheim natürlich auf einen Schlag plötzlich Geld, was sie bisher nicht hatten... Gut ist doch daran, dass die anderen Vereine jetzt auch da mitmachen dürfen. Wenn sich ein älterer reicher Herr aus der Bremer Gegend findet, der sich genauso mit seinem Verein identifiziert wie Hopp mit Hoffenheim, kann er unseren SVW gerne übernehmen.
 
2 Eigentore in St. Ellingen - da werden Erinnerungen wach an das 3:5 in Mönchengladbach vor ein paar Jahren, wo die 96er sich soger mit 3 Eigentoren selbst schlugen.
 
Habs gerade auf sport 1 gesehen. Da muss irgendjemand an der Leine das beschissenste Karma seit Urknall haben. Sowas ist nicht von Menschenhirn zu denken.
 
Hannover hat zu wenig aus seiner Überlegenheit gemacht, um das Pech zu übertrumpfen. Insofern verdient verloren, wäre viel viel mehr drin gewesen.
 
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