Ohne von externen Geldgebern finanzielle Mittel zu generieren, wird der HSV künftig kleine Brötchen backen müssen. Zwar wird sich bis zum ersten Heimspiel gegen Aufsteiger Paderborn am 30. August noch etwas tun, aber die Tendenz ist verheerend. Der Verkauf der VIP-Plätze lief seit mehreren Jahren von ganz allein, die sportliche enttäuschende letzte Saison hat am Image des HSV gekratzt.
Teile des VIP-Bereichs werden nun offenbar komplett geschlossen. Zudem wir das Stadion-Restaurant "Raute" an Spieltagen nicht mehr geöffnet.
Doch damit nicht genug: Auch der Mega-Deal mit Ausrüster Adidas beinhaltet eine Misserfolgsklausel. Je nach Erfolg kassiert der HSV in der zehnjährigen Kontraktlaufzeit bis zu 40 bis 50 Millionen Euro. Finden die Hamburger aber in den nächsten Jahren nicht zurück in die Erfolgsspur, wird der Traditionsclub auf Geld verzichten müssen.
Wie sehr das Image des HSV gelitten hat, zeigt auch der Ticketvorverkauf für den Telekom-Cup am 26. und 27. Juli in Hamburg. Für die beiden Halbfinalspiele wurden bislang nur rund 25.000 Karten verkauft.