Werder Bremen hat für mich mit diesem Team den Zenit erreicht. Mehr geht mit diesem Kader nicht. Alles, was in der letzten Saison funktioniert hat, war das Ergebnis von Leidenschaft, Einsatz und einem
großen Kraftakt. Doch auf Dauer reicht das nicht. Wenn jetzt nichts passiert, wird es nächstes Jahr nicht nur schwerer, es wird gefährlich.
Wir dürfen uns nicht blenden lassen: Die Offensive ist zu ausrechenbar, die Bank zu dünn, die Entwicklungsmöglichkeiten einiger Spieler nahezu ausgereizt. Werder steht auf einem schmalen Grat – und ohne gezielte Verstärkungen ist der Absturz nur eine Frage der Zeit.
Es braucht neue Energie. Junge, hungrige Talente, die bei uns den nächsten Schritt gehen wollen, die kämpfen, rennen, sich zerreißen. Und ja – mindestens ein, besser zwei erfahrene Spieler, die in engen Spielen den Unterschied machen können. Spieler, die das Spiel lesen, Ruhe reinbringen und auch mal das 1:0 erzwingen. Solche Typen fehlen uns.
Das Budget ist knapp – aber gute Transfers waren bei Werder nie eine Frage des Geldes, sondern des Mutes.
Wenn wir diesen Sommer nicht klug investieren, laufen wir Gefahr, all das wieder zu verlieren, was wir uns in harter Arbeit zurückgeholt haben: Stolz, Stabilität, und die Hoffnung auf mehr.