Bremen
Moderator
1899% Zustimmung.Das Union-Spiel hat es mal wieder gezeigt. Es gibt Phasen bei uns, da spielen wir hervorragenden und richtig feinen Fussball. Der Ball läuft, man hat durch sicheres und sauberes Spiel den Gegner eigentlich im Griff.
Doch dann gibt es diese Phasen, wo wir eben durch Kleinigkeiten wieder aus unserem Spiel herauskommen. Das sind Ballverluste, unsaubere Abspiele, die eine oder andere schlecht geklärte Verteidigungssituation, wodurch der Gegner plötzlich mehr Spielanteile bekommt. 2.Bälle landen dann durch das unruhigere Spiel eher beim Gegner, als bei uns. Und schon entsteht das schnelle Gegentor zum falschen Zeitpunkt. Die Folge, viele werden nervös. Was vorher noch wie selbstverständlich ging, ist mit mal deutlich weniger da. Hier und da gehen die Köpfe runter oder es wird sich mit anderen Dingen, beschweren über den nicht erhaltenen Pass oder ggf. falsch entschiedene Schiri-Entscheidung aufgeregt. Das Spiel kippt und es kommt zum Ausgleich oder gar Rückstand. Es kommt dann ein Aufbäumen, aber es bleibt eher labil. Angriffe werden nicht mehr so sauber zu Ende gespielt. Der Ein oder Andere ist mit sich selbst beschäftigt. Und schon ist das Spiel durch. Es liegt oft an der Konzentration und dem "Kopf", das man solche Spiele wie gegen Union dann noch die wichtigen 2 Punkte verliert. Deshalb ist es so wichtig, dass man als Team 90 Minuten aktiv bleibt. Oft haben wir das ja auch gut hinbekommen. Aber die Male, wo wir es verspielen, kostet uns am Ende die europäische Teilnahme.

Diese Dinge ziehen sich wie ein roter Faden nicht nur in dieser Saison, sondern schon seit ein paar Jahren. Schon in der letzten, aber ganz besonders in dieser Saison war/ist zu beobachten, dass die Mannschaft ausgerechnet dann aus dem Tritt kommt, wenn sie die Chance hat(te) an der Pforte zum oberen Tabellendrittel zu klopfen. Scheint wohl auch eine Kopfsache sein - irgendetwas zwischen Angst vor der eigenen Courage und trügerischer Selbstsicherheit.
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