Die Frage ist halt, würde ein anderer Trainer aus der Truppe mehr rausholen?
Wie erfolgreich Trainerwechsel sind, sieht man aktuell in Mainz und in Köln.
Wir haben das Problem, schon seit Jahren, dass wir von der Form einzelner Spieler abhängig sind und in der zweiten Reihe halt niemand ist, der sich wirklich aufdrängt.
Die Mannschaft in der aktuellen Zusammensetzung spielt genau da, wo sie vom Spielermaterial hingehört, nämlich im Niemandsland. Wahrscheinlich werden sie, wenn noch ein paar Punkte geholt werden, nichts mit dem Abstieg zutun haben, für Europa und Co. reichts halt auch nicht.
Ja, wir haben eine glorreiche Vergangenheit, die ist aber mittlerweile auch schon 15 Jahre her. Ja meint man nicht, ist aber so.
Von daher geht mir das Anspruchsdenken von so manchem echt auf den Zeiger.
Wir sind ein Verein, der spätestens seit 2014 eigentlich immer gegen den Abstieg gespielt hat, bis es uns 2021 erwischt hat.
Wir sind im Jahr zwei nach dem Wiederaufstieg! Wir können echt froh sein, dass wir uns bisher nicht zu einer Fahrstuhlmannschaft oder zu einem permanenten Zweitligisten entwickelt haben!
Beispiele wie Schalke oder den HSV gibt es zu genüge.
Ich möchte, dass sich Werder wieder stabil in der 1. Liga etabliert, vielleicht im Pokal mal wieder ins HF kommt, aber am Ende sicher drin bleibt.
Ja, dass kann man als Selbstverzwergung sehen, hilft dem Verein aber sicherlich mehr als zu meinen, dass man für Höheres gemeint ist und daran komplett kaputt geht!
Danke für deinen Beitrag, da ist echt ganz schön viel drin, auf das ich mal kurz versuche einzugehen in meiner kurzen Mittagspause.
Es geht um die Rückkehr zum wirtschaftlichen und sportlichen Erfolg vom SV Werder Bremen, um tollen Fussball und Begeisterung und vielleicht ja die stetige Rückkehr zu zukünftigen Meisterschaften und Titeln in Pokalwettbewerben und auch Europa.
Das ist ein großes Ziel und ist natürlich extrem Komplex.
Zunächst mal bin ich froh über das Ende der Ära Baumann als sportlicher Leiter, er hatte einen schweren aber auch gut bezahlten Job, den er mit seinen Möglichkeiten im Sinne von Werder Bewerkstelligt hat, langweilig wurde es unter seiner Ära sicher nicht, Reibungspunkte und Kritik waren keine Seltenheit, da es auch genug Fehler gab, die hätten vermieden werden können/müssen.
Jetzt sind bereits im Hintergrund viele neue Ideengeber am Start, mit Ohlmeyer und Jahns nenne ich nur zwei, da ich zumindest in der Aussenbetrachtung sehe, was sie bereits mit anschieben und umsetzen.
Fritz ist nun der starke neue Mann, ich gehe da Vorbehaltlos ran, was seine Person und neue Aufgabe betrifft, bin gespannt was er wie vorhat und wie er Schritt für Schritt hier den sportlichen Werderweg gestalten wird und stetig entwickelt.
Dafür wünsche ich ihm dicke Eier wie gesagt.
Nun zu Werner, ich bin nicht überzeugt, dass er für das Projekt hier die Erfahrung mitbringt die wir für die Implementierung einer Spielidee und Spielphilosiphie vom Profikader bis runter zur Jugend hier brauchen.
Einen solchen Trainer zu finden ist schwierig, das zeigen eben immer wieder Beispiele die du richtig aufzählst, es gibt viele Trainer da draussen, viele ohne Erfahrung, wenige mit echter Entwicklungsfähigkeit, die andere von ihrer Idee Fussball zu spielen wirklich begeistern können und das eben auch umsetzen in einem Verein.
So einen zu finden, der aus wenig eben mehr macht ist eine echte Herausforderung, aber das muss uns gelingen, denn alles andere ist nach kurzer Zeit bei uns und auch anderswo ganz schnell gescheitert.
Frank Schmidt scheint diese Fähigkeit zu besitzen, Klopp Alonso Streich Hoeness, das sind diese Beispiele, das sind große Namen, aber vielleicht gibt es, wenn man genau schaut jemanden mit diesem Anforderungsprofil, den wir von Werder überzeugen können, hier mit uns etwas tolles zu entwickeln, denn die Voraussetzungen sind alle da.
Ist jetzt nur kurz, aber ich muss wieder ran.
