Wenn man such keine Ziele setzt, wofür soll man generell überhaupt noch morgens aufstehen?
Im Profifußball sollte man die Zielssetzung am jährlichen Business-Plan festmachen. Setzen wir uns keine Ziele, so haben wir wieder den Dutt-Effekt, der letztendlich in den Abstieg mündete. Da wurden mitten in der Saison Ziele rausgehauen ohne Sinn und Verstand. Als man sich in der Abstiegssaison gerettet fühlte hat man alle Pläne über den Haufen geworfen und ist ziellos in der 2. Liga gelandet. Werder braucht Ziele und Ambitionen um gute Spieler nach Bremen zu holen.
Kurz zu Otto, als Feuerwehrmann Otto kam, war er auch nicht unumstritten. Gäbe es damals dieses Forum, wäre hier die Hölle los gewesen. "Wie kann man einen Trainer holen, der einige Jahre vorher sich als Dortmund-Trainer gegen Gladbach mit 0:12 böse blamiert hat und zu Torhagel wurde".
Gegenüber 1981 hat sich die Lage generell geändert, aber auch die jetzigen Gegebenheiten muss man annehmen und das Beste draus machen. Die Absagen von Spielern muss man auch analysieren und daraus die Konsequenzen ziehen. Bremen war mal eine gute Hausnummer, und heute? Warum soll sich ein Profi für Bremen entscheiden, wenn dem Verein alles egal ist? Welcher Profi identifiziert sich heute noch mit seinem Arbeitgeber? Im Übrigen will ich bei Werder keine Spieler wie Kruse mehr sehen, dem sein Arbeitgeber egal ist und wechselt, wenn entsprechende Angebote reinschneien. Es muss wieder mehr auf dem Charakter schauen. Neben der Zielssetzung braucht es auch eine gute und klare Positionierung und diese kann nicht lauten, ein paar geile Spiele und der Rest ist egal. Sowas reicht für die Bundesliga nicht und hat es auch nie getan.