Für Werder geht es nicht darum aufzusteigen. Das war in meinen Augen - habe davor immer gewarnt - vor dem Abstieg klar. Die wirtschaftliche Situation zeichnete sich seit Monaten ab, wenn nicht Jahren, ab. Diese Zielvorstellung bzw. -vorgabe „Wiederaufstieg“ war von vornherein nie realistisch. Übrigens genauso wie die damalige Vorgabe die EL zu erreichen. Baumann, Fritz und Co sind dafür einfach zu unfähig. Auch dies hat man seit Jahren sehen können.
In meinen Augen müssen wir als erstes die Führungsfrage klären. Dann heißt es sich in meinen Augen wirtschaftlich und sportlich zu konsolidieren. Dies wird für uns wohl oder übel jetzt in Liga 2 stattfinden. Habe ja im Frühjahr noch die irrationale Hoffnung gehegt, dass im AR doch der Ernst der Lage erkannt würde und man sich rechtzeitig von FloKo und Baumann trennen würde. Dies geschah nicht. Aber da hätte man die Chance gehabt sich in Liga 1 zu halten und Sicht dort zu konsolidieren. Dies wäre ungleich einfacher gewesen. Nun ist es so aber nicht.
Wie ich aber gestern schon schrieb, sehe ich in dem Spiel gestern zumindest insoweit einen Lichtblick, als dass ich glaube, dass wir selbst ohne nochmal erheblich Geld in die Hand nehmen zu müssen, die 2. Liga bestehen können. Es ist zumindest allenfalls besser mit jungen und/oder unbekannten Spielern, die dies hier als Chance sehen, sich erstmal wirtschaftlich zu konsolidieren als zu versuchen doch irgendwie den Aufstieg zu erzwingen und am Ende wirklich in die Insolvenz zu gehen.
Wir werden Zeit und damit Geduld haben müssen. Man weiß nicht wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln werden in den nächsten Jahren. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Jahren noch mehr Klubs eher straucheln als empor kommen sehen werden. Werder hat einen mehr als zehnjährigen sukzessiven Abstieg hinter sich. Angefangen hat dies mit den wirtschaftlichen und sportlichen Fehlentscheidungen unter KATS, die uns schon einmal zur Konsolidierung zwangen. Die neuerliche Chance, die sich daraus ergab, wurde für persönliche Eitelkeiten geopfert. Nun stehen wir erneut vor einer schweren Aufgabe. Aber ich bin überzeugt, dass diese von den richtigen Leuten gemeistert werden kann. Weder ist trotz allem weiterhin eine Marke. Dies gilt es zu nutzen.
Zumindest mache ich mir um die sportliche Situation seit gestern tatsächlich etwas weniger Sorgen. Wichtig ist was nach der Mitgliederversammlung passieren wird.