@James_19 @Cyril Sneer
Ihr betreibt mMn gerade einen Äpfel-Birnen-Vergleich. Denn es muss differenziert werden, ob es sich bei einem Absteiger / Wiederaufstiegskandidaten um einen Club handelt, der über Jahrzehnte in der 1. Bundesliga spielte wie z.B. Werder, HSV, Stuttgart etc., so dass eine schnelle Rückkehr in die 1. Liga nach deren Selbstverständnis Pflicht ist, oder es um einen Verein, für den schon ein einjähriges Gastspiel in der 1. Liga einen Erfolg darstellt, wie u.a. Fürth oder Paderborn.
Denn dass einstige 1.-Liga-Dinos Schwierigkeiten mit dem (direkten) Wiederaufstieg haben, liegt u.a. daran, dass sie die 2. Liga fast nur aus den Medien kannten, so das deren Verantwortliche vor dem Abstieg selten bis gar nicht am eigenen Leib verspürten haben, wie die "Zwote" funktioniert. Und wenn sich dazu noch etwas Überheblichkeit mit dem Selbstverständnis eines einst erfolgreichen Traditionsvereins sowie Naivität gesellen, wird irgendwann das Augenreiben darüber groß, dass der angestrebte Wiederaufstieg doch kein Selbstläufer ist. Und das ist der Nährboden dafür, dass aus einem Verein (vorübergehend) eine Fahrstuhlmannschaft wird, denn in den letzten ca. 25 Jahren sind die erstabgestiegenen Traditionsclubs Mönchengladbach und Stuttgart (spielte von 1975-77 bereits in der 2. Liga) insgesamt 2x, Kaiserslautern 3x, Frankfurt 4x und Köln sogar 6x aus der 1. Liga abgestiegen sind, bzw. dümpelt der HSV bereits im 4. Jahr in der 2. Liga herum. Trotz größerer finanzieller Möglichkeiten wie u.a. Bochum,, Fürth, Heidenheim, Kiel oder Paderborn; die u.a. deshalb (beinahe) aufgestiegen sind, weil sie anderes als die v.g. Traditionsvereine es nicht nur verstehen, mit wenig Geld viel zu erreichen, sondern auch weil sie die 2. Liga aufgrund ihrer mehr oder weniger langjährigen Zugehörigkeit gut kennen.