Gesamtsituation der Mannschaft

Dieser Verein hat es leider nicht anders verdient und sollte absteigen. Nichts anderes wird hier im Verein voran getrieben. Die Mannschaft ist halt nicht in der Lage, unter diesem Trainer, mehr zu bringen. Vielleicht wollen sie ja auch gar nicht, siehe Gladbach, da konnte man es genau sehen, was mit Favre passiert ist.

Wobei die anderen Verantwortlichen auch mal eine Lösung präsentieren sollten, um den Kader in Zukunft vernünftig zu verstärken... Hier wird doch jahrelang nur qualitativ ausgedünnt und ersetzt, das war's aber auch. Die vorhandenen Baustellen werden Jahr für Jahr übergangen, wo soll das enden? Hier wird jetzt jahrelang nur auf diese schwarze Null hingearbeitet - was aber soll dann passieren? Mit einem Kader, der sich grundsätzlich nicht von der Stärke ändert, soll dann um die EL gespielt werden? Und die Jugendspieler, die in eine total ungefestigte Mannschaft kommen, sollen dann irgendwann die neuen Leistungsträger werden? :lol: Ja nee, is klar... :ugly: Das ist eine Tagträumerei wie sie im Buche steht.
 
Geht es euch auch so? Früher habe ich mich mega auf die Werder Spiele gefreut, auch in Zeiten wo wir nicht so toll gespielt haben (Dörner, De Mos usw.). Jetzt inzwischen sehe ich es mit einer gewissen Gleichgültigkeit. Es ist eh jedes Jahr dasselbe. Kein Fortschritt, seit Jahren dümpeln wir dahin. Auch wenn ich weiß das der Abstieg keine Erlösung bringen wird, so langsam denke ich mir "wenn es den Verantwortlichen/Spielern egal ist, dann mir auch". Ich ärgere mich auch nicht mehr so lange über Niederlagen, die Spieler ja scheinbar auch nicht. Jetzt wird eine Woche lang wieder Phrasen gedrescht und vielleicht reicht es echt für einen Punkt bis dann wieder das dicke Ende kommt. Die Liga verkommt zu immer mehr Langeweile. Bayern startet mit nur noch zwei Verteidigern und danach folgt der best of the rest. Inzwischen schaue ich gerne Gladbach, weil die mich an Bremen vor ein paar Jahren erinnern.

Gut zusammen gefasst!
Geht mir auch so, das war aber mit Ansage.

Dieser Verein hat genug dafür getan, dass sich die Fans Jahr für Jahr innerlich etwas mehr distanziert haben. Fing an mit der Schmierenaffäre Born, die so gar nicht Werderlike war, dann ging es weiter über Transferflops, die uns Spieler gebracht haben, mit denen sich keiner identifizieren will. Weil man nicht wusste wohin mit dem Geld hat man es kurzerhand mit Beluga versenkt und in Schildbürger-Manier ein Stadion umgebaut. Um auch den letzten Funken Identifikation noch auszulöschen, holt man einen Sponsor wie Wiesenhof und der GF verlässt in brenzlicher Lage das sinkende Schiff Richtung Geldburg.

Natürlich ist Werder in erster Linie ein Fußballverein, aber wie sehr man mit einem Verein leidet hängt davon ab, wie sehr man sich mit ihm identifiziert. Und da ist leider momentan nichts mehr, mit dem ich mich identifizieren kann.

1999, als Werder am Abgrund stand, waren noch gestandene Spieler dabei, die für Werder standen!
Was standen da beim 1:0 über Schalke für Ikonen auf dem Platz! Rost, Herzog, Eilts, Wiedener, Bode, Herzog, Frings... Die haben Werder gelebt und ich bin mir sicher, einige von ihnen hätten geheult beim Abstieg. Wir hatten nicht Millionen versenkt und die Stadt stand hinter dem Verein.

Heute haben wir Chaos an allen Ecken, einen mürrischer Trainer mit einem Papiertiger als Co-Trainer und eine Mannschaft, die wahlweise mangelnde Qualität oder mangelnden Einsatz an den Tag legt. Die Derby-Niederlage war mir schon in der Straßenbahn zum Hbf egal. Du sprichst mir daher aus der Seele.
 
Zitat von Bremervörde;3206994:
Die Derby-Niederlage war mir schon in der Straßenbahn zum Hbf egal. Du sprichst mir daher aus der Seele.

Ich habe mir erst gar nicht die 90 Minuten live angesehen. Stattdessen war ich auf dem Weihnachtsmarkt.

Habe das Ergebnis zur Kenntnis genommen und die Sportschau gesehen. Das hat gereicht.

Man erkennt es ja auch an den "Umsatzzahlen der Fanartikel". Wir schreiben da Verluste! Und das als Traditionsverein in der 1. Bundesliga.

Aber in Bremen hört man dann doch lieber, dass alle Fans den Werder-Weg mitgehen. Man kann den Spielern ja wieder Schokolade ans Auto legen....
 
Geht es euch auch so? Früher habe ich mich mega auf die Werder Spiele gefreut, auch in Zeiten wo wir nicht so toll gespielt haben (Dörner, De Mos usw.). Jetzt inzwischen sehe ich es mit einer gewissen Gleichgültigkeit. Es ist eh jedes Jahr dasselbe. Kein Fortschritt, seit Jahren dümpeln wir dahin. Auch wenn ich weiß das der Abstieg keine Erlösung bringen wird, so langsam denke ich mir "wenn es den Verantwortlichen/Spielern egal ist, dann mir auch". Ich ärgere mich auch nicht mehr so lange über Niederlagen, die Spieler ja scheinbar auch nicht. Jetzt wird eine Woche lang wieder Phrasen gedrescht und vielleicht reicht es echt für einen Punkt bis dann wieder das dicke Ende kommt. Die Liga verkommt zu immer mehr Langeweile. Bayern startet mit nur noch zwei Verteidigern und danach folgt der best of the rest. Inzwischen schaue ich gerne Gladbach, weil die mich an Bremen vor ein paar Jahren erinnern.

Tja, du triffst so richtig meinen Gemütszustand in Bezug auf Werder. Früher hatte ich das ganze Wochenende schlechte Laune (Entschuldigung bei meiner Frau fällig), heute registriere ich nur noch die grandiosen Leistungen und gehe zur Tagesordnung über. Diese Mannschaft, der derzeitige Trainer aber auch die Verantwortlichen von Werder geben mir einfach keine große Hoffnung auf Besserung. Trotzdem werde ich gegen Köln noch mal Spritgeld für 600 km verpulvern, man ist eben was man ist. Werderfan.
 
Liebe Werderaner,

ich bin ein ganz großer Fan von Märchen. Märchen finde ich toll. Es ist dabei nicht wichtig, ob ich sie gelesen oder gehört habe. Auf der anderen Seite habe ich es gar nicht gerne, wenn mir jemand Märchen erzählt. In der letzten Zeit habe ich dieses Gefühl, dass mir die Verantwortlichen meines Vereines Märchen erzählen, viele Märchen.

Der alternativlose Werder Weg, den Verein, Mannschaft und Fans gehen sollen, erinnert mich sehr an „Hans im Glück“. Die Geschichte eines Burschen, der nach jahrelanger Arbeit einen Klumpen Gold als Lohn erhält und am Ende mit einem Stein da steht. Aus der Champions League in den Abstiegskampf, der Werder Weg.

Von unseren Heimspielen haben wir in dieser Saison nur Eines gewonnen, alle Anderen verloren. Auf dem Heimweg durch die Seitenstraßen des Viertels, mit dem Flutlicht des Weserstadions im Rücken, sprechen wir über die Fehler, die gemacht wurden. Mangelhaftes defensives Umschaltverhalten, eine unterirdische Passqualität und Stürmer, die sich die Bälle selber holen müssen, weil die Anspiele in die Spitze fehlen. Es sind die selben Fehler, jedes Heimspiel, immer wieder. Bin ich der Einzige, der diese Fehler sieht, wie der Junge in „Des Kaisers neue Kleider“? Ich glaube eher, dass viele Werder Fans sehen, dass der Kaiser nackt ist.

Mein absolutes Lieblingsmärchen ist „Das tapfere Schneiderlein“. Schläue siegt über Stärke. Nur Fliegen erschlagen, aber die Anderen glauben lassen man wäre ein großer Held. Zwei Riesen gegeneinander ausspielen und kraftstrotzend aus einem Stein Wasser pressen, der nur ein Stück Käse war. Ich sticke sofort „7 auf einen Streich“ auf ein Wams, wenn mir jemand die Größe von Herrn Eichin sagt.

In der Vergangenheit habe ich vielfach über die fehlenden Innovationen und Ideen auf dem Werder Weg geschrieben. Was wäre ich für ein schlechter Märchenonkel, wenn ich keine Lösung für unsere finanzielle und damit auch für die sportliche Misere hätte. Die Lösung ist so einfach. Wir stellen Herrn Filbry „Rumpelstilzchen“ an die Seite, denn der kann Stroh zu Gold spinnen.

Lebenslang Grün – Weiss
 
Zitat von Bremervörde;3206994:
Gut zusammen gefasst!
Geht mir auch so, das war aber mit Ansage.

Dieser Verein hat genug dafür getan, dass sich die Fans Jahr für Jahr innerlich etwas mehr distanziert haben. Fing an mit der Schmierenaffäre Born, die so gar nicht Werderlike war, dann ging es weiter über Transferflops, die uns Spieler gebracht haben, mit denen sich keiner identifizieren will. Weil man nicht wusste wohin mit dem Geld hat man es kurzerhand mit Beluga versenkt und in Schildbürger-Manier ein Stadion umgebaut. Um auch den letzten Funken Identifikation noch auszulöschen, holt man einen Sponsor wie Wiesenhof und der GF verlässt in brenzlicher Lage das sinkende Schiff Richtung Geldburg.

Natürlich ist Werder in erster Linie ein Fußballverein, aber wie sehr man mit einem Verein leidet hängt davon ab, wie sehr man sich mit ihm identifiziert. Und da ist leider momentan nichts mehr, mit dem ich mich identifizieren kann.

1999, als Werder am Abgrund stand, waren noch gestandene Spieler dabei, die für Werder standen!
Was standen da beim 1:0 über Schalke für Ikonen auf dem Platz! Rost, Herzog, Eilts, Wiedener, Bode, Herzog, Frings... Die haben Werder gelebt und ich bin mir sicher, einige von ihnen hätten geheult beim Abstieg. Wir hatten nicht Millionen versenkt und die Stadt stand hinter dem Verein.

Heute haben wir Chaos an allen Ecken, einen mürrischer Trainer mit einem Papiertiger als Co-Trainer und eine Mannschaft, die wahlweise mangelnde Qualität oder mangelnden Einsatz an den Tag legt. Die Derby-Niederlage war mir schon in der Straßenbahn zum Hbf egal. Du sprichst mir daher aus der Seele.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ganz fette Zustimmung. Beschreibt meinen Gemütszustand perfekt. Ergänzen kann ich nur noch, dass ich beim Abstieg gelitten habe wie ein Hund und dann zu Spielen in der zweiten Liga gefahren bin. Heute geht es mir so wie du schreibst. Und die Gründe hast du sehr gut dargestellt. Mein Werder war anders.
 
Ich verstehe zwar, was ihr meint, aber dass mir eine Nordderbyniederlage nach 15 Minuten egal ist, da bin ich noch nicht angekommen. Dafür ist das zu sehr doch mein Verein und in meinem Fleisch und Blut. Das klingt so, als wären euch im Umkehrschluss Siege auch ziemlich gleich.
 
na dann will ich noch anmerken: und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.....

ein Novice führt die Bubitruppe durchs Haifischbecken wir brauchen Männer Typen Fahneträger
 
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