Gesamtsituation der Mannschaft

Siegesserien sind Ausnahmen, denke da haben sich einige zu viel versprochen.

Ausserdem sollte man abwarten, welche Spieler Skripnik für den Sommer auswählt, die seiner Philosophie entsprechen. Momentan agieren wir noch mit der ein oder anderen Schaaf- und Dutt-Kaderleiche.
Ich denke nicht nur, sondern ich bin überzeugt, daß diese "einigen" eine äußerst kleine Minderheit sind, denn das Wiederholen von Siegesserien darf man von diesem Kader nicht wirklich erwarten. Wenn aber das Auftreten der Mannschaft wiederholt an viele unsägliche Spiele der letzten Schaaf-Jahre bzw. an die Ära Dutt erinnert, dann kann auch schon mal Kritik geäußert werden.
 
Ausserdem sollte man abwarten, welche Spieler Skripnik für den Sommer auswählt, die seiner Philosophie entsprechen. Momentan agieren wir noch mit der ein oder anderen Schaaf- und Dutt-Kaderleiche.
Hoffentlich sprechen wir zukünfitg nicht von Schaaf-Dutt-Skripnik-Kaderleichen :D
Immerhin haben wir keine Kühne&Nagel- Leiche...
 
Zitat von WilderSüden;3115585:

Ich denke es ist etwas kurzfristig gedacht, die Tabelle bzw. die Ergebnisse so fiktiv zu berechnen.
Ich meine, man geht davon aus, dass wir einen Elfmeter hätten kriegen müssen (was noch i.O. ist) aber dann geht man noch davon aus, dass dieser auch verwandelt wird. Und ob das nun so geschehen wäre..., hmmm...?!
Wenn man so anfängt, müsste man noch von Beginn der Saison errechnen, wer für welches Foul welche karte hätte kriegen müssen. Wenn dann XY theoretisch noch gefehlt hätte, jedoch ein Gegentor erzielt hat, dann müsste dieses ebenfalls abgezogen werden. Man kann diese Kreise ewig weiterziehen und auch übertreiben. ;)
Da bleibe ich lieber in der Realität, und da ist es ärgerlich aber nicht zu ändern. :):beer:
 
Wahre Tabelle hin oder her, es ist kaum von der Hand zu weisen, dass wir diese Saison stark benachteiligt werden. Die wahre Tabelle gibt sogar nur einen Bruchteil davon wieder, weil u.a. Spielverläufe keine Berücksichtigung finden.
 
Zitat von WilderSüden;3115585:
Ich bin ja ansonsten wirklich weniger einer, der die "Schuld" des Versagens gewöhnlich beim Schiedsrichter sieht.
Aber DAS kotzt mich auf Dauer schon ein bisschen an... :wild:

http://www.wahretabelle.de/forum/foul-an-juno/23/9185?page=1&spieltag=28&saisonId=202

Aber mit uns kann man es ja anscheinend schön regelmäßig so treiben...

Die Wahre Tabelle ist doch für'n Popo. Es wird immer davon ausgegangen, dass ein Elfmeter ein Tor ist, unberechtigte Platzverweise werden gar nicht berücksichtigt (wie auch), falsche Abseitsentscheidungen ebenfalls, und mögliche spielentscheidende Tore haben auf das Endergebnis keinen Einfluss, sondern werden lediglich addiert. Das könnte man noch etliche Male weiter spinnen. Die Aussagekraft ist gleich Null.

Trotzdem bin ich auch nicht zufrieden mit den Schiedsrichter-Entscheidungen in den letzten Spielen. Da waren ja teilweise wirklich klare Dinger mit bei, die uns einen Elfer beschert hätten. Gegen Köln wäre ein verwandelter Elfmeter sicherlich spielentscheidend gewesen. Habe das Gefühl, dass seit dem Bayernspiel bei uns nicht mehr so genau hingeschaut wird, wo es ja auch schon eine schwachsinnige Entscheidung gegen uns gab.

Dennoch haben wir uns die verlorenen Punkte zum großen Teil selbst zuzuschreiben. Wenn wir uns nicht ständig selbst in Bedrängnis bringen würden, müssten wir über solche Szenen gar nicht diskutieren. Auch wenn der Schiedsrichter durchaus Einfluss auf eine Partie haben kann, siehe z.B. gegen Schalke (? bin mir beim Gegner nicht sicher), wo etliche Kleinigkeiten gegen uns gepfiffen wurden, und wir dadurch das Spiel mangels Spielfluss mehr und mehr aus der Hand gaben. Allein durch die ganzen Freistöße hatten sie gefühlt 90% ihres Ballbesitzes erlangt.
 
Niemand hat erwartet, dass die Mannschaft diesen Lauf, den wir zum Ende der Hinrunde und zu Beginn der Rückrunde hatten, dauerhaften hätte durchziehen können. Es war auch jedem klar, dass wieder Spiele verloren werden und vielleicht auch mal schlechte Spiele dabei sind. Die Kritik nach dem Spiel in Köln beispielsweise hielt sich doch sehr in Grenzen.

Erschreckend ist allerdings das "Wie" des Auftretens in einigen der letzten Spiele gewesen. Ich denke da an das vergeigte Pokalspiel, in dem man in der zweiten Halbzeit kurzzeitig mal aufwacht, oder eben an das Spiel in Stuttgart. Der VfB hat ja nicht mal irgendwie an irgendeine Grenze gehen müssen und dennoch konnten sie es sich leisten zwei 100%ige liegen zu lassen, um in Unterzahl noch den Siegtreffer zu erzielen. Da steckt so ein bisschen der Wurm in der Mannschaft drin. Mal vollkommen ab, dass uns auf bestimmten wichtigen Positionen entweder Alternativen zu den Stammkräften fehlen oder eben überhaupt ein Spieler, der die Position entsprechend den Notwendigkeiten des modernen Fussball ausfüllen kann. Seit Baumanns Karriereende haben wir eine Vakanz beispielsweise auf der Sechs.

Wahre Tabelle hin oder her, es ist kaum von der Hand zu weisen, dass wir diese Saison stark benachteiligt werden. Die wahre Tabelle gibt sogar nur einen Bruchteil davon wieder, weil u.a. Spielverläufe keine Berücksichtigung finden.

:tnx:

Deswegen ist die "wahre Tabelle" für mich auch nie wirklich gut gewesen. Es ist ein nettes Spielzeug, aber es bildet eben auch nicht ab, was die Fehlentscheidungen der Schiedsrichter wirklich für Auswirkungen haben.
 
Wahre Tabelle hin oder her. Eine funktionierende Mannschaft muss sich sagen: "Jetzt erst recht". Ist manchmal leichter gesagt als getan. Ich weiß.

In größten Teilen der Rückrunde hat Sie es geschafft, gegen Stuttgart leider nicht.
Es darf sich nur nicht der Schlendrian einspielen, sondern müssen Sie es so angehen wie eigentlich zuletzt gezeigt.

Gegen VfB war es viel zu unruhig, unnötige Ballverluste und schlechtes Umschaltspiel.

Mit einem verloren Spiel, ist noch nicht alles weg.
Weiter jetzt!
 
Ich sehe das jetzt noch nicht so dramatisch.

Als Thomas Schaaf die Mannschaft '99 übernommen hat, gab es ganz ähnliche Situationen, in der es auf einmal nicht mehr Rund läuft. Nach dem Dortmund Spiel hat die Mannschaft im Zuge der Euphorie an der Kante des Machbaren gespielt (ich sage bewusst nicht über ihren Möglichkeiten;))
Jetzt wirken einige Stammspieler und Leistungsträger überspielt, das Spiel läuft nicht mehr so wie vor einigen Wochen und Schwachpunkte, die es zweifelsfrei in dieser Mannschaft gibt, kommen so stärker zum Vorschein.

In diesen Phasen sucht man immer nach den Ursachen. Ich bin mir aber sicher, dass in dieser jungen Mannschaft, mit diesem Trainerteam eine besser Zukunft kommen wird. Die Mannschaft wird aber nicht plötzlich wieder den Fussball aus dem Februar spielen können, zumindest im Moment halt nicht. Gott sei Dank ist Werder bei Standarts eine Macht, so dass es gegen Hamburg bzw. mit dem Klassenerhalt reichen sollte/wird. Wir sollten aber kühlen Kopf bewahren und jetzt nicht alles überbewerten...
 
@ Gustav Jacobi

Daß es wie in den Anfangsjahren von TS, auch unter VS zu Phasen mit Höhen und Tiefen kommt, war abzusehen, weil Entwicklungen i.d.R. nur selten linear verlaufen. Entscheidend ist jedoch das "Wie", und da hat die Mannschaft in den letzen Wochen vieles von dem vermissen lassen, was sie zu Beginn der RR noch auszeichnete. Im heutigen Artikel vom Weser-Kurier ist das sehr gut beschrieben:


Kaum ist die Abstiegsgefahr nicht mehr so groß, schleicht sich ein gewisser Trott ein. So nachvollziehbar und „menschlich“, wie Skripnik es formulierte, das sein mag, so wenig passt das zum harten Bundesliga-Alltag, der Fehler kaum verzeiht und Nachlässigkeiten in der Regel umgehend bestraft. Es wäre ein einigermaßen ernüchternder Befund, wenn sich der Trend der letzten Wochen fortsetzt: eine Mannschaft, die sich auf individuelle Klasse weniger verlassen kann als zahlreiche Konkurrenten, muss ermahnt werden, die Grundtugenden zu beherzigen. Rennen, rackern, kämpfen, alles reinhauen. Füreinander da sein.
 
Niemand hat erwartet, dass die Mannschaft diesen Lauf, den wir zum Ende der Hinrunde und zu Beginn der Rückrunde hatten, dauerhaften hätte durchziehen können. Es war auch jedem klar, dass wieder Spiele verloren werden und vielleicht auch mal schlechte Spiele dabei sind. Die Kritik nach dem Spiel in Köln beispielsweise hielt sich doch sehr in Grenzen.

Erschreckend ist allerdings das "Wie" des Auftretens in einigen der letzten Spiele gewesen. Ich denke da an das vergeigte Pokalspiel, in dem man in der zweiten Halbzeit kurzzeitig mal aufwacht, oder eben an das Spiel in Stuttgart. Der VfB hat ja nicht mal irgendwie an irgendeine Grenze gehen müssen und dennoch konnten sie es sich leisten zwei 100%ige liegen zu lassen, um in Unterzahl noch den Siegtreffer zu erzielen. Da steckt so ein bisschen der Wurm in der Mannschaft drin.

:tnx:

Wie ich sehe wurde noch gar nicht richtig auf die beiden Artikel in WK und SKZ von heute eingegangen. Was da von den beiden Zeitungen, die wohl von den Medien (neben Radio Bremen) am nächsten an Werder dran sind, vom vermeintlichen Innenleben bei Werder angedeutet wird, klingt aber gar nicht gut. :unfassbar:

Aus Sicht von Eichin und Skripnik droht offenbar etwas kaputtzugehen. Etwas anderes als nur die komfortable Tabellenposition. Sämtliche Tabellennachbarn hatten ja auch verloren am Wochenende, und die Abstiegszone, nun ja, sie ist um zwei Punkte näher gerückt. Sie ist jetzt nicht mehr zehn, sondern acht Punkte weit entfernt. Es scheint sich um etwas viel Größeres zu handeln: um das Aufbauwerk des Winters. Wird es gerade wieder eingerissen?

Aber jetzt, im Frühling? Sagt Skripnik, dass seine Mannschaft mehr mit Kopf und weniger mit Herz spielt, und er sich mehr Herz wünscht. Um nach dem Stuttgart-Spiel feststellen zu müssen, dass seine Spieler „nicht brennen“. Dass kaum gejubelt wird auf der Bank, wenn die Kollegen auf dem Feld ein Tor schießen. Dass er einen Spieler wie Davie Selke erst provozieren und aus der Startelf verbannen müsse, damit der sich wie gewünscht reinhaut. Er sieht das Feuer in den Augen seiner Spieler nicht mehr und weiß nicht so recht, wohin mit seiner Enttäuschung darüber.

Er (Skripnik) ordnet gemeinsam mit Eichin einen merkwürdigen Medienboykott für die Spieler an, die „nicht labern sollen“, und verrennt sich in verschwurbelten wie unlogischen Argumentationen. Die Medien würden zu viel Druck erzeugen und seine Spieler hätten zu wenig Druck.

Vielleicht hat es der Mannschaft auch nicht gutgetan, dass Skripnik sehr viel darüber redet, dass zu viel über den möglichen Europacupplatz geredet wird. Was wäre so schlimm daran gewesen, bei dem üppigen Punktekonto Ende Februar, die Mannschaft nach oben schauen zu lassen? Nach unten schaut sie ja offenbar auch nicht mit der gebotenen Demut. Das mit dem klaren Ziel für jedermann, das hat jedenfalls nicht recht gezündet. Skripnik und Eichin haben es zugelassen, dass die Mannschaft in eine Art Leere fiel, sie haben sie nicht zu neuen Ufern führen können und noch nicht mal endgültig heraus aus der Gefahr, doch noch wieder in die Abstiegszone hineinzurutschen.

Vielleicht sind die Probleme, die Skripnik bis Sonntag lösen muss, allerdings auch viel größer als bisher angenommen. Er selbst hat nach der Niederlage in Stuttgart verraten, dass er mitunter Egoismus und Missgunst spürt, wo Teamgeist und Zusammenhalt sein sollten. Sein Bericht von der Bank beginnt mit einem Rückblick ins Double-Jahr 2004. „Als wir Meister wurden, da musste uns der Trainer bremsen. Ich war auf der Bank und habe meiner Mannschaft mein volles Herz gegeben, damit wir drei Punkte holen“, erinnert sich der 45-Jährige: „So muss das sein! Und nicht so wie jetzt, als wir das Tor machen und unsere Jungs auf der Bank sitzen und das nicht feiern, weil sie beleidigt sind.“

Das einzige Spieler-Statement in Stuttgart ließ ebenfalls einen Graben erkennen. Torhüter Raphael Wolf sprach direkt nach dem Spiel bei Sky und ARD (er erfüllte damit die vertraglich fixierten Pflichten) und nahm das Tor zum 1:2 auf seine Kappe – allerdings nicht, ohne die Kollegen mit reinzuziehen in die Kritik: Wegen seines Fehlers habe Werder nicht das Spiel verloren, so Wolf: „Das hat ja nichts damit zu tun, wie wir aufgetreten sind.“ Mit dem Finger auf die anderen zu zeigen, wenn man selbst Bockmist gebaut hat – es ist kein gutes Zeichen.

Ist da wirklich etwas grundlegendes im Argen bei Werder oder übertreiben TE und VS in diesem Fall? Ich bin jedenfalls recht überrascht über diese drastische Trendwende nach dem Stuttgartspiel.

Hier noch ein mMn guter Kommentar zu dem Thema: http://www.kreiszeitung.de/werder-bremen/werder-bremen-naechstes-sind-telefone-weg-4904999.html



Edit: ich war heute morgen nicht online und sehe erst jetzt, dass über das Thema bereits ausgiebig im Skripnik-Thread diskutiert wird. Sorry :beer:
 
Ich weiß auch nicht, ob man das Thema Teamgeist nun so aufbauschen muss. Auch in anderen Mannschaften gibt es oftmals einen festen Stamm und 3-4 Spieler, die so gut wie nie oder nur selten zum Einsatz kommen. Ich wette, hätten wir gegen Stuttgart souverän gewonnen, würden wir diese Diskussion hier gar nicht führen. Selbst, wenn einige Ersatzspieler auch dann kaum mitgejubelt hätten.

Auf mich wirkt es vor allem so, dass VS seiner Mannschaft das Feuer wieder zurückbringen will. Jeder muss immer 100% geben, ansonsten können wir den Ligabetrieb auch einstellen. Dass die Ersatzbank kaum gejubelt hat, könnte auch auf die Luschenmentalität zurückzuführen sein, die man gegen Stuttgart an den Tag gelegt hat. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass von einem Tag auf den anderen plötzlich der Teamgeist nicht mehr stimmen soll. Bis vor wenigen Wochen wurde schließlich noch fleißig mitgejubelt.
 
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