Nein, es ist nicht hinfällig, weil es eben eines von vielen Belegen dafür ist, daß eine Europapokalteilnahme so nachteilige Auswirkungen auf den Ligaalltag haben kann, daß der Ligaerhalt zumindest in Gefahr gerät und es wird in Zukunft auch noch weitere Beispiele dafür geben,
Unser primäres Ziel kann nur sein, daß wir uns über mindestens eine ganze Saison erst einmal im gesicherten Mittelfeld so weit etablieren, daß wir gar nicht erst wieder in die Nähe des Abstiegsstrudels geraten. Denn was bringt es, von einem Fast-Abstiegsplatz im Vorjahr in die EL zu "hüpfen"? Ein solcher großer Sprung nach vorn liest sich natürlich gut. doch i.d.R. bleibt diese EL-Teilnahme ein Strohfeuer, weil eben die Nachhaltigkeit in der Entwicklung fehlt. Mainz uind Augsburg sind aktuell dafür doch mahnenende Beispiele dafür, was mit Clubs passiert, die wie Phönix aus der Asche aus den unteren Tabellenregion in die EL gestürmt sind und kurze Zeit später sich dort wiederfinden, wo sie herkamen. Oder Hannover 96: 2010 mit Ach und Krach den Klassenherhalt geschafft, 2011+2012 für die EL qualifizert, anschließend ging es wieder nach unten und endete 2016 mit dem Abstieg in die 2. Liga. Ist das der Weg, den Werder Bremen etwa auch beschreiten soll? Wohl kaum.
Gerade bei vergleichsweises überschaubaren finanziellen Mitteln kann man nur mit Nachhaltigkeit nachaltig erfolgreich sein, und dazu gehört es auch, statt mit den schnellen Verlockungen zu liebäugeln, die oftmals ein ebenso schnelles Erwachen bedeuten, sich in Geduld zu üben, um dafür von länger erfolgreichen Zeiten zehren zu können.