@Exil-Ostfriese
bei vielen Punkten in deinem Post stimme ich dir zu und ich teile auch diese von dir geschilderte Verärgerung über Groß teile. Dennoch hege ich erhebliche Zweifel daran, dass mit den von dir gewünschten / geforderten personellen Veränderungen ausreichen, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Denn de bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass unsere (Defensiv)schwächen nicht allein auf bestimmte Spieler fokussieren lassen, sondern es grundsätzliche Probleme sind.
Dies spiegelt sich u.a. auch in den Benotungen wieder, die zwar sicherlich der Weisheit letzter Schluss sind, aber zumindest einen groben Trend darstellen. So ist z.B, der Unterschied zwischen Groß (3,87) und Gruev (3,77) marginal, so dass die Pro- und Contra-Argumente zwischen diesen beiden Spielern die Waage halten. Du hast zweifellos Recht, dass Gruev der bessere Ballverteiler ist als der mit Verlaub "Holzfäller", aber im Spiel gegen den Ball fehlt Gruev auf der 6 die erforderliche Robustheit. Und wenn man den Notenschnitt von Jung (3,77) mit dem von Buchanan (4,50) vergleicht, gibt es von der Grundschnelligkeit von Buchanan abgesehen nicht wirklich viele Argumente für einen Buchanan in der S11; zumal er sich bei seinem 30-Minuten-Einsatz letztes Wochenende in Mainz nicht wirklich für einen Platz im der S11 heute empfahl.
Dass unser Spiel grundsätzlich mehr Belebung braucht, ist unumstritten. Aber wie soll eine solche Belebung umgesetzt werden, so dass wir wegen dem Vakuum im ZM uns meist nur mit "langem Hafer" helfen können? Heute hatten wir bis zur 60. Minute hatten wir Spiel und Gegner im Griff - nicht mit lebhaften, proaktiven Powerplay, sondern weil wir geduldig auf sich zu sich bietenden Lücken bzw. Konterchancen wie die, die zum 1:0 führte, warteten. Und wir hatten Spiel und Gegner bis zur 60. Minute im Griff, weil wir defensiv gut standen und somit wenig zuließen. Das hat mir richtig gut gefallen, auch wenn es kein Fußball zum Zungeschnalzen gewesen ist. Mit einer über 90+x Minuten gut funktionierenden Defensive schaukelst du ein solches Spiel mit 1:0 oder 2:0 auch ohne große belebende Elemente nach Hause. Doch danach brachen wir uns mit zu leichten Fehlern in der Defensivarbeit wieder einmal selbst das Genick, so dass das heutige Match wieder einmal bestätigte, dass dass es schier unmöglich ist, jede mal trotz 2 Gegentore / Spiel zumindest einen Punkt zu behalten. Das schaffen übrigens selbst die Bayern nicht. Daher müssen wir erst einmal unsere Defensivprobleme in den Griff bekommen, bevor wir auf ein belebteres Spiel hoffen.