Moin, moin an alle! Ich muss sagen, dass die vergangenen Spiele seit meiner letzten Wortmeldung (Köln-Match) so verlaufen sind wie ich es erwartet habe. Selbst der Ausgang des Heimspieles gegen äußerst agile, hungrige, junge "Schwaben" war für mich keine große Überraschung. ... auch wenn ich es mir natürlich anders erwünscht hätte.
Und da sind wir auch gleich beim Thema, welches für mich ausschlaggebend ist warum hier keine Besserung eintritt.
Stuttgart kommt aus Liga 2 und hat sich mit jungen, noch erfolgshungrigen Spielern, welche als eingespielte Einheit auftreten, präsentiert. Nahezu in jedem Spiel kann man dort erkennen, dass man Fussball spielen und Tore erzielen möchte. Unbeschwert, jung und unverbraucht halt. Rückschläge, in Form von Gegentoren, werden umgehend versucht, mit Nachdruck wettzumachen.
Und die jungen Spieler können kurzfristig auch nur unser Weg sein. Denn wir haben weder die finanziellen Mittel um uns potenzielle Verstärkungen zu "gönnen", noch sind die "älteren" Semester in unserer Truppe keine verlässliche Stütze. Leider offenbart sich Woche für Woche gar das Gegenteil.
Exil-Ostfriese hat in einer seiner Beiträge geäußert, Herr Kohfeldt würde mitlerweile diesen Weg einschlagen. Dazu ist meine Meinung - die Art und Weise, wie der Trainer die jungen heranführt, ist unzulänglich. Kurzeinsätze bis zu 30 min. sind meiner Meinung nach für Jungprofis keine Chance sich unter Wettkampfbedingungen zu empfehlen. Schon gar nicht in Spielen, die im Grunde "gelaufen" sind und wenn man anschließend erneut spieltagelang nur die Bank drücken darf. Zudem wird hier maximal dem Einen oder dem Anderen eine "Chance" eröffnet. Warum nicht den Versuch wagen, mit 3 vielleicht 4 Jungdachsen zeitgleich ein Spiel zu bestreiten? Die jüngste Vergangenheit hat jedem gezeigt, dass es mit dem aktuellen Weg keinen Schritt nach vorne geht. Man bekommt zwar nicht mehr in monotoner Regelmäßigkeit das eigene Tor zerschossen, gut. Aber was hilft es, wenn die Spiele dennoch knapp verloren gehen oder man sich über eine niederlagenfreie Serie von 5 Spielen über satte 5 Punkte aus möglichen 15 Punkten erfreuen darf, in der man allerdings teils gegen Klubs gespielt hat, gegenüber denen man sich mit einem Sieg den Rücken freihalten muss.
Ich möchte jetzt die letzten beiden Begegnungen nicht als Anlass für eine Kündigung von Herrn Kohfeldt nehmen. Dafür wären Punktgewinne in diesen Partien meiner Meinung nach eh als Überraschungen zu werten gewesen. Aber sollte das anstehende Spiel in Mainz ebenfalls verloren gehen darf es keine andere Entscheidung geben, als frisches Blut - welches auch immer - auf die Trainerposition zu setzen. Es gibt in diesem Jahr keine Winterpause in der man das Eine oder Andere neu formieren kann. Zudem zeigt der Trainer in seiner gegenwärtigen Art keine Anstalten von seinem aktuellen Vorstellungen abzugehen. Also bliebe in meinen Augen nur die Reißleine mit einem neuen Geist, der mit dem gegenwärtigen Kader etwas Anderes versucht und dann hoffentlich auch belohnt wird.
Der von mir vorgeschlagene Weg wird mit Sicherheit nicht leicht und ist ebenso keine Garantie auf Erfolg. Dennoch - es muss einfach ein Umdenken her. Entweder mit und dann speziell bei Herrn Kohfeldt und wenn nicht, dann halt ohne ihn.