Gefahr von Rechtsaußen - Nazis im Fussball

Es geht ja generell um rechtsradikal gesinnte Gruppen, zu denen betreffende Hools eindeutig gehören, die sich ja auch selbst so sehen.
In diesem konkreten Fall ja.

Mir ging es generell um die Problematik, dass jemand aus einer sehr linken Perspektive eher sagen würde "xyz ist ein Nazi" als jemand, der weniger links ist, es über dieselbe Person sagen würde. Von daher ist der Begriff schwierig.
 
In diesem konkreten Fall ja.

Mir ging es generell um die Problematik, dass jemand aus einer sehr linken Perspektive eher sagen würde "xyz ist ein Nazi" als jemand, der weniger links ist, es über dieselbe Person sagen würde. Von daher ist der Begriff schwierig.

Findest du? Ich denke, ein (Neo-)"Nazi" definiert sich ziemlich eindeutig. Sowohl für jemand, der ganz links, ein wenig links der Mitte oder in der Mitte steht, politisch gesehen.
 
Und, auch wenn mir das auch nicht gefällt, solange ein Nazi, von wem auch immer als solcher eingestuft, sich hier im Rahmen der Gesetze bewegt, darf er machen, was er will. Genau wie jeder andere von uns auch. Und das im Vertrauen darauf, dass er seitens des Staates geschützt wird. Wie jeder andere von uns auch. Ich könnte kotzen, wenn ich Nazidemos sehe. Aber wenn sie genehmigt sind, muss ich das ertragen, es gehört zur Demokratie und Meinungsfreiheit.

Genauso wie das "Dagegen-Protestieren" ein Mittel ist :tnx: Gegen die Nazi-Demos.

Dass allerdings Demos von verfassungsfeindlichen Denkweisen von der Demokratie und dem Demonstrationsrecht geschützt werden, halte ich für falsch.
 
ja, die antifaschistischen ultras, die sich gegen alle formen von diskriminierung einsetzen, sind natürlich nicht besser als die nazihools. hast recht.

Ich warte bis heute auf antifaschistische Gruppierungen, also auch Ultras (s.Text oben), die sich gegen die hasserfüllten
Demos gegen Juden/Israel einsetzen. Also gegen Nazis oder eben auch wie jüngst mal wieder Palästinenser.
Da sehen wir allerdings keine linken Gruppierungen.
Das Hools automatisch rechte Hohlköpfe oder Nazis sind (richtig opalo sollte man definieren können) ist auch ein Irrglaube.
Sicherlich überwiegt das "rechte Gedankengut"., aber wir haben da allerdings auch ein völig unpolitisches Klientel.
 
"Dagegen protestieren" finde ich wichtig und richtig, aber ausschliesslich im Rahmen der geltenden Gesetze, also ohne den Einsatz von Gewalt.

Solange eine Demo genehmigt ist, muss sie aus meiner Sicht geschützt werden, denn ein wesentlicher Grundstein unserer Verfassung ist "Gleiches Recht für alle", auch wenn mir das im Fall von Nazidemos oder Erdogan Kundgebungen gegen den Strich geht. Die Alternative wäre, die Demos erst gar nicht zu genehmigen. Was wiederum dem Recht der freien Meinungsäußerung widerspricht.

Nur mal am Rand zum Stichwort "verfassungsfeindlich". Wer es als gerechtfertigt ansieht, einen Nazi zu vermöbeln, ist genauso verfassungsfeindlich wie ein Nazi. Denn Selbstjustiz sieht die Verfassung zum Glück nicht vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Alternative wäre, die Demos erst gar nicht zu genehmigen. Was wiederum dem Recht der freien Meinungsäußerung widerspricht.

Das Recht auf freie Meinungsäußerung endet dort, wo die Verfassung bzw das Grundgesetz verletzt wird. (Deswegen werde ich ja auch trotzdem angezeigt, wenn ich jemanden beleidige, aber noch ein "Meiner Meinung nach sind sie ein A*******") Und das wird sie bei verfassungsfeindlichen Inhalten/Denkweisen eben.

Leider werden aber immer noch verfassungsfeindliche Nazi-Aufmärsche/Demonstrationen genehmigt. Da liegt dann der Fehler.

Aber wir driften ab von der Kurve in eine generell politische Diskussion, die mWn hier mal untersagt wurde, oder? :denk:
 
"Dagegen protestieren" finde ich wichtig und richtig, aber ausschliesslich im Rahmen der geltenden Gesetze, also ohne den Einsatz von Gewalt.

Solange eine Demo genehmigt ist, muss sie aus meiner Sicht geschützt werden, denn ein wesentlicher Grundstein unserer Verfassung ist "Gleiches Recht für alle", auch wenn mir das im Fall von Nazidemos oder Erdogan Kundgebungen gegen den Strich geht. Die Alternative wäre, die Demos erst gar nicht zu genehmigen. Was wiederum dem Recht der freien Meinungsäußerung widerspricht.

Nur mal am Rand zum Stichwort "verfassungsfeindlich". Wer es als gerechtfertigt ansieht, einen Nazi zu vermöbeln, ist genauso verfassungsfeindlich wie ein Nazi. Denn Selbstjustiz sieht die Verfassung zum Glück nicht vor.

:tnx::tnx:
 
Leider werden aber immer noch verfassungsfeindliche Nazi-Aufmärsche/Demonstrationen genehmigt. Da liegt dann der Fehler

Da liegt eben nicht der Fehler. Weil selbst Nazis nicht so dumm sind auf einer Kundgebung verfassungsfeindliche Parolen von der Bühne zu brüllen. Jeder weiß wie sie denken und was sie denken. Das ist bei der NPD nicht anders und dennoch ist sie nicht verboten. Das sind eben die Hürden die vor dem Hintergrund deutscher Geschichte eingebaut wurden um es dem Staat so schwer wie möglich zu machen freie politische und Meinungsäußerung zu unterdrücken. Dazu gehören dann übrigens auch Ideen zum gesellschaftlichen und politischen Umbau wie sie vom linken Ende des politischen Spektrums erdacht werden.
 
Da liegt eben nicht der Fehler. Weil selbst Nazis nicht so dumm sind auf einer Kundgebung verfassungsfeindliche Parolen von der Bühne zu brüllen.

Es geht ja nicht darum, was sie von der Bühne brüllen (wobei das häufiger getan wird, da die Demo eh genehmigt, so gut wie abgehalten, und ob die dann aufgelöst wird oder nicht, ist dann eher im Interesse der Veranstaltung, Stichwort "Pressewerbung") sondern darum, dass die Demonstration an sich verfassungsfeindliche Inhalte widerspiegelt und vertritt/propagiert.

Trotzdem werden sie genehmigt. Das ist der Fehler.

Aber wie ich schon sagte: Wir sind weg von der Fankurve drin in einer politischen Diskussion, die hier vor einiger Zeit untersagt wurde.
 
darum, dass die Demonstration an sich verfassungsfeindliche Inhalte widerspiegelt und vertritt/propagiert.

Tun sie eben meistens nicht. Das ist doch der springende Punkt. Keiner ruft auf solchen Demos zu Gewalt auf, oder zur Abschaffung des Staates, zum Umsturz, zur Szession, etc.pp. Was da im Geiste mitspielt wissen wir alle. Aber darum geht es nunmal nicht.

Wir sind weg von der Fankurve drin in einer politischen Diskussion, die hier vor einiger Zeit untersagt wurde.

Es hat eben auch mit der Fankurve zu tun wenn wir über Nazis, Hooligans, Ultras, Polizei etc. sprechen. Ich kann einem Nazi nicht dem Zugang zum Weserstadion versperren nur weil er Nazi ist, er müsste drinnen schon Nazidinge tun, you know.
 
Tun sie eben meistens nicht. Das ist doch der springende Punkt. Keiner ruft auf solchen Demos zu Gewalt auf, oder zur Abschaffung des Staates, zum Umsturz, zur Szession, etc.pp. Was da im Geiste mitspielt wissen wir alle. Aber darum geht es nunmal nicht.
Jepp, die Genehmigung einer Demo richtet sich grundsaätzlich u.a. nach den Inhalten sowie organisatorischen Gesichtspunkten (Ort, Datum Uhrzeit, Veranstalter, Ablauf etc.) und nicht nach noch so hohen Eventualitäten wie das Verkünden von verfassungsfeindlichen Parolen oder Krawallen.

Es hat eben auch mit der Fankurve zu tun wenn wir über Nazis, Hooligans, Ultras, Polizei etc. sprechen. Ich kann einem Nazi nicht dem Zugang zum Weserstadion versperren nur weil er Nazi ist, er müsste drinnen schon Nazidinge tun, you know.
Exakt
 
Wer es als gerechtfertigt ansieht, einen Nazi zu vermöbeln, ist genauso verfassungsfeindlich wie ein Nazi.

Einmal das und dann muss man diesen Gedanken auch konsequent bis zu ende denken und mit der selben Logik ist es gerechtfertigt einen Anhänger des HSV zu vermöbeln weil er ist was er ist, oder einen Juden, Christen, Muslim, Veganer, Karnivore, nen Ultra, Nazi, Hool... je nach Standpunkt halt.
 
Einmal das und dann muss man diesen Gedanken auch konsequent bis zu ende denken und mit der selben Logik ist es gerechtfertigt einen Anhänger des HSV zu vermöbeln weil er ist was er ist, oder einen Juden, Christen, Muslim, Veganer, Karnivore, nen Ultra, Nazi, Hool... je nach Standpunkt halt.

Geht doch mal weg von diesem ständigen "Verprügeln".

Und dass man gegen Nazis ist, dafür gibt es, moralisch und ethisch gesehen, weitaus nachvollziehbarere Gründe als gegen einen Veganer zu sein. Dieser Vergleich, auch alle anderen aufgezählten, hinken gewaltig.
 
Geht doch mal weg von diesem ständigen "Verprügeln".

Und dass man gegen Nazis ist, dafür gibt es, moralisch und ethisch gesehen, weitaus nachvollziehbarere Gründe als gegen einen Veganer zu sein. Dieser Vergleich, auch alle anderen aufgezählten, hinken gewaltig.
Ich stimme Dir zu, dass es weitaus nachvollziehbarere Gründe gibt gegen Nazis oder Hools zu sein als gegen die anderen genannten Gruppen.

Es ändert aber nichts daran, dass es meiner Meinung nach keine Differenzierung in Sachen Gewalt geben darf so nach dem Motto "gegen einen Nazi oder Hool Gewalt anwenden ist okay, gegen einen Juden (wahlloses Beispiel) aber nicht."

Stichwort "verprügeln", die Klopperei im Viertel war Ausgangspunkt dieser Diskussion...
 
Ja, aber das ist mir in der Diskussion dann zu kurz gegriffen, denn dann könnte man es runterkürzen auf "Grundlos wendet man gegen keinen Menschen oder sonstiges Leben Gewalt an." Und ich glaube, da sind wir uns alle alle eini, und es bedarf keiner Diskussion.

Wenn ich an der Bushaltestelle stehe mit einem Glatzkopf, der mit Springerstiefel, Bomberjacke, Londsdaple-Puller und weißen Schnürsenkel neben mir, würde ich nicht einfach zu ihm hingehen, und ihm eine reinhauen. Ich würde auch nicht zu ihm hingehen und sagen, dass er dumm ist wie Brot, selbst wenn ich 5 Köpfe größer wäre. (Extremes Beispiel)

Wie gesagt, da ist man sich hier, denke ich einig.
 
Geht doch mal weg von diesem ständigen "Verprügeln".

Und dass man gegen Nazis ist, dafür gibt es, moralisch und ethisch gesehen, weitaus nachvollziehbarere Gründe als gegen einen Veganer zu sein. Dieser Vergleich, auch alle anderen aufgezählten, hinken gewaltig.

Für dich schon und auch für mich. Ein Nazi mag mit Veganern aber ein größeres Problem haben als du während er gegen Nazis selbst nichts hat ;) Und ein hardcore-Werderfan hat mit einem hardcore-HSV-Fan wenn man sich nachts trifft vielleicht sogar noch größere Probleme als mit nem Nazi. Das ist das Problem, jeder hat seinen Betrachterstandpunkt. Meiner in der Jugend war, daß man jeder Glatze ruhig ein paar klatschen darf, dummerweise haben das die Glatzen natürlich ganz genau so gehandhabt. Deine Moral und Ethik oder meine Moral und Ethik die sind das eine. Das andere ist unser Grundgesetz innerhalb dessen Regeln wir leben. Und auch wenn ich mit nem Antifa ein Bier trinken könnte, mit einem Nazi aber nicht, ist Gewalt von und an beiden falsch und das unterscheidet sich durch keine Moral. Und hier bekommen wir auch wieder den Bogen zum On-Topic, viele Ultras scheinen zu glauben das sie in einem quasi rechtsfreien Stadion handeln oder auf der Straße entsprechend ihrer Moral Selbstjustiz verüben. Ein no-go.
 
Ich warte bis heute auf antifaschistische Gruppierungen, also auch Ultras (s.Text oben), die sich gegen die hasserfüllten
Demos gegen Juden/Israel einsetzen. Also gegen Nazis oder eben auch wie jüngst mal wieder Palästinenser.
Da sehen wir allerdings keine linken gruppierungen

Gab doch gerade erst ein spruchband von clr dazu. Ist auch nicht das erste mal dass dazu stellung bezogen wird
 
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