Ich finde es eher ziemlich "entlarvend", dass man als "Roter" "Antifant" oder "Linker" hingestellt wird, wenn man etwas gegen Rechtsradikalismus und Fremdenhass sagt.
Hab ich nicht gemacht und auch sonst haben sich hier glaub ich bisher alle deutlich gegen Fremdenhass ausgesprochen!
Was Bremervörde oder du, Eisenfuss, zu den Linksextremen sagt, schreibt oder teilt, da sage ich überhaupt nichts dagegen. Auch die haben Dreck am Stecken, und wenn ein Antifa-Anhänger Steine auf Polizisten wirft, nur weil die die beschissene Aufgabe haben, eine NPD-Demo zu beschützen, weil diese angemeldet war, bin ich der Letzte, der das gutheißt.
Ich frage mich nur: Warum wird das zur Debatte gemacht, wenn hier ein glasklares Statement gegen den rechten Mob geteilt wird. Warum? Hier hat sich niemand zum linksradikalen Flügel bekannt, sondern verurteilt lediglich den rechten Mob. Warum dieses Gegenargument "ABer die Linke ist auch ganz schlimm". Klar sind die Linksextremen schlimm... aber warum wird das ständig erwähnt, ob wohl von der anderen Seite diese Seite gar nicht verherrlicht oder als "besser" dargestellt wird?
Das geht auf den Ausgangspost zurück und auch auf die zwischendurch aufkommende Frage, ob Werder sich als "antifaschistisch" versteht. Rechte Gewalt zu tolerieren, weil es auch Linke Gewalt gibt, wäre natürlich dumm. Die Frage ist aber schon, mit wem man sich solidarisiert. Und ich kann mich nicht mit einer linksextremen Gruppierung solidarisieren, nur weil sie "zufällig" den selben Feind haben wie ich. Das ist für mich das gleiche Prinzip wie die Bewaffnung von Diktatoren durch die USA, solang sie meinen Zwecken dienen. Und das ist ein gefährliches Prinzip, denn die Gewalt kann jederzeit umschlagen.
Wer sich mit Valentin solidarisieren will, sollte sich vorher diese beiden Videos anschauen:
http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/valentinwerder100.html
Vielleicht überlegt es sich der eine oder andere danach.
In dem Video wird auch genau dargestellt, wer kritisiert wird: Sicherlich nicht die Menschen, die sich sachlich kritisch mit der derzeitigen Flüchtlingspolitik auseinander setzen, sondern die Mitläufer am rechten Rand, die ganzen "Ich bin zwar kein Nazi, aber..."-Quaker, die die Leute, die sich für die Flüchtlinge einsetzen als "selbsternannte Gutmenschen" bezeichnen, und die Leute, die jedes noch so erlogene Vorurteil gegenüber Flüchtlinge benutzen um ihre Meinung zu untermauern. Sonst niemand.
Das stimmt so nicht! Das Video richtet sich eben nicht gegen Rassisten oder den pöbelnden Mob vor dem Asylantenheim. Nein, es wird eben alles in einen Topf geschmissen, was in irgendeiner Weise Kritik an der derzeitigen Asylsituation übt und diese Leute werden ganz pauschal als "erbärmliche Trottel", "dumm", "Idioten", "die Dummheit" bezeichnet.
Diese Verallgemeinerung nervt, auch ich spreche von "Wirtschaftsflüchtlingen", da sprechen übrigens viele von, eben auch ARD-Korrespondenten. Nach diesem Video von den bedeutenden Politologen Joko und Klaas bin ich nun auch ein "erbärmlicher Trottel".
Wenn sie wirklich die "Ich bin kein Nazi, aber"-Fraktion ansprechen wollen: Warum beleidigen sie diese Leute pauschal aufs übelste? Ich meine, was bewirken sie mit dem Video? Dass irgendeiner von denen sich hinterfragt und sagt: "Hm, die beiden haben mich erstmal als Idiot und erbärmlichen Volltrottel bezeichnet und auch keinerlei Argumente für die aktuelle Asylpolitik gebracht, aber ich werde jetzt meine Meinung sicher mal überdenken!?"

