Gefahr von Rechtsaußen - Nazis im Fussball

Nö, das tun Rassisten aber auch nicht unbedingt, es sei denn du meinst Glatzen mit Hakenkreuztattoos und nein, mit denen würde ich nicht Arm in Arm jubeln.

Musst du vor allem auch nicht. Ich jubel ja nicht einmal mit den Schwarzmarkthändlern neben uns. Hab denen schon oft genug ein Abklatschen oder dergleichen verweigert. So würde ich genauso verfahren, wenn ein Rechter neben mir steht. Und wenn der Bullshit labert, kriegt er was zu hören. Wenn er Parolen raushaut oder Banner ausrollt, wird das Stadion richtig reagieren. Bei Gewalt ist es dann sowieso ein klares Thema.
 
Das ist ein Extrem, das du beschreibst. Es geht eben auch subtiler, wenn man sich ein wenig auskennt.

Und es geht auch nicht um den "Rechtsradikalen", sondern generell Menschen mit dieser Gesinnung. Wenn ich mir zb 60 Minuten bei einem schlechten Spiel von Luki zu hören kriege, was N***** doch für Husos im Allgemeinen sind, und was die überhaupt hier zu suchen hätten, von einem Menschen im Lacoste-Shirt und Markenjeans... ist das dann wirklich okay, wenn die keinen Hitlergruß machen oder ihre Fremdenfeindlichkeit zur Schau stellen, dass es für jeden sofort ersichtlich ist.
Es ist dann auch vollkommen okay, wenn du dem deine Meinung zu verstehen gibst(natürlich friedlich). Darum gings hier nie. Ich glaube sogar, dass eine Diskussion von Angesicht da mehr Erfolg hat als Plakate und Sprechchöre. Auch wenn ich die Chancen da auch nicht sehr hoch einschätze. Zumindest sorgt es dafür, dass diese Leute die Klappe halten. An deren Denkweise kann man nur schwer was ändern.
 
Das ist ein Extrem, das du beschreibst. Es geht eben auch subtiler, wenn man sich ein wenig auskennt.

Und es geht auch nicht um den "Rechtsradikalen", sondern generell Menschen mit dieser Gesinnung. Wenn ich mir zb 60 Minuten bei einem schlechten Spiel von Luki zu hören kriege, was N***** doch für Husos im Allgemeinen sind, und was die überhaupt hier zu suchen hätten, von einem Menschen im Lacoste-Shirt und Markenjeans... ist das dann wirklich okay, wenn die keinen Hitlergruß machen oder ihre Fremdenfeindlichkeit zur Schau stellen, dass es für jeden sofort ersichtlich ist.

Au Backe, ich hab es mal etwas vereinfacht geschrieben, ist mir schon klar, dass nicht nur Glatzen mit Hakenkreuztattoo rechts sind...
Ich hab glaube ich gesagt, dass wenn die ihre Gesinnung daheim lassen, können die machen was sie wollen, dann interessiert es mich nicht.
 
Zitat von Bremervörde;3163012:
:face:

Ich bin entsetzt, dass Menschen in meinem Alter so eine extreme Meinung haben! Das was du hier schreibst widerspricht sowohl der europäischen Menschenrechtskonvention als auch der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO!

Die Gedankenfreiheit ist ein hohes Gut und Grundpfeiler jeder Demokratie. Jeder Mensch darf denken, was er will und ist dafür niemanden Rechenschaft schuldig!

Man könnte fast drüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre, wie jüngeren Menschen der "Kampf gegen Rechts" anscheinend wichtiger ist als Werte und Sinn für Demokratische und Freiheitliche Prinzipien.

Ich bin entsetzt darüber, dass Du das Denken eines Normalos mit dem Denken eines Rechten auf eine Stufe setzt. Es gehört nicht zum gesunden Menschenverstand, wenn man Menschen aufgrund ihrer Herkunft hasst und diskriminiert! Das Gedankengut lässt sich übrigens auch nicht mit dem von Dir angesprochenen europ. Recht vereinbaren!

Es gibt nur so lange Freiheit, wenn Handeln und Tun nicht gegen Menschenrechte verstößt. Und was macht rechtes Gedankengut noch? Stimmt, sie beschäftigen sich ja nur mit Nächstenliebe...

Wenn Du über demokratische und freiheitliche Prinzipien sprichst, solltest Du bedenken, dass eben diejenigen, die du verteidigst, gerade gegen freiheitliche u demokratische Prinzipien verstoßen und sie eben auf diese scheißen.

Also nochmal: warum sollte ich lautlos hinnehmen, dass diese Rechten in meinem Wohnzimmer sind? Menschen, die andere Menschen wg ihrer Herkunft o Vorlieben hassen? Sorry, aber Menschenhass dulde ich in meiner Gegenwart nicht. Und ob sie laut o still sind, macht für mich keinen Unterschied!
 
@Eisbär

Doch... darum ging es. Du warst dafür, diese Leute im Stadion zu tolerieren, solange sie sich nicht für die breite Masse erkenntlich zeigen. Tun sie nicht... sie reden untereinander. Sie sehen aus, wie du und ich.
Tolerieren würde ich nicht sagen. Es gibt nur keine Handhabe, wenn diese sich nur untereinander unterhalten. Es mag stören, aber was willst du da machen? Welche Rechtsgrundlage soll diese Menschen aus dem Stadion befördern? Wenn sie es lautstark rausrufen, hat man vielleicht eine Handhabe. Ansonsten werden sie selbst gegen das Stadionverbot vorgehen und vermutlich Recht bekommen, da es gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstößt und eine einfache Unterhaltung nicht als Verbreitung von solchem Gedankengut gilt.

Ich hab den Mann übrigens angesprochen. Friedlich. Ich habe ihn gefragt, ob er alle Dunkelhäutigen Menschen kennt, und ob er Luki nicht vielleicht bei dessen Namen nennen kann, statt N****. Und ich hatte Glück, dass mir mehrere Menschen, die du "Ultras" nennst und für die Gewalt verantwortlich machst, mir zur Hilfe kamen.
Schön und wie ist die Situation ausgegangen? Friedlich? Dann ist doch alles gut. Richtig gehandelt und Zivilcourage gezeigt. Falsch wäre es gewesen, diesen Deppen was auf die Fresse zu geben. Dagegen hab ich nie was gesagt.
 
Schön und wie ist die Situation ausgegangen? Friedlich? Dann ist doch alles gut. Richtig gehandelt und Zivilcourage gezeigt. Falsch wäre es gewesen, diesen Deppen was auf die Fresse zu geben. Dagegen hab ich nie was gesagt.

Das Beispiel zeigt eindeutig auf, wie man körperlich angegangen werden kann, auch wenn man sich friedlich gegen solche Äußerungen einsetzt.

So einfach wie du es mit der Gewalt zwischen Links und Rechts darstellst ist es nicht.
 
Ich bin entsetzt darüber, dass Du das Denken eines Normalos mit dem Denken eines Rechten auf eine Stufe setzt. Es gehört nicht zum gesunden Menschenverstand, wenn man Menschen aufgrund ihrer Herkunft hasst und diskriminiert! Das Gedankengut lässt sich übrigens auch nicht mit dem von Dir angesprochenen europ. Recht vereinbaren!

Es ging nicht darum, ob ein Gedankengut mit irgendeinem Recht vereinbar ist, sondern dass die Gedankenfreiheit Grundlage der Europäischen Menschenrechte ist! Diese Rechte gesteh ich anderen Menschen zu und sehe somit keine Grundlage, sie zu verurteilen.

Wie absurd deine Forderung ist, sieht man wenn man das Prinzip auf paar andere Situationen überträgt:

Jeder hat sicherlich schon mal schlecht über seinen Chef gedacht. Würdest du es ok finden, wenn dein Chef dich raus schmeißt weil du GEDACHT hast "Hoffentlich kommt der alte Sack morgen nicht wieder"?

Zwischen Gedanken und Äußerungen ist ein großer Unterschied!
 
Menschen mit dieser Gesinnung eindeutig (gewaltfrei) zeigen, dass sie im Stadion unerwünscht sind. Werder tut das durch Kampagnen, warum sollten die Zuschauer das lassen?
Hm persönliche Meinung vielleicht? Ich habe da einfach die Meinung, dass das verpufft. Btw. ging es mir nicht nur um dieses Thema. Es gibt auch andere Politik im Stadion als die gegen Rechte.

Nein, sie ist nicht friedlich ausgegangen. Es gab Gewalt der beiden gegen mich, danach Gewalt der Ultras gegen die beiden, bis die sich dann zurückgezogen haben.
Womit es hier zumindest mal eine Rechtfertigung für Stadionverbot gibt. Es waren also keine friedlichen Rechten.

Und ich lese hier dann von dir, dass, wenn es um die Gewalt zwischen Rechts und Links die Gewalt von Links ausgeht, weil du stumpf nur "Rechts und Links" gegenüber stellst, aber nicht die Umgebung, warum in diesem Fall Links die Gewalt ausübt. Wenn die sich daneben gestellt hätten und gewaltfrei gesagt hätten "Bitte bitte, lasst den armen Kerl doch zufrieden", wäre ich im Krankenhaus gelandet.
In dem Fall würde ich die linke Gewalt eindeutig als Schutz werten.
 
Dann denk jetzt mal nach, von wem die Gewalt in erster Linie ausgeht.

In diesem Fall von der rechten Seite. Keine Frage. Meine Aussage zur linken Gewalt war aber auch nicht so gemeint, dass es immer die Linken sind, die anfangen. Du hast damit einen Fall beschrieben, den man nicht auf den Konflikt zwischen links und rechts zurückführen kann. Das heißt nun allerdings auch nicht, dass das nun für jeden Fall gilt. In dem Fall herrschte bei den Personen hohes Gewaltpotential. Und sowas hat im Stadion natürlich nichts zu suchen, ob nun rechts oder links. Da sind wir uns wohl einig.
 
Zitat von Bremervörde;3163064:
Es ging nicht darum, ob ein Gedankengut mit irgendeinem Recht vereinbar ist, sondern dass die Gedankenfreiheit Grundlage der Europäischen Menschenrechte ist! Diese Rechte gesteh ich anderen Menschen zu und sehe somit keine Grundlage, sie zu verurteilen.

Wie absurd deine Forderung ist, sieht man wenn man das Prinzip auf paar andere Situationen überträgt:

Jeder hat sicherlich schon mal schlecht über seinen Chef gedacht. Würdest du es ok finden, wenn dein Chef dich raus schmeißt weil du GEDACHT hast "Hoffentlich kommt der alte Sack morgen nicht wieder"?

Zwischen Gedanken und Äußerungen ist ein großer Unterschied!

Danke für deine letzten Beiträge zu diesem Thema. Das hat mir ne Menge Schreiberei erspart.
Ich finde es mittlerweile und das nicht nur hier schon fast grotesk, wie manche Menschen, sich mittlerweile in ihrer Political Correctness gegenseitig überbieten wollen und dabei völlig außer acht lassen das ihre Methoden ins Menschenverachtende, Diktatorische abdriften. "Die Gedanken sind frei" wird buchstäblich mit Füßen getreten, und Menschen sollen systematisch ausgegrenzt werden. Armes Deutschland kann ich da nur sagen
 
Nein...

Menschen die als Ziel haben, andere Rassen systematisch auszugrenzen (wobei ausgrenzen ein noch sehr nettes Wort ist) sollen einfach merken, dass sie von einer modernen Gesellschaft nicht gewollt sind, weil ihr Denken weder moralisch noch empathisch in irgendeiner Form vertretbar sind.

Das lasse ich gerne so stehen. Jedoch müssen die das mit Verfassungs-Grundgesetz-Rechtsstaatlichen Mitteln "merken", und nicht mit den Mitteln die die Rechten selbst nur allzu gerne anwenden. Feuer mit Feuer zu bekämpfen funktioniert hier nicht.
 
Nein...

Menschen die als Ziel haben, andere Rassen systematisch auszugrenzen (wobei ausgrenzen ein noch sehr nettes Wort ist) sollen einfach merken, dass sie von einer modernen Gesellschaft nicht gewollt sind, weil ihr Denken weder moralisch noch empathisch in irgendeiner Form vertretbar sind.

Wenn die das jetzt noch nicht gemerkt haben, ist ihnen auch nicht mehr zu helfen. Ich glaube, den meisten Rechten ist durchaus klar, dass sie nicht gewollt sind, aber das interessiert sie nicht. Irgendwo auch verständlich, denn eine Ausgrenzung hat noch nie zur Folge gehabt, dass jemand seine Meinung ändert. Das hat immer nur dazu geführt, dass man sich noch mehr von der Gesellschaft abkapselt.
 
Nein...

Menschen die als Ziel haben, andere Rassen systematisch auszugrenzen (wobei ausgrenzen ein noch sehr nettes Wort ist) sollen einfach merken, dass sie von einer modernen Gesellschaft nicht gewollt sind, weil ihr Denken weder moralisch noch empathisch in irgendeiner Form vertretbar sind.

Ach die "moderne Gesellschaft"... Wenn man die verteidigen will, dann könnte man im Stadion noch gegen ganz andere Gruppen Aktionen planen. Wenn man pauschal "den Rechten" abspricht, nicht in die moderne Gesellschaft zu passen, könnte man pauschal auch mal über "den Islam" reden, der ja auch nicht gerade für Pluralismus und Postmoderne steht. Ist aber halt für mitte-links gerichtete Bürger nicht so populär und befriedigt weniger das eigene Weltbild.

Nein, unter der "modernen Gesellschaft" versteht doch jeder was anderes. Der eine völlige Freiheit, der nächste, dass er seine drei Frauen nicht mehr schlagen darf, und ein anderer, dass er auf Kosten des Staates leben kann wenn er keine Lust hat zu arbeiten.

Sanktionen gegen eine bestimmte Gruppe müssen aber doch eine rechtliche Grundlage haben! Wer "die Nazis" ablehnt, weil sie homophob sind, müsste konsequenterweise auch den Islam und Großteil der Katholiken ablehnen. Wer "die Nazis" ablehnt, weil sie gewalttätig sind, der kann im Stadion genauso gegen Libanesenclans oder Linke autonome demonstrieren. Es möchte wohl keiner absprechen, dass es von beiden besagten Gruppen auch welche im Weserstadion gibt. Was uns wieder zu der Frage führt: Welchen Zweck haben politische Aktionen im Stadion und meine Antwort lautet nach wie vor: Dem Großteil der Mitwirkenden geht es nicht darum, etwas zu verbessern, sondern sich gegenseitig das eigene Weltbild zu bestätigen!

Und wer meint, die Gleichberechtigung zu retten, in dem er die freie Meinungsäußerung aufgibt, der wird am Ende beides verlieren.
 
Und keinen Fuss fassen kann. Das ist das Entscheidene. Erinnere dich mal an die Weimarer Republik zurück, und wie das dritte Reich entstanden ist. Dich schätze ich als klug genug ein, das zu erfassen. Da war man ua auch "Contramüde", unzufrieden von ihrer Regierung sowieso, immer mehr und immer mehr, am Ende auch die Politik, die die Macht abgegeben hat.

Wenn man irgendwann aufgibt und sagt: "Gegen Rechts zu sein bringt nichts mehr, ändert sich eh nix", dann stumpft man ab. Man selbst vielleicht nicht, aber andere. Wenn man Vergangenheit vergisst, wird man anfällig für die Wiederholung.

Deswegen bin ich absolut dafür dass man das dritte Reich Jugendlichen in Schulen weiterhin exzessiv beibringt und unterrichtet, dass das niemals vergessen wird... auch wenn man irgendwann mal aufhören sollte, das Büßerhemd zu tragen.
Hier gebe ich dir zu 100% Recht.

Kollidiert aber auch nicht unbedingt mit meiner hier geäußerten Meinung und dem von dir zitierten Post.

Wenn sich jemand komplett abkapselt von der Gesellschaft, ist er aber auch schwieriger zu greifen und damit nicht mehr zu retten.
 
Keine Ahnung was ihr mit den Gedanken und der Gedankenfreiheit habt.
Gedanken können weder frei sein, noch eingeschränkt werden.
Denn Gedanken verbleiben in der Regel, solange sie nicht geäußert werden, im Kopf desjenigen der sie sich denkt.

Es geht hier um das Äußern von Gedanken bzw. Ansichten, also der Meinungsfreiheit und die ist eben nicht durch alles gedeckt.
Denn dann wäre es auch nicht strafbar rassistische Hetze zu betreiben, et cetera...

Wäre interessant wo im europäischen Recht etwas von Gedankenfreiheit steht.

Wenn z.Bspl. ein bekannter Nazi von Werder ein Stadionverbot erhält dann ist das konform zu allen Regeln. Werder ist der Hausherr und darf sich aussuchen, wer zu Besuch kommen darf und wer nicht. Ebenso ist es Regelkonform, wenn sich ein Großteil der Besucher bei Werder hinstellt und äußert, er möchte keine Nazis im Stadion haben und Werder deshalb aktiv wird und diesem Wunsch entspricht.

Kann man als Diskriminierung bezeichnen, muss man aber nicht.
Die Ausgrenzung findet ja nicht anhand ethnischer Herkunft oder sexueller Neigung statt, sondern ist ein Resultat der eigenen diskriminierenden Haltung des Nazis.
Es gibt Dinge die man tolerieren muss, wo dies gesetzlich gedeckt ist, sowie Bereiche, in denen man es nicht tolerieren muss. Nazis im Stadion freie Fahrt zu geben, gehört zu Letzterem.
 
@Sockenschuss
Das Problem ist, dass eine stumpfe Unterhaltung mit rechtsextrem Gedankengut nicht strafbar ist, da das noch unter Meinungsfreiheit fällt. Das ist noch keine Verbreitung, selbst wenn jemand es mitbekommt.
Insofern kann man sowas auch nicht verhindern.

@Schnapper
Das Stadion kann keine politische Gesinnung haben, nur jede Einzelperson für sich. Oder auf was willst du hinaus?
Nicht jeder im Stadion hat dieselbe Meinung zu diesem Thema. Vermutlich gibt es da 40.000 Meinungen, die alle für sich unterschiedlich sind.
 
Keine Ahnung was ihr mit den Gedanken und der Gedankenfreiheit habt.

Nicole vertritt die Meinung, dass man einen Menschen nicht ins Stadion lassen sollte, wenn er rechtes Gedankengut hat, auch wenn er dies nie öffentlich äußert! Sie sieht keinen Unterschied zwischen Denken und Aussprechen...

Wäre interessant wo im europäischen Recht etwas von Gedankenfreiheit steht.

http://www.menschenrechtskonvention.eu/gedankenfreiheit-gewissensfreiheit-religionsfreiheit-9293/

Um es gleich vorwegzunehmen: Natürlich kann die Äußerung der Gedanken mit anderen Gesetzen kollidieren, aber das war hier nicht das Thema.

Kann man als Diskriminierung bezeichnen, muss man aber nicht.
Die Ausgrenzung findet ja nicht anhand ethnischer Herkunft oder sexueller Neigung statt, sondern ist ein Resultat der eigenen diskriminierenden Haltung des Nazis.

Führt zu der Frage, ob man selbst noch tolerant ist, wenn man gegenüber Intoleranten intolerant ist. Wer sagt eigentlich, dass ethnische Herkunft und sexuelle Neigung die einzigen Merkmale eines Menschen sind, wegen denen er nicht ausgegrenzt werden darf?

Damit scherst du mich gerade über einen Kamm, zu dem ich nicht gehöre. Mehr hab ich dazu nicht zu sagen.

Ne, dich habe ich damit nicht gemeint, sondern die Initatoren der Demo, um dies in diesem Thread ja ging! Dass du politisch differenziert denken kannst, weiß ich doch!

Niemand will die freie Meinungsäußerung aufgeben, aber freie Meinung hört da auf, wo die Verletzung der Menschenwürde beginnt. Und die beginnt bei vielen Äusserungen der Nazis recht schnell.

Das ist halt alles nicht ganz einfach! Verletzung der Menschenwürde sollte nicht geduldet werden! Es gibt aber durchaus Menschen mit rechter Gesinnung, die nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Ob das so ist, weil sie sich selbst gut unter Kontrolle haben oder weil sie noch nicht erwischt wurden, oder weil sie ich schlichtweg an die Gesetze halten, ist nicht meine Sache! So einen Menschen aus dem Stadion zu werfen, konkurriert wieder mit dem Gebot der Unschuldsvermutung und Gewissensfreiheit.

Deswegen bin ich absolut dafür dass man das dritte Reich Jugendlichen in Schulen weiterhin exzessiv beibringt und unterrichtet, dass das niemals vergessen wird... auch wenn man irgendwann mal aufhören sollte, das Büßerhemd zu tragen.

Da gebe ich dir recht! Besser ist es aber noch, wenn zusätzlich demokratische Werte gelehrt werden. Es gibt heut viele, die für rechtes Gedankengut total sensibilisiert sind, aber trotzdem wenig über demokratische und freiheitliche Werte wissen. Wie ich gestern schon sagte, die Lösung gegen "Nazis" ist nicht die "Antifa" sondern Demokratie!
 
Aber ich spreche jetzt von dir. Du, Eisbär, findest dass Aktionen im Stadion wie Transparente und Protest gegen Rechtsextremismus, Rassismus nichts bringen.

Nicht unbedingt nichts. Ich denke, dass es verpufft, da eine gewisse Übersättigung vorherrscht. Wenn dir etwas so oft vor Augen gehalten wird, dann fängst du an, es einfach zu ignorieren.
Ich bin nicht generell gegen sowas, sondern bin nur der Meinung, dass es etwas zuviel geworden ist. Vor allem wenn man bedenkt, dass noch in diverse andere Richtungen Politik gemacht wird.

Ich finde es richtig, uns dieses Thema regelmäßig wieder ins Gedächtnis zu rufen, aber regelmäßig heißt dann auch nicht "jedes Spiel". Und beispielsweise Antifa-Plakate haben im Stadion rein gar nichts zu suchen. Der Begriff Antifa ist einfach zu negativ geprägt und unnötige Politik und Provokation.
 
@ Bremervörde: du verdrehst hier vollkommen meine Worte. Ich sage, dass ich Rechte nicht im Stadion sehen will und dass sie da mE nicht reingehören, weil sie eben das verkörpern, wogegen Werder u der Fußball allgemein ist.

Rechte Brut soll denken was sie will. Nur will ich sie nicht um mich haben! Und dabei ist mir egal, ob sie laut oder leise denken! Sie sind Menschen, die ich in meinem Umfeld nicht dulde! Sie verstoßen mit ihrem Gedankengut gegen die Werte, die mir wichtig sind. Ihr Gedankengut besteht aus Hass, Ausländerfeindlichkeit, Homophobie und Diskriminierung. Das hat nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun! Das sind alles Punkte, die übrigens gegen demokratische u freiheitliche Prinzipien, Rechte u Gesetze verstoßen.

Also nochmal: wo ist das Problem? Ich will solche Leute nicht um mich haben! Und ich verstehe auch nicht, was solche Leute im Stadion wollen! Werder u der Fußball stehen doch für die Dinge, die die Rechten verabscheuen... Es passt von vorne bis hinten nicht... Und ich will sie dort nicht haben und das darf auch gerne durch Plakate und Co geäußert werden...


Ich habe andere Erfahrungen gemacht. Gerade wenn man aufhört, etwas zu tun, gerät es komplett in Vergessenheit.

Und gerade in Zeiten von Pegida, konservativen Patrioten, Rockmusik in der Charts, die am rechten Rand stehen und damit Profit erzielen und offenem Rassismus im Social-Web kann man gar nicht oft genug dagegen schreiben.

:tnx::tnx::tnx:
 
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