Fussballfans sind keine Verbrecher!

Zivilpolizisten umstellten Fans mit gezogenen Pistolen
Am vergangenen Samstag kam es in Hamburg zu einem umstrittenen Einsatz gegen Ultras von Werder Bremen. Einer der 171 Werder-Fans, die nicht zum Nordderby durften, hat uns einen Erfahrungsbericht geschickt, in dem beschrieben wird, wie Zivilpolizisten mit gezogenen Schusswaffen gegen Werder-Ultras vorgingen.

alter :kotz:
https://www.faszination-fankurve.de...n&folder=sites&site=news_detail&news_id=16817
 
http://www.taz.de/Polizei-notwendig-und-angemessen/!5452521/

gezogene waffen bestätigt. möchte sich noch jemand lobend über die polizeiaktion äußern?
das liest sich wie bitterböse satire. da, wohlgemerkt im vorjahr, "pyrotechnik, betäubungsmittel und vermummungsmaterial" gefunden wurde, rechtfertigt das also das ziehen einer schusswaffe. was zur hölle? in hamburg haben sie doch einen nicht allzu kleinen dachschaden.
 
Man hat - nicht nur bei Werder, sondern generell den Eindruck - daß die Vereine bestenfalls nur halbherzig gegen die Zündelei vorgehen. Was ist daraus zu schließen? Sind die Strafen etwa viel zu niedrig?
 
es ging bei der strafe vor allem um die auseinandersetzung mit ordnern und polizisten in berlin. einen großteil der strafe darf also gerne die polizei übernehmen.
 
Nun, das ist eine Ansicht, die selbstverständlich auch subjektiv ist.
Um sich ein gründliches Bild davon machen zu können, müsste man beide Seiten kennen.

Ich schlage übrigens vor, den Thread umzubenennen in "Fussballfans sind nicht zwangsläufig Verbrecher!" :)
 
http://www.taz.de/!5525993/?goMobile=1534464000000
Sie sind Strafrechtler und haben bereits viele Fans vor Gericht vertreten. Was ist Ihnen dabei alles untergekommen?

Es gab mal den Fall, dass eine Gruppe Fußballfans mit einem Reisebus auf einer Autobahnraststätte Halt machte. Irgendjemand beschmierte mit einem Edding das Toilettenhäuschen – die Polizei nahm sämtliche Personalien von allen auf und leitete gegen alle 27 ein Verfahren wegen Sachbeschädigung ein. Das wurde eingestellt, aber alle waren danach als Gewalttäter Sport gespeichert.
 
aus dem WK 14.09.2018

Viertel-Verbot für 22 Fußballfans
Konsequenz nach Schlägerei

Bremen. Nach der Schlägerei zwischen linken Werder-Ultras und rechten Hooligans im vergangenen Dezember ziehen die Bremer Behörden nun Konsequenzen. Gegen 22 Beschuldigte wurde ein Betretungs- und Aufenthaltsverbot erlassen. Das Verbot gilt zunächst für ein Jahr und ist gültig an den Heimspieltagen von Werder Bremen in der Bundes- und Regionalliga sowie bei Freundschafts- und Pokalspielen. Die 22 Fans dürfen an diesen Tagen den Bereich rund um das Weserstadion und den Bereich Ostertor/Steintor nicht betreten. Die Verbote ergingen aufgrund der Gefahr, dass diese Personen sich an Auseinandersetzungen rund um die Spieltage beteiligen werden, heißt es in einer Mitteilung.

Im Dezember 2017 war es nach der Bundesligapartie zwischen Werder und Mainz 05 zu einer heftigen Schlägerei gekommen. Videos, die im Internet hochgeladen wurden, zeigen, wie vermummte Ultras und mit Möbeln bewaffnete Hooligans vor der Gaststätte „Schänke“ aufeinander losgehen. Die Polizei hat nach diesen Vorfällen eine Ermittlungsgruppe gebildet und mehr als 50 Personen zum Tatvorwurf schwerer Landfriedensbruch identifizieren können, heißt es. Auf Antrag der Polizei Bremen hat das Ordnungsamt nun 22 Betretungsverbote erlassen. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern weiter an.

In Bremen kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen linken Werder-Ultras und rechten Bremer Hooligans. 2007 überfielen die Rechten eine Ultra-Feier im Ostkurvensaal. Am 19. April 2015 gerieten beide Lager nach dem Heimspiel gegen den HSV an der Kneipe „Verdener Eck“ im Viertel aneinander.
:klatsch::tnx:
Deutliches Zeichen!
 
Fussballfans sind keine Verbrecher ..... aber extreme Ultras und die, die ihnen Schutz gewähren sind in meinen
Augen Straftäter!!!!!
Gerade nach diesem Wochenende war das in Dortmund klar zu sehen.
Auszug aus dem WK vom 29.10.18
Doch eine Geschichte überschattet alles: die Gewalt während der ersten Halbzeit, als Hertha-Fans mit der Dortmunder Polizei am Gästeblock aneinandergerieten. Auslöser war das Abbrennen von Pyrotechnik von einer Berliner Ultragruppierung hinter einem großen Banner mit der Aufschrift „15 Jahre Hauptstadtmafia“. Das Pyroverbot in den Stadien und Stadiondurchsagen, das Abbrennen zu unterlassen, hinderten sie nicht daran. Als eine behelmte Polizeieinheit zehn Minuten nach dem Anpfiff in den Bereich zwischen Gästeblock und Spielfeld drang, um das Banner „zur Verhinderung weiterer Straftaten“ sicherzustellen, wie die Polizei in einer Stellungnahme mitteilte, geriet die Situation aus dem Ruder.


Durch das Betreten des Gästeblocks und einer „Beschlagnahmung von Zaunfahnen, dem Wichtigsten jedes Fanklubs“, sei eine „Gewalteskalation“ herbeigeführt worden, hieß es am Sonntag von der Fanhilfe Dortmund, einer Initiative von Rechtsanwälten, die Fußballfans an Spieltagen juristische Unterstützung anbietet. Die Sichtweise von ihr und der Fanhilfe Hertha BSC: Der Polizeieinsatz sei „sinnlos“ gewesen. In einer Mitteilung des Berliner Fanbündnisses „Förderkreis Ostkurve“ hieß es, die Eskalation sei bewusst gesucht worden. „Sämtliches Handeln der Polizeikräfte vor dem Gästeblock war kopflos und auf Angriff gerichtet.“


Denn anschließend eskalierte die Situation. Gut 100 Gästefans attackierten die Polizisten mit Faustschlägen und Tritten, schlugen mit abgebrochenen Fahnenstangen auf sie ein und bewarfen sie mit einer brennenden Pyrofackel. Die Sichtweise der Fanhilfe: Die Polizei habe „mit Pfefferspray und Schlagstock auf einen Schlag für mehr Verletzte gesorgt, als im Westfalenstadion vermutlich jemals durch Pyrotechnik verursacht wurden“.


Die Frage stellt sich: Hätte die Eskalation verhindert werden können? Nach Informationen dieser Zeitung kam der Einsatzbefehl von Polizeidirektor Edzard Freyhoff, der eigentlich weiß, wie es um die sensible Gemütslage der Ultras steht. Warum die Einsatzkräfte trotzdem in den Block gingen, dazu war gestern keine Stellungnahme der Polizei zu bekommen.


„Gewaltszenen gegenüber der Polizei“ seien „nicht hinnehmbar“, hieß es am Sonnabend nach dem Spiel von der Dortmunder Polizei, die ankündigte, „alles zu unternehmen, um die Verantwortlichen zu identifizieren“. Doch wäre dies nicht auch ohne das Einschreiten der Einsatzkräfte möglich gewesen? Gästefans werden ohnehin polizeilich per Video beobachtet, um anschließend gegen Straftäter vorzugehen.


Am Ende der Auseinandersetzungen, die in der zweiten Halbzeit unter der Tribüne weitergingen und bei denen Toiletten zerstört wurden, wurden laut Dortmunder Polizei 45 Personen verletzt, 35 davon durch Pfeffersprayeinsatz. Weitere zehn Personen sollen durch die Gase der Pyrotechnik verletzt worden sein. Beobachter erklärten gegenüber dieser Zeitung, dass sich im Gästeblock keine Fans aufgrund des Abbrennens von Pyrotechnik behandeln ließen.


Eindeutig war die Lage am Sonnabend nicht. Hertha-Manager Michael Preetz bezeichnete die Vorkommnisse als das, was sie waren: „eine Katastrophe“ und „eine ganz bittere Stunde für den Fußball und für Hertha BSC“. Man werde „auch die Gründe für den Polizeieinsatz mit den Ordnungskräften“ analysieren. Das kündigte auch die Polizei an, die eine Ermittlungskommission einsetzen werde. Auch die Fanhilfe kündigte an, man werde „den Polizeieinsatz in allen Einzelheiten durchleuchten und möglicherweise strafbares Verhalten dokumentieren“. Der BVB und Hertha spielten unentschieden, abseits davon gab es nur Verlierer.

Wodurch unterscheiden sich diese Affen von den zurecht gescholtenen Hooligans????
 
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