Frauen-Nationalmannschaft

Das ist ein interessanter Artikel, auch wenn ich nicht alle Thesen teile.

Die Aussage "Kaum jemand interessiert sich für das Spiel, aber jeder für das Event" kann ich so nicht bestätigen.

Die Frauenfußball-WM wird genauso vermarktet wie nahezu jede andere WM in Deutschland auch (z. B. Handball, Feldhockey, Springreiten in 2007).

Nach Abschluss der Turniere wurden/werden alle Sportarten wieder auf ihrem angestammten Status landen. So what ??

Dazu ist es auch nicht so schön, als Spielerin nach der WM in der Bundesliga vor 1000 Besuchern zu spielen, anstatt wie bei momentan bis zu 75000
 
Ich verstehe wirklich nicht, warum die Spiele nicht von Männern gepfiffen werden, wenn es nicht ausreichend Schiedsrichterinnen mit WM-Niveau gibt. Die Südkoreanerin im Spiel Deutschland-Nigeria war doch auch schon eine Katastrophe.

EDIT: Claudia Neumann ist aber besser als ich erwartet hatte - ich kannte sie ja, wie vermutlich alle, nur von BuLi-Zusammenfassungen aus dem Aktuellen Sportstudio. Mehr zu ihr:

http://frauenfussball.zdf.de/ZDFsport/inhalt/23/0,5676,8244343,00.html

Die FIFA nimmt Frauen-Fußball nicht richtig ernst & wahrscheinlich sind die Oberen Herrn dort zu geizig und/oder erzkatholisch ...
 
Der Frauenfußball kann durch diese WM nur verlieren. Ein riesen Hype im Vorfeld, dem überhaupt niemand gerecht werden konnte. Gezeigt wird natürlich mal wieder "Fußball" der als solcher kaum noch zu bezeichnen ist, auf unterstem Niveau.

Der einzige Reiz geht noch von peinlichen Slapstick-Einlagen seitens Spieler- und Schiedsrichterinnen aus.

Eine WM die eigentlich nichtmal eine Fernsehübertragung wert ist. Das anscheinend trotzdem noch soviele zuschauen funktioniert wohl nur im fußballverrückten Deutschland und durch den WM-Rahmen. Eine Zusammenfassung der kuriosesten Ereignisse würde allerdings auch vollkommen genügen.

Das der "Trend Frauenfußball" weltweit nach unten geht sieht man schon allein in der USA ( 5 Profi-Frauenfußballvereine sind pleite ). Nur in Deutschland will man das nicht merken ( man ist ja so oft Weltmeister )
das wird dann halt für Andere auch irgendwann langweilig ...
 
Die FIFA hat sich für die Schiedsrichterin entschuldigt - doch das alleine reicht nicht. Es zeigt - wie auch schon bei der Herren-WM 2010 - daß es ein grober Fehler ist, die Schiedsrichter/innen proportional nach den Kontinentalverbänden zu nominieren, und nicht nach Leistung!

Auch einen "falschen Frauenemanzipationsgedanken" scheint die FIFA zu haben. Warum fragt man nicht die Frauenfußballerinen, Trainer usw. selbst dazu betr. fähige Schiedsrichter ?
Der Grundgedanke des Sports muß & soll Fairness sein & hier hat die FIFA völlig versagt.
 
Hier ein sehr gelungenes Essay zur Eventisierung der Frauen - WM vom Berliner Tagesspiegel aus der heutigen Sonntagsausgabe.

Ich finde darin das ganze genau auf den Punkt gebracht.

Ich weiß jetzt nicht was an dem Artikel so besonders sein soll, denn im Grunde sagt er mir nur eins was ich schon lange weiß es ist "Der Wahnsinn mit immer mehr Geld den Sport kaputtmachen zu wollen"
 
Der Absatz gefällt mir am Besten:
"Die Frauen verweisen gern darauf, dass sie sich nicht mit den Männern vergleichen lassen wollen und vielmehr eine andere Sportart betreiben, sie hat sogar einen eigenen Namen, Frauenfußball. Das ist schon ein bemerkenswertes Alleinstellungsmerkmal. Niemand spricht von Frauenleichtathletik oder Frauenvolleyball. Aber auch im Frauenfußball beträgt die Spielzeit zweimal 45 Minuten, der Strafraum wird von weißen Kreidelinien markiert und am Ende gewinnt die Mannschaft, die mehr Tore geschossen hat als der Gegner. Natürlich spielen Frauen das gleiche Spiel wie die Männer, sie spielen es nur nicht so schnell, nicht so körperbetont, technisch nicht so anspruchsvoll, kurzum: Sie spielen nicht so gut."

Diese Argumente, dass das eine andere Sportart sei, finde ich schon die ganze Zeit extrem dämlich..
 
Es geht doch auch in erster Linie darum, dass sich die teilnehmenden Nationen /Kontinente angemessen vertreten fühlen und sie somit die FIFA/Schiedsrichter als neutrale Organe anerkennnen. Wenn das alles nur aus Europa kommt, wo soll denn da bitteschön die scheinbare Neutralität sein?

Sicherlich richtig, nur dann sollte die FIFA auch erwarten können, daß die Referees in den Kontinentalverbänden auch so gut ausgebildet werden, daß sie internationalen Ansprüchen genügen. Man sieht ja bei Weltmeisterschaften immer wieder aufs neue, daß die Leistungunterschiede bei den Unparteiischen deutlich größer sind als bei den teilnehmenden Mannschaften, und das kann ja auch nicht Sinne des Fair Play sein.

Aber bei den Seilschaften, die bei der FIFA herrschen, wird das wohl Utopie bleiben, denn wenn man einem oder mehrere Kontinentalverbände dahingehend unter Druck setzt, verprellt man ja potentielle Stimmen für die nächste anstehende Postenwahl...
 
Sicherlich richtig, nur dann sollte die FIFA auch erwarten können, daß die Referees in den Kontinentalverbänden auch so gut ausgebildet werden, daß sie internationalen Ansprüchen genügen. Man sieht ja bei Weltmeisterschaften immer wieder aufs neue, daß die Leistungunterschiede bei den Unparteiischen deutlich größer sind als bei den teilnehmenden Mannschaften, und das kann ja auch nicht Sinne des Fair Play sein.

Aber bei den Seilschaften, die bei der FIFA herrschen, wird das wohl Utopie bleiben, denn wenn man einem oder mehrere Kontinentalverbände dahingehend unter Druck setzt, verprellt man ja potentielle Stimmen für die nächste anstehende Postenwahl...

Die FIFA bildet die Schiris doch auch aus. Findet nicht vor jedem Turnier so eine Weiterbildung bzw Instruktion der Schiris statt?

Eine andere Sache, die mich stört, ist, dass man immer nur die FIFA kritisiert und nicht der eigene nationale Verband, der eigentlich auf die FIFA Druck ausüben könnte, um auf Missstände hinzuweisen (ist aber jetzt off-topic)
 
Die FIFA bildet die Schiris doch auch aus.

Eben, und deswegen habe ich ja auch geschrieben, daß die FIFA erwarten sollte, daß die Schiris entsprechend ausgebildet werden.



Eine andere Sache, die mich stört, ist, dass man immer nur die FIFA kritisiert und nicht der eigene nationale Verband, der eigentlich auf die FIFA Druck ausüben könnte, um auf Missstände hinzuweisen (ist aber jetzt off-topic)

Korrekt, und daß gerade der DFB als weltgrößter nationaler Verband dazu schweigt, ist eine Blamage. Aber auch hier zählt "Fresse halten, damit man Stimmen bekommt".
 
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