In meinen Augen finde ich solche Ansichten undifferenziert und sehr bedenklich...
Gerade in Zeiten, wo ein Skripnik sich da größte Mühe gibt, die Spieler an der Ehre für unseren Verein zu packen.
Wenn man selbst unsere guten Spielern quasi ausschließlich als "Ware" betrachtet (und nicht viel anderes kann man dem vorhergehenden Artikel entnehmen

) und ihnen von vornherein schon das Herz für Werder abspricht und es nur noch um Mehrwert geht...
...dann sollte man doch am besten bei irgendeiner Fondsgesellschaft mitfiebern.
Ich denke, ich bin da ebenso Realist.
Nur, das muss man meines Erachtens doch differenzierter sehen.
Da wird hier doch ein Spieler quasi als "seelenlos" angesehen, dem es nur noch um seine eigene Kohle geht.
Aber meines Erachtens kann der Spieler trotzdessen an unserem Verein hängen, auch wenn für ihn seine Karriere enorm wichtig ist.
Ich denke, wenn ein di Santo bei uns groß herauskommt - sicher, da spielt seine Karriere auch eine Rolle. Aber ich denke, er wird darüberhinaus unseren Verein nicht "vergessen".
Vielleicht später gerne mal in unser Stadion zurückkehren, sich Spiele von uns anschauen (Micoud etc.), sich mit unseren Leuten über die "gute alte Zeit" unterhalten usw.
Ein Frings ist doch damals auch zum BVB und sogar zu den Bayern gewechselt. Ist hier aber zu recht eine Ikone und hängt an unserem Verein (und a bissl noch an der Alemania aus Aachen

). Das dürfte wohl unbestritten sein?
Piza ist ganz gewiss auch wegen der Kohle und seiner Karriere ("International spielen" etc.) zu den Bayern gewechselt.
Deswegen aber ist Piza immer noch für unsere Fans ein großer Sympathieträger - andererseits kehrt Piza hier immer wieder gerne zurück, er wird sich immer positiv an unseren Verein erinnern.
Und wir haben in ihm auch in der Öffentlichkeit gewiss einen Fürsprecher, der positiv über uns und unseren Verein denkt.
Quasi ein kleiner "Botschafter" für Werder und auch für die gute Arbeit, die hier mal in unserem verein geleistet wurde.
Gewiss gibt es doch auch Spieler, die nahezu 90%+ nur an ihre Karriere denken.
Aber lassen wir doch unsere Guten, unsere Leistungsträger mit unserem Verein wachsen. Dann wird sich bei vielen schon das Werder-Herz entwickeln und mit ihm die Identifikation mit unserem Verein und: Die Identifikation unsere Fans mit unseren Spielern.
Wenn dem nicht so wäre, könnte man doch so Abschiedsspiele, wie das von Ailton in die Tonne kippen.
Er war auch bei Schalke, HSV und etlichen anderen Vereinen. Kohle, Kohle, Kohle, jaja...Nur sein Herz und seine Wurzeln liegen wohl hier im Weserstadion - nirgendwo anders.
Warum sollte es bei di Santo nicht auch mal so laufen??
Geben wir ihm doch die Chance.

:applaus:

:applaus:
Meine persönliche Ansicht von dem Ganzen... :cool: