Die Ursachen hierfür sind vielschichtig und somit individuell unterschiedlich. Ich habe jedoch sehr oft den Eindruck, dass viele junge Spieler die fatale Einstellung haben, dass ihr Talent ausreicht, um ein (sehr) guter Fußballspieler zu werden - ggf. auch dadurch gefördert, dass sie zu oft hören/lesen, wie toll sie doch sind.
Ein exemplarisches Beispiel dafür aus der Vergangenheit ist Marco Reich. In jungen Jahren wurde ihm ein größeres Talent als dem ca. 1 Jahr älteren Michael Ballack nachgesagt, mit dem Reich zusammen beim 1.FC Kaiserslautern spielte. Doch während für den mit viel Ehrgeiz und Biss agierenden Ballack die Meistersaison 97/98 der Auftakt einer sehr erfolgreichen Karriere war, ließ Reich - der 97/98 bereits als Stammspieler fungierte - solche Tugenden zu oft vermissen, so dass seine Karriere um die Jahrtausendwende einen Knick nach unten machte und er zu wenig dafür Tat, um die Kurve zu kriegen. So erinnere ich mich zB an ein Werder-Testspiel gegen den finnischen Club FC Jokerit im Sommer 2003?) , der seinerzeit vom Ex-Werderaner Pasi Rautianen trainiert wurde: Reich war unter TS nicht immer erste Wahl, so dass er gegen Jokerit eine Chance bekam. Doch statt diese Chance zu nutzen, zeigte Reich wieder seinen Schlendrian, so dass er bei TS endgültig unten durch war. Ole Käuper erscheint mir aus einem ähnlichem Holz geschnitzt zu sein.
Beide Protagonisten NSch und OK waren schon in der Jugend nicht einfach.






