Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Lucien Favre ist z.B. einer dieser Trainer, die nicht um das eigene Ego (bzw. der Abfindung?) willens auf ihren Stuhl kleben bleiben, sondern die (perspektivischen) Interessen des Clubs vorrangig vor den eigenen sehen.

Wenn du jetzt Jürgen Klopp genannt hättest, ok. Aber ausgerechnet Favre. Lucien Favre, der von seinem Klub auf Knien angebettelt wird NICHT das Handtuch zu werfen weil sie überhaupt keinen Plan B haben, diesem Favre geht es um den Klub? Ich bitte dich, was kommt als nächstes, Uli Hoeneß geht es immer nur um das Wohl der Bundesliga?
 
Wenn du jetzt Jürgen Klopp genannt hättest, ok. Aber ausgerechnet Favre. Lucien Favre, der von seinem Klub auf Knien angebettelt wird NICHT das Handtuch zu werfen weil sie überhaupt keinen Plan B haben, diesem Favre geht es um den Klub? Ich bitte dich, was kommt als nächstes, Uli Hoeneß geht es immer nur um das Wohl der Bundesliga?
Wollte eigentlich nicht mehr antworten weil du meine Beiträge ja anscheinend nicht gehaltvoll empfindest ,aber du widersprichst dir mMn in deinem Beitrag selber, denn was kann Favre dafür ,wenn der Club keine Alternative vorweisen kann, und er aus Verbundenheit beim Club aus Mangel an Alternativen bleibt ,um dem Verein das Gesicht zu wahren?
Weiß nicht warum das gegen die Einschätzung eines Lucien Favre sprechen sollte ,wenn der aktuelle Verein diesbezüglich Fehler macht.
Das spricht im Umkehrschluss eher für den Charakter Favres aber nicht gegen seine Konsequenz.
 
Wollte eigentlich nicht mehr antworten weil du meine Beiträge ja anscheinend nicht gehaltvoll empfindest ,aber du widersprichst dir mMn in deinem Beitrag selber, denn was kann Favre dafür ,wenn der Club keine Alternative vorweisen kann, und er aus Verbundenheit beim Club aus Mangel an Alternativen bleibt ,um dem Verein das Gesicht zu wahren?
Weiß nicht warum das gegen die Einschätzung eines Lucien Favre sprechen sollte ,wenn der aktuelle Verein diesbezüglich Fehler macht.
Das spricht im Umkehrschluss eher für den Charakter Favres aber nicht gegen seine Konsequenz.

Favre geht es bei seinen "Engagements" jeweils immer mehr um das "Projekt" bzw. die jeweilige Aufgabe die es zu lösen gilt, weniger geht es ihm um "Vereine" oder "Verbundenheit". In dieser Beziehung kommt er mir ein wenig vor wie ein Rätsel-Junkie, der sich jede Woche ein neues Heftchen kaufen muss weil er immer was zum lösen braucht. Ist die Aufgabe dann gelöst und Dinge schleifen sich ein, dann fängt Favre sich scheinbar an zu langweilen. Der Reiz ist dann weg
 
Ist die Aufgabe dann gelöst und Dinge schleifen sich ein, dann fängt Favre sich scheinbar an zu langweilen. Der Reiz ist dann weg

Ja, oder wenn ihn das Rätsel überfordert, dann schmeißt er es frustriert in die Ecke und kauft sich ein neues Heft. Wenn Favre auch nur ein Jota um Gladbach gegeben hätte, dann wäre er dem Wunsch des Vereines nach einem geregelten Übergang gefolgt. Aber um den Verein ging es da nicht, nur um Favres Ego. Gib ihm noch 2~3 Niederlagen bei Dortmund und dann siehst du wie sehr ihm am BVB gelegen ist ;)

Nur in einem einzigen Punkt hat unser Mod recht: Um Geld scheint es ihm wirklich nicht zu gehen.
 
Die Gladbach-Fans in meinem Umfeld sind nicht gut auf ihn zu sprechen. Er hat den Ruf, bei der ersten ernsthaften Stagnation das Handtuch zu werfen, sei es, weil die Aufgabe für ihn keinen Reiz mehr ausübt (weiter nach oben geht nicht) oder er keinen Erfolg sieht (Mannschaft zu schlecht).
Man wird sehen, wie es in Dortmund weiter geht. Es bleibt spannend.
 
Die Gladbach-Fans in meinem Umfeld sind nicht gut auf ihn zu sprechen. Er hat den Ruf, bei der ersten ernsthaften Stagnation das Handtuch zu werfen, sei es, weil die Aufgabe für ihn keinen Reiz mehr ausübt (weiter nach oben geht nicht) oder er keinen Erfolg sieht (Mannschaft zu schlecht).
Man wird sehen, wie es in Dortmund weiter geht. Es bleibt spannend.
Die offensichtliche Herangehensweise von Favre ist vielleicht so ,nur werden die von ihm angedachten Neuverpflichtungen oder Umstrukturierungen auch umgesetzt ?
Ich halte nach wie vor viel von ihm ,und er hat damals in Gladbach so viel ich weiß, auch nicht direkt das Handtuch geworfen ,sondern ist mit dieser Mannschaft mit Erfolg in die Relegation gegangen .
 
Die offensichtliche Herangehensweise von Favre ist vielleicht so ,nur werden die von ihm angedachten Neuverpflichtungen oder Umstrukturierungen auch umgesetzt ?
Ich halte nach wie vor viel von ihm ,und er hat damals in Gladbach so viel ich weiß, auch nicht direkt das Handtuch geworfen ,sondern ist mit dieser Mannschaft mit Erfolg in die Relegation gegangen .
Ich habe Favre's Schaffen nicht wirklich verfolgt, ich gebe nur das wieder, was die Fans von sich geben. Wie so oft, kann auch hier nur spekuliert werden.
 
Wenn du jetzt Jürgen Klopp genannt hättest, ok. Aber ausgerechnet Favre. Lucien Favre, der von seinem Klub auf Knien angebettelt wird NICHT das Handtuch zu werfen weil sie überhaupt keinen Plan B haben, diesem Favre geht es um den Klub? Ich bitte dich, was kommt als nächstes, Uli Hoeneß geht es immer nur um das Wohl der Bundesliga?

Auch wenn das OT jetzt voluminös wird:

Es steht/stand den Clubs selbstverständlich zu, dahingehend eine andere Meinung gehabt zu haben, sprich noch eine gemeinsame Zukunftsperspektive zu sehen. Aber impliziert das auch den Automatismus, daß die Club-Ansicht - losgelöst davon ob der Coach von sich aus gehen will oder unter öffentlichem Druck steht - mit einem Trainer weiterarbeiten zu können, die einzig richtige ist? Wohl kaum. Und für diese Erkenntnis brauchst du ausnahmsweise mal nicht über den grün-weißen Tellerrand zu blicken, denn in diesem Jahrzehnt waren die hiesigen Cluboberen wiederholt auch der irrigen Annahme verfallen, über die bestmöglichen Trainer für Werder Bremen zu verfügen, obwohl diese hier keine Perspektive für eine gemeinsame bessere Zukunft mehr boten.

Die Rücktritte von Favre und Klopp lassen sich nur bedingt vergleichen, weil die Voraussetzungen teilweise andere waren: Favre startete als Vorjahresdirtter mit 5 Niederlagen am Stück in die Saison 15/16. Wir wissen aus eigener Erfahrung (zumindest sollten wir es), wie sich auch einem solchen Fehlstart ein Negativlauf für eine ganze Saison entwickeln kann und mir ist spontan kein Fall bekannt, daß ein Club nach einem solch desolaten Fehlstand mit dem selben Coach noch seine ursprünglichen Saisonziele erreichte. Daher war der Zeitraum des Favre-Rücktritts, um schlimmeres zu verhindern, zumindest im Grundsatz nicht verkehrt. Klopps legte als Vizemeister in 14/15 eine desolate Hinrunde hin, jedoch nahm nach einem durchwachsen Start (2-1-2) der Negativlauf erst ab dem 6. Spieltag so richtig seinen Anfang (2-2-8); dieser sah anders als Favre jedoch noch eine Perspektive zumindest noch den Klassenerhalt zu schaffen und als dieser sich andeutete, kündigte Klopp seinen Rücktritt zum Saisonende an, was im Grundsatz ebenso wenig verkehrt war. Dadurch hatte der BVB im Gegensatz zum BMG natürlich mehr für die Umsetzung eines Plan B. Doch woher nimmst du bei deiner Favre-Geisselung die Gewissheit, daß in der Schublade der Fohlen-GF kein Plan B vorhanden war? Selbst wenn deine Vermutung den Tatsachen entsprechen sollte, dann wäre in einem solchen Fall sehr naiv von Eberl & Co. gewesen, keinen Plan B zu haben - nur mal so nebenbei bemerkt: wenn ein Coach auf der Abschußliste eines Clubs steht, wird der Club für seinen Plan B an den Pranger gestellt, weil er es gewagt hat, trotz einen laufenden Vertrags schon mit anderen Trainern zu verhandeln... - denn u.a. hier ist zu lesen, daß der Favre-Rücktritt für die Fohlen-Verantwortlichen keine große Überraschung sein konnte:
Ein interessanter Punkt, den Eberl beiläufig erwähnte: Schon häufiger sei Favre in der Vergangenheit bei der Klubführung vorstellig geworden und wollte sein Amt abgeben. "Es gab Momente in der Vergangenheit, als wir diese Thematik das ein oder andere Mal so besprochen hatten", sagte Eberl, mit dem Zusatz: "Wir haben diese Situationen bis zum gestrigen Tag immer wieder lösen können." Dieses Mal ließ sich Favre nicht überreden.
 
Der Unterschied zwischen Favre und Klopp ist vor allem mal, daß Klopp seinen Verein nicht von heute auf morgen in Stich gelassen hat. Weil ihm persönlich etwas an Dortmund lag und liegt.

Klopp zeigt zumindest seine Emotionen (positiv wie negativ) deutlicher als Favre, der im Vergleich dazu doch sehr unterkühlt wirkt, von daher ist die äußere und wahrscheinlich auch innere Verbundenheit bei Klopp deutlich höher als Favre. Dennoch: wenn eine Seite der Ansicht ist bzw. generell die Sachlage auch im an Emotionen reichen Millionen-Business dafür spricht, daß eine unbequeme Entscheidung kurzfristig vollzogen werden muß, darf dies nicht allein an der gegenseitigen Verbundenheit scheitern bzw. deswegen hinausgezögert werden. Denn wohin ein solches Festhalten um der Verbundenheit willen führen kann, haben wir z.B. bei TS und VS gesehen, damit tun sich weder Club noch Trainer einen Gefallen.
 

Wer sagt denn das man bleiben soll, weil man sich so lieb hat? Wenn nicht das eigene Ego im Vordergrund steht bzw. man dieses zurückstellen kann, dann geht es einzig um das Wohl des Vereins. Und wenn dieser kollektiv der Meinung ist, daß ein Ende von heute auf morgen keine besonders gute Idee ist, dann sollte man das respektieren. Wenn man glaubt es besser zu wissen oder es einem egal ist, steht man wieder beim Ego. Erinnere dich an den Dicken und was für ein Erdbeben das bei uns ausgelöst hat. Wären wir damals in der Rückrunde genau so abgestürzt ohne das Chaos das er in den Verein gebracht hat? War es Koinzidenz? Post hoc ergo propter hoc? Oder Kausalität? Wir wissen es nicht, weil die Priorität bei Geld und der eigenen Karriere lag. Klopp ist nicht direkt gegangen, er hat den Verein nicht in die Notlage gebracht irgendeinen Nachfolger ad hoc finden zu müssen. Kurzum, ich halte Favre -wie du schon merkst- nicht für einen Klopp sondern für einen Perfektionisten der das Handtuch wirft wenn es nicht perfekt (für ihn) läuft.
 
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Allofs und Schaaf haben uns damals in die Scheisse gerittten, bitte nicht vergessen, nur weil Schaaf wieder hier ist und Allofs wech!

Was mich betrifft verändert die Anwesenheit von Schaaf nicht mein Bild von ihm, damals wie heute. Viele, auch ich, sind der Meinung Schaaf sei zu spät gegangen (auch wenn es zu dem Zeitpunkt als er dann gegangen wurde wesentlich weniger notwendig war als noch zwei Jahre zuvor). Aber eines hat Schaaf nicht gemacht, er hat uns nicht zu seinem persönlichen Vorteil mitten in der Saison sitzen lassen. Ich respektiere Klaus Allofs für alle Erfolge die er dem glorreichen SV Werder mit verschafft hat. Aber das er uns mitten in einer von ihm mitverschuldeten Krise (und damit meine ich nicht mal die sportliche sondern die finanzielle Situation um die Allofs schon damals wusste da er sie maßgeblich steuert) einfach sitzen lässt um mehr Geld zu verdienen, kann ich ihm auf menschlicher Ebene bis heute nicht verzeihen. Ich erinnere mich noch heute an die konsternierten Antworten von Thomas Schaaf auf die Fragen ob er eingeweiht war und offen gesagt kann ich mich nicht daran erinnern, Schaaf und Allofs danach jemals wieder bei einem gemeinsamen Auftritt gesehen zu haben. Und genau in dieser Phase kam der Knick nach unten in den Ergebnissen. Allofs hat sich verp....und uns den Sanierer eingebrockt, obendrein noch Robin 'mogn mogn' Dutt. Also bei meiner persönlichen Beurteilung wer von den beiden die größere Schuld an dem Absturz trägt schlägt das Pendel sehr weit in eine Richtung aus...
 
Glaube das Allofs sich auch verp...t hat weil er wusste das er in einem absehbaren Zeitraum derjenige sein muss der Schaaf den Laufpass gibt ...
 
ich glaube eher das Allofs sich verp....t hat weil er es irgendwann SATT hatte bei sportlich wichtigen Transfers dem Geld/den finanzstärkeren Vereinen hinterher zu winken! er war einfach müde. er wollte auch mal auf der vermeintlichen "Sonnenseite" stehen und das Geld haben Transfers zu tätigen die bei Werder nicht möglich gewesen wären. Das das dann jedoch ein anderes arbeiten ist als in der familiären "Wohlfühloase" Werder Bremen und dieses neue arbeiten "etwas mit ihm macht" hat selbst KA mMn etwas unterschätzt ...
 
Das ist nachvollziehbar, klar, sehe ich auch ähnlich.
Das Problem bei Schaaf war mMn, dass er zu sehr an dem Verein hing um den Weg frei zu machen, den ihm sicherlich auch Allofs mit eingebrockt hat, es ging einfach nicht mehr mit ihm, vielleicht war er da einfach auch zu "betriebsblind" um das selbst zu sehen.
Da fehlte dann auch sicher das Regulativ, vor Eichin, das ihm dann klipp und klar gesagt hätte, dass es mit ihm nicht mehr weitergeht bei Werder.
 
ich glaube eher das Allofs sich verp....t hat weil er es irgendwann SATT hatte bei sportlich wichtigen Transfers dem Geld/den finanzstärkeren Vereinen hinterher zu winken!

Der hat den Scherbenhaufen gesehen den er selbst angerichtet hat, dann denkt er über seinen zu dem Zeitpunkt trotz allem noch sehr guten Ruf nach, dann kommt das fette Angebot von den Wölfen, er überlegt sich das er so ein Angebot vermutlich nie wieder bekommt wenn er mit Werder vor die Wand knallt und verlässt als Kapitän als erster das sinkende Schiff. Am Saisonende, ok, da hätten wohl die meisten verstanden wenn er nach einem geregelten Übergang zu neuen Ufern aufbricht. Aber so....:kotz:
 

Naja, wenn du dir anguckst wo Werder zwei Jahre vorher stand (taktisch-spielerisch) und wo sie in seiner letzten Saison standen, dann ist die zitierte Aussage mMn. nicht haltbar. Aber dazu hat jeder seine Meinung und diese auch schon mehrfach (hier) kund getan, inklusive meiner Wenigkeit. So oder so, kein Trainer vor Kohfeldt war ein Fortschritt zu Schaaf. Im Gegenteil. Aber nun ist's halt FK und das hoffentlich noch für ein paar Jahre.
 
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