Felix Magath (Vereinslos)

Im Podcast der medialen Rohstoffverschwendung mit den vier großen Buchstaben aus dem Hause Springer sagt Magath ganz aktuell: "Was ich mir hätte sparen können, war Bremen."

Ich möchte ihm da nicht widersprechen. Das Engagement seinerzeit hätte er sich - und mir - (er)sparen können.

"Die wollen noch familiär, lieb und alle zusammen sein. Ich sage: Ich bin ein Profi. Bei mir geht es nur um den Erfolg - egal wie.", heißt es da weiter.

Mag sein, dass man es hier vorzieht, familiär und lieb zu sein. Anderswo zieht man es eben vor, aufgrund des immer wieder geäußerten unbedingten Erfolgsdrucks und -zwangs mittelfristig dafür zu sorgen, beispielsweise aus einem sympathischen jungen Schalker Torwart, der bei der Verkündung seines Wechsels in den Süden geweint hat, Jahre später einen Torwart zu machen, der heute sogar dann reflexartig Abseits reklamiert, wenn das Gegentor durch einen Elfmeter gefallen ist oder sich beim Stand von 5:0 für sein Team aufregt, als hätte er gerade das WM-Finale vergeigt, nur weil er sich kurz vor Schluss doch noch das einzige Tor des Abends fängt oder aus einem jungen, humorvollen Stürmer jemanden zu machen, der sich im Interview nach einer Niederlage gegenüber der Reporterin echauffiert, man würde ihn auslachen. Da ist mir familiär und lieb dann doch lieber ...

Hat halt jeder so seinen Ansatz, der Medizinball-Ansatz des Herrn Magath wäre meiner nicht ...
 
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