FC St. Pauli

Konnte mir beim Lesen der BamS heute (nein, nicht meine) das Grinsen nicht verkneifen: Der einzige Bundesliga-Verein, in dem nur Spieler mit deutschem Pass spielen, ist ausgerechnet der FC St.Pauli.
Na dann auf zum Kiez, liebe "Patrioten" ;) ...
 
Die Frage ist doch nicht, woher die Spieler kommen, sondern wen das interessiert (dass die Bild das tut, war klar). Und nirgendwo anders ist die Herkunft egaler - auch ein Grund, weswegen ich Pauli so mag.
 
FC St. Pauli? Is das nich dieses Modelabel mit dem Totenkopf?

Dafür das im Logo steht "Non - Established since 1910" ist der Verein entgegen der Behauptungen schon ziemlich "Komerz". Überall gibts irgendwelche braunen, schwarzen, weiße, rote und was weiß ich alles noch T-Shirts, Pullis usw. zu kaufen...

Woran das liegt? Pauli hat das Recht auf das Logo und den Namen an 2004 ne Firma verkauft. Bis 2034. Deshalb ham die jetz´n paar Probleme die selbst zu verwenden und deshalb das.

Is zwar schon etwas länger her alles jetz, aber habs irgendwie nie geposted weil ich dafür wahrscheinlich eh notgeschlachtet werde. Will damit keine Hetzerei oder so anzetteln, nur wollt ich vll mal´n paar Augen zu öffnen.

Sehr gutes Textzitat wie ich finde vom Gründer der gleichnamigen Gruppe im SchülerVz.
Wenn der Littmann den Verein vom Hafenrand endlich zugrunde gerichtet hat, dann bleibt wenigstens noch ein florierendes Modegeschäft übrig, damit der szenige Schanzenviertel-Latte-Macchiato-Yuppie für jede Gelegenheit den richtigen Totenkopf-Fummel im Schrank hat. Aber bitte immer schön Anti-Kommerz, fernab des Mainstream und vor allem "non established".
Oder anders ausgedrückt: Wenn man sonst nichts vorzuweisen hat, dann erklärt man sich eben zum "Kultverein".

Ich lege Wert darauf, dass diese Gruppe nicht als plumpe Anti-FC St.Pauli-Gruppe verstanden wird. Da gibt es ja sicherlich auch schon genug andere. Denn auch wenn ich zugegebenermaßen eine gesunde Abneigung gegen diesen "Fußballverein" hege, kann ich echte St.Pauli-Fans durchaus akzeptieren.
NICHT akzeptieren kann ich allerdings zwei leider weit verbreitete Spezies:

1. Der eingangs bereits erwähnte "Schanzenviertel-Latte-Macchiato-Yuppie"
Er hat an Fußball etwa so viel Interesse, wie ein Vegetarier an einem blutigen T-Bone-Steak. Trotzdem ist er immer in mehr oder weniger dezenter Totenkopf-Klamotte unterwegs. Er braucht morgens im Bad eine gute Stunde, um so auszusehen, als mache er sich nichts aus seinem Äußeren. Wenn er sich doch mal ins Stadion verirrt, dann nur in Begleitung von ein paar geleckten Würstchen aus seiner Werbeagentur, denen er jetzt mal "seine Welt" zeigt und erzählt, dass Fußball an sich ja nur etwas für Proleten sei, bei Pauli ja aber alles ganz anders ist. Denn hier ist alles Kult. Wirklich alles.
Interessanterweise hat der FC St.Pauli diese Spezies deutschlandweit nahezu exklusiv.

2. Der "St.Pauli-Besser-Fan"
Obwohl überhaupt kein sportlicher Erfolg nachzuweisen ist, besticht diese Spezies durch ein erstaunliches Maß an Arroganz. Der St.Pauli-Besser-Fan beansprucht für sich eine Sonderstellung, deren Berechtigung er gottgegebenen Umständen zuschreibt: Der FC St.Pauli ist Kult, das Millerntor-Stadion sowieso. Die Fans sind die kreativsten und friedlichsten und deren Stimmung unvergleichlich. Und überhaupt ist bei Pauli alles Kult, Kult und nochmal Kult. Genaue Belege für diese Thesen bleibt er allerdings schuldig. Kritischen Einwänden gegen diese Axiome seiner St.Pauli'schen Fußballwelt begegnet er überwiegend mit der Fascho-Keule. Denn jeder, der seine Rolle als politisch korrekten Gutmenschen in Frage stellt, muss per Definition ein Nazi sein.

Ich nehme an, dass kein Fußballverein einer gehobenen deutschen Liga völlig frei von diesen Zeitgenossen ist. Aber obwohl mir diesbezüglich keine repräsentativen Erhebungen bekannt sind, behaupte ich, dass beim FC St.Pauli der prozentuale Anteil dieser Individuen um Welten höher ist, als bei jedem anderen Verein Deutschlands.

Wenn Du das ähnlich siehst, dann bist Du in dieser Gruppe herzlich willkommen.

von Björn R.
 
Ich glaube nicht, daß im Zusammenhang mit St. Pauli nur über Klamotten uind "Kult" gesprochen wird. Zugegeben, am Anfang hatten sie meine Sympathien, weil ihre Anhängerschaft durch die Bank weg antifaschistisch und -rassistisch eingestellt ist und mit ihrer Meinung auch nicht hinter dem Berg hält. Das gilt zwar größtenteils auch für Werder-Anhänger, aber erst am letzten Spieltag habe ich noch wieder ein paar Hansel gesehen, die wohl mit ihrer Kombination aus Werder-Fanartikeln und Thor-Steinar-Klamotten nicht ins Stadion gelassen wurden.
Aber letztlich geht es ja immer noch um Fußball. Und was St.Pauli unter Trainer Stanislawski da teilweise in der 2. Liga gespielt hat, war offensiv ausgerichtetes Kombinationsspiel vom Feinsten! Wenn die Spiele im TV zu sehen waren, war ich regelmäßig sehr begeistert über das Gezeigte. Ich hoffe sehr, daß sie diesen Stil in der Bundesliga beibehalten, dann werden sie eine echte Bereicherung sein und mit dem Abstieg nicht viel zu tun haben.
 
Ich glaube nicht, daß im Zusammenhang mit St. Pauli nur über Klamotten uind "Kult" gesprochen wird.

Eben, der FC St. Pauli ist wie die anderen Clubs auch ein Fußballverein und keine für irgendwelche Selbstdarsteller und Leute, die den Begriff "Kult" wie größe Teile der in unserer heutigen Gesellschaft leider überstrapazieren (ich kann mich z.B. jedes mal vor Lachen wegschmeißen, wenn ein "ffn-Kulthit" im Radio gespielt wird, der aber schon aus den Charts wieder rausgeflogen war, bevor diese Radiostation auf Sendung ging) gegründete Plattform.
 
Die Gruppe da ist einfach nur Nonsens. Wie der Gruppengründer schon selbst einräumt, hat jeder Verein seine merkwürdigen Fans bzw. Sympathisanten. Viel lächerlicher finde ich es, wenn man irgendeinen weit hergeholten Grund für seine Antipathien erfinden muss, um sie als logisch nachvollziehbar darzustellen, anstatt einfach zu sagen: Ich mag Sankt Pauli nicht. Auf diese, nun ja, "Argumente" möchte ich auch gar nicht weiter eingehen, zumal dieser Gruppengründer ja gar nicht hier mitliest.

Auch Sankt Pauli hat die Zeichen der Zeit erkannt, so Allofs in einem Interview vor dem letzten Pokalspiel, und kann gewinnbringend wirtschaften und die Beibehaltung des Images gut unter einen Hut bringen.
Auch mit Stadionumbau und neuem Trainingsgelände bleiben die Ultras deutschlandweit und auch darüber hinaus einzigartig mit ihrer positiven Unterstützung und Kreativität. Das Image des armen Schluckers für ihren Verein haben sie nie beansprucht.
 
Die Gruppe da ist einfach nur Nonsens. Wie der Gruppengründer schon selbst einräumt, hat jeder Verein seine merkwürdigen Fans bzw. Sympathisanten. Viel lächerlicher finde ich es, wenn man irgendeinen weit hergeholten Grund für seine Antipathien erfinden muss, um sie als logisch nachvollziehbar darzustellen, anstatt einfach zu sagen: Ich mag Sankt Pauli nicht.

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Ich weiß nicht, dieselben Erfahrungen hab ich mit Pauli-Anhängern gemacht. Da ist für mich also schon ein Körnchen Wahrheit drin. Mag sein, dass es solche Leute auch bei anderen Vereinen gibt, aber Pauli bietet sich da förmlich an und hat so ganz automatisch schon mehr davon.
Außerdem stören mich bei Pauli die zwei Seiten. Die eine Seite macht super Stimmung, säuft die Biervorräte im Stadion leer, bleibt aber friedlich und feierlustig. Das ist die symphatische Seite. Die andere Seite dreht bei Anblick eines Ordners oder Polizisten durch und verursacht eine Massenschlägerei/Panik. Am Ende ist dann immer die Polizei schuld.
Hab mich beim Pokalspiel mit einem Journalisten und Fan von St.Pauli unterhalten, der das exakt genauso sah. Es ist schade, dass der Ruf von Pauli immer wieder unter diesen Deppen zu leiden hat.
 
Wenn man eine „Plattform“ finden will, um einen Verein etwas negatives anzuheften, braucht man nicht lange suchen: bei Pauli können es solche „Fans“ sein, bei den Bayern ist die Überheblichkeit, bei Schalke die Schulden, bei Werder der Habitus von Tim Wiese oder der schlechte Ruf des Ordnungsdienstes usw. usw. Und daß sog. Fans durch Krawalle oder andere Auswüchse das Image eines ganzen Clubs schaden, ist leider ein Jahrzehnte altes und wohl nie änderbares Phänomen, welches nicht auf einen Verein beschränkt ist, denn vor Dummheit schützen auch keine Vereinsfarben.
 
Wenn man eine „Plattform“ finden will, um einen Verein etwas negatives anzuheften, braucht man nicht lange suchen: bei Pauli können es solche „Fans“ sein, bei den Bayern ist die Überheblichkeit, bei Schalke die Schulden, bei Werder der Habitus von Tim Wiese oder der schlechte Ruf des Ordnungsdienstes usw. usw. Und daß sog. Fans durch Krawalle oder andere Auswüchse das Image eines ganzen Clubs schaden, ist leider ein Jahrzehnte altes und wohl nie änderbares Phänomen, welches nicht auf einen Verein beschränkt ist, denn vor Dummheit schützen auch keine Vereinsfarben.
Es ist leider ein Fakt, dass einige Vereine mehr Chaoten haben als andere. So sehr ich den FC St.Pauli mag, das kann ich nicht mit einer Fan-Brille übersehen.
Pauli hat nun einmal einen großen Anteil dieser Idioten und das kann man nun wirklich nicht leugnen.
 
Es ist leider ein Fakt, dass einige Vereine mehr Chaoten haben als andere. So sehr ich den FC St.Pauli mag, das kann ich nicht mit einer Fan-Brille übersehen.
Pauli hat nun einmal einen großen Anteil dieser Idioten und das kann man nun wirklich nicht leugnen.

Wenn ein paar Idition den Ruf eines Vereins ruinieren, dann ist es sekundär, ob es zwanzig, zweihundert oder zweitausend sind und dann kann man wiederum Haarspalterei betreiben, wie hoch der jeweilge Anteil an Anführung und Mitläufern ist etc. pp.


PS: Fakt war ein Waschmittel in den 70er Jahren.
 
Wenn ein paar Idition den Ruf eines Vereins ruinieren, dann ist es sekundär, ob es zwanzig, zweihundert oder zweitausend sind und dann kann man wiederum Haarspalterei betreiben, wie hoch der jeweilge Anteil an Anführung und Mitläufern ist etc. pp.
Es geht hier nicht um "ein paar" Idioten. ;) Leider kommt es bei Pauli-Spielen ziemlich häufig zu Ausschreitungen und der Anteil der Raufbolde ist ziemlich hoch, was ich bereits live im selben Block erleben durfte im Pokal. Die, die nicht geprügelt haben, waren sehr deutlich in der Unterzahl und verschanzten sich im unteren Bereich des Blocks(genauso wie der Urheber btw.).
Ich bin wie gesagt selbst Pauli-Symphatisant, aber diese Seite der Pauli-Fans stört mich erheblich.
Natürlich ist es dabei wichtig, wie hoch der Anteil solcher Idioten ist, denn einige wenige können dem Ruf des Vereins nicht nachhaltig schaden, denn die werden über kurz oder lang von richtigen Fans und Verantwortlichen aus dem Verkehr gezogen. Sind aber große Teile der Fans so drauf, gibt es richtige Probleme, wie es u.a. bei Pauli ist. Bei Hansa Rostock seh ich das noch ein wenig schlimmer, wobei es bei denen eher Rechte und keine Linken sind.
 
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