Da verbirgt sich für mich der Widerspruch.
"Taktisch flexibel" ist Schalke nun weiß gott nicht!
Was sich nicht zuletzt in dem Manko wiederspiegelt, ein Spiel gegen vermeintlich kleine Gegner zu gestalten bzw. zu dominieren. Die Felxibilität beschränkt sich in meinen Augen darauf, abzuwarten, auf Konter zu lauern.
Das ist absehbar und alles andere als situationsbedingte flexible Spielgestaltung.
Naja, in der jüngsten Vergangenheit mag das ja noch stimmen, nur hatte Schalke davor in Bremen nie wirklich viel mitgenommen. Nebenbei: Gegen welchen gegner hat Schalke die meißten Niederlagen in der BL kassiert...wer war das noch...:zweifeln:
Danke, dass ausgerechnet Du das schreibst, freut mich sehr.

Jedes Team ist letztlich ausrechenbar. Das, was immer wieder Werder vorgeworfen wird, nämlich mit einem stereotypen Spielsystem an jeden Gegner heranzugehen, trifft in weiten Teilen auf jedes Team zu. Nur dass Werder in der Breite hier besser aufgestellt ist, als bspw. Schalke, die von ihren spielerischen Möglichkeiten schlicht begrenzter sind.
Nichtsdestotrotz gelingt es grad den Schalkern, ihre Mittel sehr effektiv einzusetzen. Aber als "taktische Flexibilität" oder eine "jeglicher Spielsituation angemessene Spielweise" würde ich das nicht bezeichnen. Eher als Bissigkeit, Gras fressen, Laufbereitschaft / Einsatzwille und tlw. auch im Abschluss mit dem nötigen Fortune ausgestattet. Magath ist ein Taktikfuchs - fraglos und weiß um die Mittel, die ihm zur Verfügung stehen und sie entsprechend einzusetzen. Nicht zu unrecht wies er vor dem Spiel in Bremen darauf hin, dass Werder über größeres Potenzial verfügt. Damit brachte er sein Team in die richtige Verfassung, so ein Spiel anzugehen. Sie haben ihre Stärken, die physische und mentale Verfassung ausgespielt und waren auf den Punkt konzentriert. Das ist uns nicht voll gelungen, da wir wohl zu sehr mit uns selbst beschäftigt waren - das Derby, DFB-Pokal, EL. Die Schalker waren nun mal fitter in der Birne an dem Tag.
Das ist nun einmal der Vorteil, wenn man sich auf die Liga allein konzentriert.

Wobei ich festhalten muß, daß mir der Auftritt an sich, inkl. des Stehenlassen des Reporters, durchaus gefiel. Sollte man öfter mal bringen. Bei dusseligen und stumpfen Fragen bspw. Mikro weglegen, dem stutzenden Fragensteller noch mileidig die Schulter tätscheln und sich verabschieden a la "Ich hab noch was anderes vor, mach man hier alleine weiter..."