FC Schalke 04

Betrachte aber mal bitte die Relationen. Der Flughafen Bremen wird Werder über das gesamte Sponsorring garantiert keine 25 Mios zur Verfügung gestellt haben, das stelle ich hier einfach mal als Tatsache in den Raum. Das Engagement bei Werder wird bei denen ganz sicher über den normalen Werbeetat finanziert und entsprechend auch gegenfinanziert sein.

Die Relation ist doch völlig Wumpe. Das Land Bremen ist mit knapp 16 Mrd Euro verschuldet. Dann dürfte erst Recht kein einziger Cent aus den Kassen hunderprozentiger Töchter Stadt ins Sportsponsoring fließen.
Im Übrigen bekommt die GEW für 15 Mio Anteile an der Stadiongesellschaft.
 
Im Übrigen bekommt die GEW für 15 Mio Anteile an der Stadiongesellschaft.

Was ihr in den nächsten 20 Jahren wenig nützen wird, da ja alle Einnahmen sowieso bis anno dazumal verpfändet sind und abfließen. Zudem hat S04 lt. diverser Medienberichte auch das Recht die Anteile zum gleichen Preis zurückzukaufen, sie machen also faktisch keinen Gewinn.

Deshalb hatte sich ja trotz intensiven Bemühens kein Investor gefunden der zu diesen Konditionen die Stadionanteile abkauft.
 
Was ihr in den nächsten 20 Jahren wenig nützen wird, da ja alle Einnahmen sowieso bis anno dazumal verpfändet sind und abfließen. Zudem hat S04 lt. diverser Medienberichte auch das Recht die Anteile zum gleichen Preis zurückzukaufen, sie machen also faktisch keinen Gewinn.

Deshalb hatte sich ja trotz intensiven Bemühens kein Investor gefunden der zu diesen Konditionen die Stadionanteile abkauft.

Mag ja alles sein. Aber ich bleibe dabei, dass ich diese Doppelmoral nicht leiden kann. Werder lebte von öffentlichen Zuschüssen und hat heute noch Sponsoren, die in der Hand des Staates sind. Bitte schreibt doch alle an KA, dass ihr nicht mehr möchtet, dass Werder Staatsunternehmen unterstützt wird.
 
@Mr Ed

Dass es auch bei uns genügend Individuen gibt, die bei negativen Nachrichten die Äuglein schliessen, ist unbestritten, darum geht es auch nicht.

Man hätte den Medien auch "vorsichtig glauben" können, als Schalke die verschiedenen Berichte, verschiedener Medien nicht dementierte.
In der Natur eines Forums liegt es nunmal, dass jedwede Form der Nachrichten kommentiert werden, gerade WENN es sich um ein Schalkeforum handelt. Mehr noch: In einem Schalke-Teil eines anderen Fussballforums sollte man sich damit abfinden, dass es sich nicht nur um Jubelarien drehen wird.

Dass man als Fan des Vereins unweigerlich befangen ist, ist klar, aber warum eine Diskussion schon im Keim ersticken, nur weil der Schalkevorstand noch nicht perönlich vor die Kamera getreten ist, um die Zahlen zu bestätigen?

Wie ich schon einmal erwähnte - ich habe absolut nichts gegen Schalke. Ich habe nur was gegen Doppelmoral. Gerade aufgrund der (noch) aktuellen Debatten zu den Bankenrettungen (und den teilweise dadurch finanzierten Boni für die Vorstände), darf ja wohl die Frage erlaubt sein, wieviele (der Schalker) nun diesen Deal rechtfertigen, obgleich sie noch vor 2 Tagen gegen die Banken gekeift haben oder vor 5 Tagen gegen den DFB, weil beim BVB alle 3 Augen zugedrückt wurden.

Genau das ist es doch. Wenn keine sachlichen Diskussionen möglich wären, würde ich mich nicht hier im Werder-Forum aufhalten. Und Doppelmoral? Natürlich gibt es die, überall. Mittlerweile geht die Diskussion hier im Schalke-Thread ja auch in die richtige Richtung. Mich haben anfangs einfach die ersten User aufgeregt, die mit gefährlichem Halbwissen draufschlagen, weils Schalke ist. Genau diese Fans sind es doch, die froh wären, wenn der Werder durch solch einen deal gerettet wäre. Doppelmoral eben.

Und noch etwas zu den Finanzspritzen: Ich selbst war und bin grundsätzlich gegen die Rettungsspritzen für die Banken gewesen. Es ist aber klar, dass unser Finanzwesen als allererstes gestärkt werden muss. Über die Folgen von insolventen Banken möchte ich gar nicht nachdenken. Das hätte dramatische Auswirkungen auf die Volkswirtschaft und damit auf unseren Wohlstand. Wenn ich aber ein Unternehmen durch eine Finanzspritze (die es bei S04 im eigentlichen Sinne gar nicht mal ist) kurzfristig über Wasser halten kann, sollte ich das tun. Entscheidend ist die Nachhaltigkeit und die nachweisliche Absicht des Unternehmens, sich von innen heraus auf sichere Füße zu stellen.
 
Um mal auf ein anderes Thema zu kommen:

Grossen Respekt vor der Leistung in den letzten beiden Partien. Gegen aktuelle Tabellenführer noch ranzukommen spricht von grosser Moral oder aber von drakonischen Strafen durch Felix. ;)
 
Um mal auf ein anderes Thema zu kommen:

Grossen Respekt vor der Leistung in den letzten beiden Partien. Gegen aktuelle Tabellenführer noch ranzukommen spricht von grosser Moral oder aber von drakonischen Strafen durch Felix. ;)

Jup. Da muss man mal ein Lob aussprechen.

Trotzdem glaub ich nicht, dass Schalke die Qualität hat das über die ganze Saison soweit durch zuziehen, um unter die ersten 3 zu kommen.
 
Die Beteiligung des Vereins am Stadion sinkt dann von aktuell 77 Prozent voraussichtlich auf unter 40 Prozent. Bei einer Beteiligung von unter 50 Prozent brauchen die Verbindlichkeiten der Arenagesellschaft, zuletzt 113 Millionen Euro, in der Konzernbilanz nicht mehr berücksichtigt zu werden. Derzeit drücken den Schalke-Konzern Verbindlichkeiten von rund 250 Millionen Euro, davon entfielen laut Jahresabschluss 2008 allein rund 137 Millionen auf den eingetragenen Verein. Diese Zahl dürfte im laufenden Jahr nochmals gestiegen sein.

Quelle: FAZ

Hier werden 40% der Stadionanteile für n Spottpreiss verscherbelt, um die Bilanzen noch so grade so zu drehen, das man die Lizenz kriegt.
Jetzt ham se n super Stadion, das ihnen nicht mehr gehört, über 200 mio Euro Schulden, dazu noch ne Tabellensituation wo man mit einer Niederlage auf Platz sieben abrutschen kann. Ich hab echt null Ahnung wieso man da irgendwas schönreden muss. Der Zeitpunkt des Supergaus ist meiner Meinung nach, auf Kosten der Stadt, nach hinten verschoben worden.
Das Ziel hier einem anderen ambitionierten Verein den Europacupplatz wegnehmen zu müssen ist geblieben.
Deswegen sollte man das Lizensierungsverfahren dringend überdenken.
Solch eine Methodik ist zwar wirtschaftspolitisch vielleicht noch im Rahmen, aber mit dem sportlichen Wettbewerb und der Chancengleichheit nicht zu vereinbaren.
Der Sport braucht eigene Regeln. Wenn das Schalkemodel funktioniert, es mehrere Nachahmer findet, steht die ganze BL auf dem Spiel.
Irgendwann gucken wir dann alle Damentennis! ;-P
 
Um mal auf ein anderes Thema zu kommen:

Grossen Respekt vor der Leistung in den letzten beiden Partien. Gegen aktuelle Tabellenführer noch ranzukommen spricht von grosser Moral oder aber von drakonischen Strafen durch Felix. ;)

Wahrscheinlich hat Quälix androht, daß die Spieler unter Tage mit einer Nagelschere Kohle abbauen müßten... :lol: Aber im Ernst, ist schon eine beachtliche Leistung.
 
Zumindest sind die Beispiele BVB und Lautern Beispiele dafür, dass durchaus eine Gesundung der Vereine, wenn es auch dazu Zeit braucht, im Bereich des Möglichen ist. Man könnte aus Schalker Sicht auch argumentieren "wenn die öffentliche Hand damals geholfen hat und dadurch ein nachhaltig sauberer Haushalt im Bereich des Möglichen ist, dann sollte sie es auch bei uns tun. Das Potenzial ist hier ebenso vorhanden".

Ich will das, was in Lautern, Dortmund und auf Schalke passiert, gar nicht versuchen zu relativieren. Aber man muss auch im Auge behalten, was die Alternative zu diesem Handeln ist und welche Konsequenzen sich daraus, auch für die DFL, ergeben. Natürlich sind moralische Bedenken durchaus angebracht, doch sind sie kein Grund, es per se als falsch abzutun, was die Stadt dort tut.

In diesem Fall überhaupt mit "Chancengleichheit für alle Vereine" zu argumentieren, ist m.E. ohnehin recht naiv, denn es geht letztlich darum, dass die DFL, damit die Gemeinschaft der Profiklubs, Geld verdienen wollen. Das geht nun mal besser mit Schalke. Wie nennt man das? Gemeinnützige Interessenvertretung der Vereinssippschaften?
 
Zitat von Lothar Matthäus;690814:
Zumindest sind die Beispiele BVB und Lautern Beispiele dafür, dass durchaus eine Gesundung der Vereine, wenn es auch dazu Zeit braucht, im Bereich des Möglichen ist. Man könnte aus Schalker Sicht auch argumentieren "wenn die öffentliche Hand damals geholfen hat und dadurch ein nachhaltig sauberer Haushalt im Bereich des Möglichen ist, dann sollte sie es auch bei uns tun. Das Potenzial ist hier ebenso vorhanden".

Die Chance zur Gesundung, wie du es bezeichnest, haben aber eben andere Vereine durch den DFB nicht erhalten. Ich erinnere da immer gerne an den Fall "Dynamo Dresden".
Wenn Lizenzbedingungen gestellt werden, dann müssen die für alle gleichermaßen gelten. Im Beispiel Goslar in dieser Saison, war schon vor Lizenzvergabe ganz offen angzweifelt worden, ob sie tatsächlich alle Bedingungen erfüllen können. Der DFB drückte beiden Augen zu. Bemühte sich wohl auch aktiv an der Suche einer verrübergehenden Ausweichspielstätte. Derzeit rettet sich der GSC von einem Spieltag zum anderen.
 
Eine Chancengleichheit unter den Vereinen hat es nie gegeben und wird es auch nicht geben. Hopp€nh€im hat seinen Mäzen, Pillenkusen und Golfburg haben Weltkonzerne im Rücken und die Buyern hatten über Jahrzehnte durch das 1972 "geschenkte" Olympiastadion eine deutlichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, von dem sie bis heute profitieren.

Unter diesen Voraussetzungen könnte man es mit etwas Zynismus den anderen Vereinen noch nicht einmal verübeln, wenn sie sich um der Wettbewerbsfähkeit willen verschulden.
 
Die Chance zur Gesundung, wie du es bezeichnest, haben aber eben andere Vereine durch den DFB nicht erhalten. Ich erinnere da immer gerne an den Fall "Dynamo Dresden".
Wenn Lizenzbedingungen gestellt werden, dann müssen die für alle gleichermaßen gelten. Im Beispiel Goslar in dieser Saison, war schon vor Lizenzvergabe ganz offen angzweifelt worden, ob sie tatsächlich alle Bedingungen erfüllen können. Der DFB drückte beiden Augen zu. Bemühte sich wohl auch aktiv an der Suche einer verrübergehenden Ausweichspielstätte. Derzeit rettet sich der GSC von einem Spieltag zum anderen.

Schon recht. Allerdings muss man unterscheiden, zwischen dem Lizensierungsverfahren der DFL und der Stadt Gelsenkirchen. Die DFL hat, soweit ich weiß, der Stadt Dresden nicht untersagt, dem Verein helfend unter die Arme zu greifen. Zu überdenken ist daher das Verhalten der Stadträte, nicht das der DFL. Wenn mithilfe der Finanzspritze der Stadt die Umstände den Auflagen angepasst werden, dann ist das eben so. Ob das finanziell oder moralisch vertretbar ist, ist eine ganz andere Frage, die sich aber den Gremien der Liga nicht stellt.

@Bremen: Genau das meine ich.
 
Zitat von Lothar Matthäus;690856:
Schon recht. Allerdings muss man unterscheiden, zwischen dem Lizensierungsverfahren der DFL und der Stadt Gelsenkirchen. Die DFL hat, soweit ich weiß, der Stadt Dresden nicht untersagt, dem Verein helfend unter die Arme zu greifen. Zu überdenken ist daher das Verhalten der Stadträte, nicht das der DFL. Wenn mithilfe der Finanzspritze der Stadt die Umstände den Auflagen angepasst werden, dann ist das eben so. Ob das finanziell oder moralisch vertretbar ist, ist eine ganz andere Frage, die sich aber den Gremien der Liga nicht stellt.

@Bremen: Genau das meine ich.

Die DFL gab es damals ja noch nicht. Mir geht es aber auch nicht, um die Hilfe durch die Stadt, sondern darum, dass ja irgendetwas bei den Lizenzunterlagen nicht genau gewesen sein kann, denn soweit ich weiss, müssen die Vereine nachweisen können, dass sie die kommende Saison finanziell bestreiten können. Sollte meine Vermutung stimmen, dann müssen eben entsprechende Kosequenzen folgen.
 
Zitat von Lothar Matthäus;690814:
...Man könnte aus Schalker Sicht auch argumentieren "wenn die öffentliche Hand damals geholfen hat und dadurch ein nachhaltig sauberer Haushalt im Bereich des Möglichen ist, dann sollte sie es auch bei uns tun.
Ich frag mich dabei ganz einfach, WARUM die "öffentliche Hand" Schalke helfen sollte!?! Wenn ich mir privat Dinge leiste, die ich nicht bezahlen kann und lange weit über meinen eigentlichen Verhältnissen lebe, kommt bei mir der Gerichtsvollzieher. Zu recht.
Wenn jemand bspw. durch "unglückliche Umstände" wie eine Naturkatastrophe oder ähnliches, unverschuldet Haus und Hof verliert, kann meinetwegen gerne die öffentliche Hand oder von mir aus auch Peter Zwegert helfen.
Nicht so bei einem Verein, der jahrelang mit fett gespickten Verträgen dekadent und massenhaft Leute nach GE lockte, die man sich offensichtlich dann doch nicht leisten konnte. Ob Kurany, Ernst, Ailton, Krstajic, etc.... Wegen der guten luft, sind sie seinerzeit nicht in den Pott gepilgert. Kohle gab`s. Und zwar reichlich.
Jetzt geht es an´s Bezahlen der Rechnung und da fällt dem Verein dann auf, daß das Portmonaie dann doch nicht so reichlich gefüllt ist, wie man hoffte und es "fahrlässig" war, eine Lokalrunde nach der anderen zu schmeißen...

Sie haben sich in kontinuierlicher, jahrelanger Arbeit selbst in diese Sch... geritten. Nun sollen sie zusehen, daß sie aus dieser Situation EIGENSTÄNDIG wieder rauskommen und bitte keine Krokodilstränen vergießen.
 
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