FC Schalke 04



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Erstmals seit über einem Jahr liegt der FC Schalke 04 wieder sportlich auf Kurs – aber die Freude darüber ist bei den Fans getrübt. Zu bedrohlich wirken die Zahlen, die über die finanzielle Lage des Bundesligisten im Umlauf sind.

Wie klamm Königsblau tatsächlich ist, wissen allein Clemens Tönnies und seine Mitstreiter. Ihren Beteuerungen, der Klub befinde sich keineswegs in einer extremen Notlage, ist nicht mehr zu trauen als den Wahlversprechen unserer Politiker. Andererseits geben oft genug auch die Medien vor, mehr zu wissen, als sie in der Hand haben.

Als üblichen Medienrummel jedoch lässt sich der neuerliche Wirbel um den Traditionsklub nicht abtun. Schließlich haben die Entscheidungsträger ausreichende Hinweise – u.a. die Entmachtung des bis dahin für die Finanzen zuständigen Präsidenten Josef Schnusenberg – für eine zumindest prekäre Situation geliefert.

Die Schalker Hoffnung trägt vor allem einen Namen: Felix Magath. Aber als Retter für alles wird auch er nicht taugen.

Quelle: http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/kommentar/2009/9/14/news-133212471/detail.html
 
Ich denke, dass Schnusenberg zwar Ahhnung vom Geld hat, wohl aber nicht so vom Fussballerischen. Zu einen waren da die Verträge, zum Beispiel von Westermann, die durch ihn verlängert wurden und das obwohl noch garnicht klar war, wer neuer Sportdirektor bzw. Trainer werden würde. Zum anderen hört man auch noch, dass Schnusenberg damals für den Rauswurf von Slomka verantwortlich war. So richtig leiden konnten die sich nicht.
Ich geh davon aus, dass Magath was damit zu tun hat, dass Schnusi nicht mehr mitmachen darf. Mal schauen was aus Schlake wird.

Gruß TripleF
 
Stadt stundet Schalke Grundsteuer

Die wirtschaftliche Krise bei Schalke 04 spitzt sich offenbar zu. Um dem Traditionsklub kurzfristig einen Finanzspielraum zu gewähren, wird die Stadt Gelsenkirchen dem Verein die Grundsteuer für das Gelände um die Arena stunden. Das ist nach Recherchen von mehreren Tageszeitungen das Ergebnis eines Gespräches zwischen Oberbürgermeister Baranowski und den Vereinsvertretern. Durch die Stundung wird ein kurzfristig zu zahlender Grundsteuerbetrag in sechsstelliger Höhe nicht sofort fällig. Der Haushalt der Stadt Gelsenkirchen wird Ende 2009 ein Defizit von 100 Millionen Euro ausweisen.

Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/sportnachricht/frames/0,3326,0-0-0-false,00.html
 

Wieso stundet die Stadt? Der Steuerzahler!!!
Soll ja vielleicht in G'kirchen ein paar Leute geben, die keine Schalke-Fans sind, die wirds freuen. Der Oma wird man ihr letztes Hemd nehmen, wenn sie unverschuldet keine Steuern zahlen kann, aber bei dem von einem Multi gesponserten und trotzdem klammen Verein, da sind wir dann mal großzügig :wall:
 
Wieso stundet die Stadt? Der Steuerzahler!!!
Soll ja vielleicht in G'kirchen ein paar Leute geben, die keine Schalke-Fans sind, die wirds freuen. Der Oma wird man ihr letztes Hemd nehmen, wenn sie unverschuldet keine Steuern zahlen kann, aber bei dem von einem Multi gesponserten und trotzdem klammen Verein, da sind wir dann mal großzügig :wall:

Das ist aber keine aussergewöhnliche Sache, die die Stadt Gelsenkirchen dort gemacht hat. Viele Unternehmen in Deutschland lassen sich städtische Steuern und Abgaben kurzfristig stunden, um z. B. zum Quartalsende Cashoptimierungen durchführen zu können und so die Liqui zu verbessern. Dies ist jedoch kein Geschenk aus Steuergeldern, sondern wird von den Städten gegen Zinsen und Gebühren gewährt.
 
Das ist aber keine aussergewöhnliche Sache, die die Stadt Gelsenkirchen dort gemacht hat. Viele Unternehmen in Deutschland lassen sich städtische Steuern und Abgaben kurzfristig stunden, um z. B. zum Quartalsende Cashoptimierungen durchführen zu können und so die Liqui zu verbessern. Dies ist jedoch kein Geschenk aus Steuergeldern, sondern wird von den Städten gegen Zinsen und Gebühren gewährt.

Ein etwas fader Beigeschmack bleibt dennoch, zumal nicht bekannt ist, ob tatsächlich Zinsen verlangt werden. Denke ich da an die Bilanzaufhübschung durch die Schenkung des Parkstadions, hege ich diesbezüglich leichte Zweifel.

Fest steht, dass die Gemeinde Gelsenkirchen dem Verein mächtig unter die Arme greift. Und dies allen Schulden zum Trotz.

Man sollte dies allerdings nicht nur kritisch betrachten. Scheinbar wird dort erkannt, welch wichtiger Faktor Schalke in der gesamten Region ist.

Manchmal würde ich mir auch von der Stadt Bremen Unterstützung wünschen, die über Einladungen ins Rathaus nach Titelgewinnen hinausgeht. Auch wenn man dabei natürlich schön winken und betonen kann, welche Verbundenheit ja zwischen Politik und Verein besteht. :rolleyes:
 
Fest steht, dass die Gemeinde Gelsenkirchen dem Verein mächtig unter die Arme greift. Und dies allen Schulden zum Trotz.

Wenn im Düsseldorfer Raum Medienunternehmen, die ebenfalls aktuell finanziell etwas klamm sind, Steuern und Abgaben gestundet werden, um Arbeitsplätze zu erhalten, dann ist das OK. Macht Gelsenkirchen das gleiche mit Schalke, dann gehen hier alle auf die Barrikaden.

Ich wünsche dem S04 auch alle Pest an den Hals und Verbannung bis in die Stadtliga, aber ein bisschen Sachlichkeit sollte in den Argumenten schon noch vorhanden sein.
 
Ich hab mich doch gar nicht negativ diesbezüglich geäußert. Eigentlich im Gegenteil...;)

Edit: Ganz vergleichen kann man das im übrigen nicht, denn die Stadt Düsseldorf ist alles andere als hoch verschuldet.
 
Sorry, Vlad... das ging jetzt nicht speziell um dich, sondern um die Diskussion an sich, hatte deinen Text nur zitiert, um einen Aufhänger zu haben. Hätte aber anonym zitieren können, daher mein Fehler.
 
Ein etwas fader Beigeschmack bleibt dennoch, zumal nicht bekannt ist, ob tatsächlich Zinsen verlangt werden. Denke ich da an die Bilanzaufhübschung durch die Schenkung des Parkstadions, hege ich diesbezüglich leichte Zweifel.

Fest steht, dass die Gemeinde Gelsenkirchen dem Verein mächtig unter die Arme greift. Und dies allen Schulden zum Trotz.

Man sollte dies allerdings nicht nur kritisch betrachten. Scheinbar wird dort erkannt, welch wichtiger Faktor Schalke in der gesamten Region ist.

Manchmal würde ich mir auch von der Stadt Bremen Unterstützung wünschen, die über Einladungen ins Rathaus nach Titelgewinnen hinausgeht. Auch wenn man dabei natürlich schön winken und betonen kann, welche Verbundenheit ja zwischen Politik und Verein besteht. :rolleyes:

Zu Nummer 1: Das keine Zinsen genommmen werden ist eine Vermutung,oder?

Zu Nummer 2:Woher weißt du das es keine Unterstützung durch die Stadt gibt? Jeder Profiverein bekommt Vergünstigungen von seiner Kommune,auch der SVW. Es wird nicht nur überall an die große Glocke gehängt.
 
Das ist aber keine aussergewöhnliche Sache, die die Stadt Gelsenkirchen dort gemacht hat. Viele Unternehmen in Deutschland lassen sich städtische Steuern und Abgaben kurzfristig stunden, um z. B. zum Quartalsende Cashoptimierungen durchführen zu können und so die Liqui zu verbessern. Dies ist jedoch kein Geschenk aus Steuergeldern, sondern wird von den Städten gegen Zinsen und Gebühren gewährt.

Das macht die Sache besser ?
Ich könnte Dir natürlich jetzt lang und breit auseinandersetzen, wo da der Unterschied ist, aber wenn Du Dir selbst den zweiten Halbsatz noch einmal durchliest, sollte das "fürs Erste" reichen ......(und Lust habe ich auch nicht dazu ;) )
Nur noch einmal: Die "Stadt" ?? Das ist immer der jeweilige Steuerzahler, klingt aber nicht so gut .....
 
Das macht die Sache besser ?
Ich könnte Dir natürlich jetzt lang und breit auseinandersetzen, wo da der Unterschied ist, aber wenn Du Dir selbst den zweiten Halbsatz noch einmal durchliest, sollte das "fürs Erste" reichen ......(und Lust habe ich auch nicht dazu ;) )
Nur noch einmal: Die "Stadt" ?? Das ist immer der jeweilige Steuerzahler, klingt aber nicht so gut .....

Das macht die Sache nicht unbedingt besser, ist aber in der Wirtschaft, zumindest beim Mittelstand, normale Praxis und wird sehr oft so gemacht. Sei es durch Stundungen bei Behörden oder dass man Rechnungen bewusst erst im nächsten Monat / Quartal bezahlt, um jetzt "flüssiger" zu bleiben.

Es ist keine Wertung von mir, sondern man sollte in der Diskussion schon fair bleiben und nicht Dinge als aussergewöhnlich hinstellen, nur weil Schalke das jetzt so gemacht, wenn es doch tausende Unternehmen in Deutschland ebenso machen.

PS: Übrigens sind es nicht nur "klamme" Unternehmen, die sich dieser Praxis bedienen!
 
Alles richtig.
Mein "Ausbruch" kam vielleicht daher, dass es mich immer wieder aufregt, wie mit Steuergeldern - die real nicht einmal vorhanden sind - rumgeworfen wird. Bund, Kommunen und Gemeinden, alle sind bis über den Kopf verschuldet.

Dass sie dennoch bis zu einem gewissen Grade verpflichtet sind, Bürgern und Institutionen zu helfen, selbstverständlich. Allerdings wäre in meine Augen da eine klare Differenzierung dringend notwendig. Welche, muß ich nicht ausführen.
Dass ein Chaos-Club wie Schalke aus dem Steuertopf (und sei es nur zeitweilig) Erleichterung bekommt, das widerspricht meiner Auffassung, wie man mit Steuergeldern vernünftig umgehen sollte.

Da sollten diejenigen, die mit Geld um sich geworfen haben und/oder nicht wirtschaften konnten (oder wollten; einer wirds schon richten) zur Kasse gebeten werden bzw. von selbst auf die Idee kommen, auszuhelfen. Beispielsweise dürfte es einem Herrn Tönnies, der sich ach so sehr für seinen Verein engagiert, eine Finanzspritze nicht weh tun. Aber Geld haben kommt ja nicht von Geld ausgeben ....
Ich weiß, klingt alles sehr blauäugig, aber mich nervt es halt, und zwar immer und immer wieder ............
 
@ Pingy

Grundsätzlich richtig, aber: ein Profi-Fußballverein ist für viele Städte das Aushängeschild der Stadt und da sehe ich eines der wenigen Gemeinsamkeiten zwischen Schalke 04 und Werder. Dieser Status hat nicht nur einen ideelen, sondern auch einen finanziellen Wert, denn je besser/höherklassiger dieser Fußballclub ist, desto mehr profitiert der Etat einer Stadt davon, sei es durch Steuereinnahmen oder weil dieser Club auch abseits der Fußballprofis ein Arbeitgeber für mehr Menschen ist, als wenn er in unteren Regionen herumdümpeln würde.

Und bei aller Kritik oder Häme dürfen wir Werderaner nicht vergessen, daß unser SV Werder auch schon mehr als einmal von der Hilfe der Stadt profitiert hat, auch wenn das schon einige Jahrzehnte her ist. 1977 z.B. hatte Werder Verbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet ca. 1 Mio. € (im heutigen Profifußball eine lächerliche Summe, aber damals lag die Ablösesummer von Top-Spieler in der Liga auch nur in etwa bei der Hälfte dieser Summe), so daß der DFB mit Lizenzentzug drohte und ohne der Hilfe vom Bremer Senat wären hier schon damals die Bundesliga-Lichter ausgegangen.
 
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