Istja lustig wie plötzlich einige User hier vom Hass und Neid gepackt werden. Regierte vor einigen Tagen noch überall der Hohn und Spott über die Leistungen der Bayern in dieser Saison, da wird nur durch einen Transfer wieder alles anders.
Wie kann man sich nur über Bayern aufregen und Klubs wie Mainz, Bochum oder Freiburg nennen und auf deren finanzielle Nachteile gegenüber den Bayern verweisen, wenn der eigene Verein sich einen Marin leistet mit 8,5 Millionen? Einen Transfer wie den von Marin können sich die meisten Vereine in der Bundesliga gar nicht leisten. Wie ein Werderfan hier schon schrieb, ist so etwas unsinnig, da man sich dann wirklich fragen müsste, wo man die Grenze zieht. Bayern hat mehr Geld als Werder und genauso hat Werder mehr Geld als Mainz. Das ist eben so. Solange solche Transfers in Deutschland nicht über Kredite und unter enormer Verschuldung der Vereine stattfinden, ist das doch völlig in Ordnung.
Wieso dann dieser Hass auf Bayern? Wenn Werder oder der HSV sich verstärken wie zuletzt mit Pizaro oder Elia, dann hasse ich diese Teams nicht, sondern respektiere die Arbeit dieser Klubs und freue mich auf schöne und spannende Spiele beim Aufeinandertreffen oder auf tolle Szenen dieser Spieler in der Sportschau. Aber Hass oder Neid?
Selbst einen Verein wie Real Madrid hasse ich nicht. Ich kritisiere zwar die enorm hohen Ablösesummen die durch Kredite finanziert werden und das obwohl der Verein hoch verschuldet ist. Sportlich gesehen heule ich jetzt aber nicht rum oder fange an mich zu beschweren. Im Gegenteil, vielmehr freue ich mich in der Champions-League auf Real zu treffen und dann eventuell ein Spiel oder gar beide Spiele zu gewinnen.
Aber vielleicht gehört dieser Hass und Neid in Deutschland einfach dazu. Es gibt ja sogar einen User hier, der meine Beiträge generell für Schwachsinn hält und alles Aussagen von mir von vornherein für falsch erklärt, nur weil ich Bayernfan bin. Solchen Leuten kann man dann wirklich nicht mehr helfen.
Zum Robben-Transfer: Ich kann mich gut daran erinnern, das hier im Forum vor 2 Jahren behauptet wurde, das Bayern keine Spieler der absoluten Spitzenklasse oder sogenannte Superstars der Kategorie A bekommen würde. Damals wurden Toni oder Ribery von vielen Werderfans hier als Superstars der Kategorie B abgestempelt und die damaligen Gerüchte über einen Transfer von Robben zum FC Bayern wurden ins Lächerliche gezogen. Damals hieß es hier, das immer klar war, das Robben nicht zu Bayern geht und daher wäre sein Wechsel zu Real keine Überraschung. Niemals würde ein Superstar und anerkannter Weltklassespieler zu den Bayern gehen.
War die Einstufung von Toni und Ribery in die Kategorie B damals durchaus korrekt, so ist mit Robben plötzlich genau dieser Weltklassespieler doch noch in München gelandet. Also gehen doch Spieler der absoluten Spitzenklasse zu den Bayern. Was passiert also? Kaum ist der Wechsel fix, gibt es schon die ersten Stimmen die Robben das Niveau absprechen wollen und ihn gar nicht als Weltklassespieler ansehen.
in münchen kann ich es mir auch nicht vorstellen, dass es jemals so eine starke emotionale bindung und dankbarkeit von seiten des vereins und des spielers wie bei diego und uns geben könnte.
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber diese Aussage ist doch an den Haaren herbei gezogen. Du kannst dir so eine Bindung nicht vorstellen, weil Du eben Fan von Werder Bremen bist. Dennoch gibt es diese Bindungen zwischen Spielern und Bayern ebenfalls.
Wenn ich z.B. einen Hoeneß sehe, wie er für den Verein lebt, dann sieht Allofs dagegen aus wie ein emotionaler Eisblock. Mehr Leidenscchaft für seinen Verein zu zeigen als Hoeneß geht kaum. Ebenso sind ehemalige Spieler wie Jeremies, Elber oder Lizarazu mit dem Klub tief und eng verbunden. Auch ein Kahn gehört zum FC Bayern oder ein Scholl, der heute sogar die Amateure trainiert. Man hört auch von vielen ehemaligen Spielern wie toll ihre Zeit bei den Bayern war, wie schön die Beziehungen untereinander in diesem so familiären Klub waren oder wie herzlich ihr Verhältnis zu Manager Hoeneß war und ist. Auch ein Tarnat kommt nach München zurück und wird Scout, da er den Klub liebt und sich mit ihm identifiziert.
Ich will auch eure Träumerei im Bezug auf Diego nicht zerstören, aber ich kann diese Götterverehrung von Diego nicht ganz nachvollziehen. Es war doch immer klar das er irgendwann gehen wird und 3 Jahre sind keine Ewigkeit. Das Juventus sein Traumverein ist war ebenfalls seit Jahren bekannt. Ich persönlich sehe bei Diego kein besonderes Verhalten, da er sich einfach nur wie ein Profi verhalten hat und nicht mehr und nicht weniger. So hoch war seine Identifikation mit Bremen und Deutschland dann auch wieder nicht, da er ja bis zum Ende lieber Interviews auf Spanisch, Englisch oder Portugiesisch gegeben hat als auf Deutsch.
Ebenso kann ich nicht verstehen, wie er hier immer noch so gefeiert wird und das obwohl er in Turin spielt und nicht mehr bei Werder. Wenn ein Spieler wie Makaay geht, den ich sehr bewundert und geschätzt habe, dann denke ich gerne an die Zeit mit ihm zurück, an seine Tore, seine Gesten oder seine Interviews. Ich verfolge auch nach wie vor wie er sich bei Feyenoord schlägt und wünsche ihm alles Gute, nur was bei euch mit Diego abläuft ist schon komisch. Der wird ja mehr verehrt und gefeiert als eure aktuellen Spieler.
Aber gut, das soll jeder so machen wie er es für richtig hält. Nur kann man z.B. nicht einfach hingehen und behaupten das ein tiefe Verbindung zwischen Bayern und einem Spieler nicht möglich ist. Das geht bei jedem Verein, sogar bei Retortenklubs wie Hoffenheim.
Dennoch finde ich es nach wie vor einen Witz, wenn ich diese Bayern-Millionärstruppe betrachte und sie mit den Möglichkeiten von Liga-Konkurrenten wie Mainz, Bochum, Freiburg, Gladbach, Nürnberg u.a. vergleiche und dann feststelle, dass sie alle bei Sieg wie Bayern nur 3 Punkte bekommen.
Ich weiß, dass es nicht anders zu machen ist, aber gerechterweise ständen ihnen in einem solchen Fall mindestens 10 Punkte zu.
Aha. Die kleinen Klubs sollten deiner Meinung nach also 10 Punte bekommen für einen Sieg gegen Bayern. Wieviele Punkte sollte z.B. Mainz dann bekommen wenn es gegen Werder geht? 8 Pkt, 5 Pkt oder doch nur 3 Pkt?
Werder spielt doch auch in einer anderen finanziellen Liga als viele andere Klubs in der Bundesliga und da forderst Du dann keine Anpassungen der Punkte?
Müsste Bayern dann nicht auch mehr Punkte bei einem Siege gegen Real oder Barca bekommen? Die haben schließlich auch viel höhere Transferaufwendungen und auch höhere Gehälter und dennoch bekommt Bayern in der CL nur 3 Pkt. bei einem Sieg in der Gruppenphase.
mich würde interessieren, ob die in spanien auch alle rumheulen, dass barca und real den titel immer unter sich ausmachen.
Für Spanien weiss ich das nicht so genau, aber ich kann z.B. sagen wie es in Argentinien käuft. Da jammert auch nicht jeder rum, nur weil im TV und den übrigen Medien fast immer nur von Boca und River Plate gesprochen wird. Diese Klubs haben nun mal die meisten Fans und die meisten "Gegner" und haben sich durch ihre Erfolge in der Vergangenheit einen besonderen Stellenwert erarbeitet und bekommen daher auch die größte Aufmerksamkeit. In Deutschland wird doch andauernd über das DSF und andere Medien gemeckert. Sendungen wie der Doppelpass sind vielen Leuten ein Dorn im Auge, weil der Schwerpunkt der Sendung fast immer auf den Bayern liegt.
Wenn sich das ändern soll, dann müssen andere Vereinen sehen das sie den gleichen Stellenwert erreichen wie der FC Bayern.
Gerade Werder hat doch in den letzten Jahren enorme Zuwächse zu verzeichnen gehabt, was Bereiche wie mediale Aufmerksamkeit oder Fanzuspruch betrifft. Ist Werder nicht sogar mittlerweile der Verein mit der größten Änhängerschaft in Deutschland nach dem FC Bayern? Wieso wohl? Finden plötzlich Millionen Deutsche die Stadt Bremen so schön oder den Verein so nett? Nein. Der Erfolg in den letzten Jahren brachte die neuen Fans. Man könnte dabei eventuell auch von Erfolgsfans oder Kunden sprechen, aber das lasse ich mal an dieser Stelle sein, denn die meisten Menschen sind ja überzeugt davon das nur Bayern solche "Kunden" hat.