Mal abgesehen von aller persönlicher Schadenfreude, die ich bestimmt habe, finde ich das Urteil deutlich zu hart. Ich finde es auch ein Legitimitätsproblem, einem Menschen für mehr als drei Jahre die Freiheit zu entziehen, der keiner Einzelperson unmittelbar geschadet hat. Wenn 28 Millionen Euro Steuern dazu führen können, dass jemand jahrelang in den Knast wandert, wird in Zukunft noch weitaus kritischer beäugt werden müssen, wie die Steuereinnahmen verwendet werden. Millionengräber wie die Elbphilharmonie oder der Berliner Flughafen werden noch weniger als ohnehin schon verantwortbar sein.
Davon ab hat ein ehemaliger CSU-Generalsekretär, der später sogar bayerischer Verkehrsminister wurde, 12 Monate auf Bewährung bekommen, weil er mit 1,8 Promille Auto gefahren ist und dabei einen Menschen getötet, einen weiteren schwer verletzt hat. Das hätte 3,5 Jahre Freiheitsstrafe verdient. Keine Steuerhinterziehung.
Wiesheu :face:
Der hätte in der Tat auch viel härter bestraft werden müssen.
Er ist sehr naiv, aber sicher nicht so, wie Du es darzustellen versuchst!

), aber es geht ums Gesamtbild.