@ Fronck
Du hast zwar Recht, was die Quote betrifft, da kann mit Bayern in Deutschland kein Verein mithalten. Erstens hat Bayern die meisten Fans und solche, die sich dafür halten und zweitens will der große Rest Bayern verlieren sehen. Somit ist die Fixierung auf Bayern für Formate wie den Doppelkornpass absolut legitim. Für ARD und ZDF ist es aber ein Armutszeugnis bzw. eine Frechheit, dass Bayern teilweise wie die Nationalmannschaft behandelt wird, die einfach alle und jeden interessieren muss. Irgendjemand hat im alten Forum mal gepostet, dass in den vergangenen 5 oder 6 Jahren genau bei zwei Pokalrunden (in den Bayern noch drin war) nicht die Bayern live gezeigt worden sind. Bin seit ein paar Wochen im Ausland, aber soweit ich informiert bin, wurde letzte Runde wieder Bayern-Nürnberg von den öffentlich-rechtlichen geboten, während gleichzeitig 5 Erstligapartien gelaufen sind, die zumindest formell höherklassiger sind. Und dass es sich bei Bayern-Nürnberg um ein Derby handelt, interessiert nördlich der Donau keine Sau mehr. Da bei diesen Live-Übertragungen immer auch gutes Geld fliesst, handelt es sich dabei nicht zuletzt auch um eine gepfefferte Subventionierung der Bayern mit öffentlichen Mitteln. Weitere Verrenkungen der öffentlich-rechtlichen wie Sondersendungen zur Primetime bei der Klinsmann-Inthronierung sind dann eher belustigend als ärgerlich.
@ Alle
In den allgemeinen Bayern-Abgesang würd ich ja allzu gerne mit einsteigen, bloss ist mir das viel zu früh. Die letzten Spiele habe ich leider alle verpasst (siehe oben) und kann dazu nichts sagen. Grds. ist es aber doch nur normal, dass bei extremen Systemumstellungen anfangs die Ergebnisse leiden können. Ich halte die Verpflichtung von Klinsmann nach wie vor für eine mutige und alles andere als dumme Entscheidung. Bei der N11 lief es ja auch nicht von Anfang an rund, heute steht sie aber m.M.n. auf einem deutlich höheren Niveau da, als bei der Übernahme durch Klinsmann/Löw 2004, und den Grundstein dafür dürfte Klinsmann gelegt haben. Auch wenn von vielen so getan wird, als ob Klinsmann nur der Grüßaugust war, der sein Gesicht für die Presse hergeben durfte. Daraus ergibt sich natürlich keine Garantie, dass Klinsmann gleiches auch bei einem Verein umsetzen kann. Zumindest glaubt aber die Bayern-Führung offensichtlich daran, sonst hätte sie ihn nicht für ein mehrfaches der Bezüge von Hitzfeld verpflichtet. Fraglich ist dann bloß, ob die Bayern bereit sind, dafür evtl. auch ein mageres Übergangsjahr hinzunehmen, denn darauf könnte es rauslaufen. Und wenn ich sehe, welcher Druck da von Medien, "Fans" und der Bayern-Führung aufgebaut wird, lehn ich mich wieder relativ entspannt zurück und glaube fest daran, dass das Projekt Klinsmann scheitern wird.