Fanbündnis Bremen

Den Blick auf die Tabelle spart man sich aktuell gerne. Die Laterne übernommen, wiegen sich die Wellen der Entrüstung darüber immer höher auf. Das Leck geschlagene Schiff Werder hat an Fahrt verloren. Zumindest dann, wenn man sich nicht eingestehen mag, dass es meist nicht nur goldene Zeiten gibt, dass jeder Verein mal sein sinkendes Schiff durch die raue See manövrieren muss, ja, dass es neben Licht nun einmal auch selbstverständlich Schatten gibt. Nur wer sich dies eingesteht und die Augen nicht verschließt vor lauter Angst, wird feststellen, dass diese Fahrt noch lange nicht vorüber ist und im Vergleich zu den Vorjahren sogar an Fahrt zugenommen hat.

Der Moment ist dennoch hart. Denken wir an die glorreichen Zeiten zurück, so...hier geht's weiter
 
Deeskalation? - Ja ne is klar.

Es ist immer schwierig auf weniger schöne Dinge einzugehen, wenn einem gerade ein sportlicher "Befreiungsschlag" gelungen ist und das Fest der Liebe vor der Tür steht.
Trotz dessen müssen wir auf die Polizeieinsätze rund um das Bundesligaspiel am gestrigen Samstag eingehen und diese ohne Wenn und Aber heftig verurteilen.

Nachdem die eingesetzten Polizeibeamten sich schon am Bahnhof in bester Eskalationsstimmung präsentierten, entschlossen sie sich - offensichtlich ohne jegliches Wissen um bremische Abläufe - eine Gruppe Bremer vom Steintor zu Fuß zum Stadion zu begleiten. Dabei wurde diese, nach Unstimmigkeiten mit besagter Gruppe, letztendlich auf eine völlig unnötige und aggressive Art attackiert - und zwar bis vor den Ostkurvensaal durch Schlagstock-, Faust- und Pfeffersprayeinsätze. Dass vor dem Saal selbst Fanprojektmitarbeiter von den sogenannten Ordnungshütern angegangen und beinahe festgenommen wurden und auch völlig Unbeteiligte, darunter Frauen und Kinder, Gefahr liefen, körperliche Schäden davonzutragen, verdeutlicht das unangemessene Verhalten an diesem Tage.
Leute wurden mit Pferden durch die schuhhoch unter Wasser stehende Straße vor dem Stadion getrieben und es wurden diejenigen willkürlich festgenommen, die nicht schnell genug aus der Reichweite der Beamten waren.

Nun liegt der Verdacht nahe, dass sich die darauffolgenden Anzeigen wieder einmal auf die mittlerweile übliche Vorgehensweise der gegenseitigen Deckung der Beamten durch Falschaussagen/Zeugenaussagen stützen werden und die Medien durch einseitige und unreflektierte Pressemitteilungen benutzt werden, um eine Meinungsmache gegen Fußballfans zu gestalten.

Wir können diese unmenschliche und unnötige Arbeitsweise der Polizei, die dann häufig auch noch als Deeskalation bezeichnet wird, speziell im Fußballzusammenhang weder verstehen noch billigen. Was ist hier das Ziel? Persönlicher Stressabbau?
Rechtliche Schritte gegen derartige Auswüchse von Polizeigewalt zu prüfen und anzugehen wird sicher eine Aufgabe sein, die uns in Zukunft verstärkt beschäftigen wird.
 
Polizeikosten bei Fußballspielen – Da haben wir nochmal Glück gehabt?!

Gegen Hannover 96 und Borussia Dortmund hatte unser SV Werder Bremen „noch einmal Glück“. Da die Partien nicht als Hochrisikospiele eingestuft wurden, musste der Verein nicht für die anfallenden Polizeikosten aufkommen. Noch nicht!
So dürfte es leider nur eine Frage der Zeit sein, bis der Verein zur Kasse gebeten wird. Zur Sache: Ein derartiger Polizeieinsatz bei einem Hochrisikospiel würde etwa 310.000€ bis 360.000€ an Kosten verursachen. Dem gegenüber stehen Kosten bei sogenannten „Grünspielen“ in Höhe von 55.000€ bis 63.000€.

Mit einer merkwürdigen Begründung in dem Bericht zum hier geht's weiter...
 
Müssen wir um unseren Sport fürchten? Das Spiel mit den TV Verträgen

Der vor einigen Tagen abgeschlossene „Deal“ über den Verkauf der TV-Rechte für die Spielzeiten 2016 bis 2019 in der Premier League schlägt in Deutschland hohe Wellen. „Was haben wir damit zu tun, was die auf der Insel für wahnsinnige Verträge machen?“, könnte man sich fragen.

Ganz absurd ist die Diskussion zwar nicht, die von einigen aus der DFL und von den Vereinsspitzen geführt wird und sich darauf bezieht, ob in Zukunft noch Top-Spieler in der Bundesliga gehalten werden können. Dennoch muss auch hier eine Diskussion erwartet werden dürfen, in der nicht nur nackte Zahlen sondern auch die Fans mit einbezogen werden und... hier geht's weiter
 
Back
Top