Ich habe heute morgen einen sehr interessanten Erfahrungsbericht zur EM auf WDR 2 gehört.
Der WDR 2-Reporter Helmut Rehmsen reist zu jeder EM und hat dieses Mal zum ersten Mal Tickets bekommen, und zwar für diverse Spiele in Polen und in der Ukraine. Dementsprechend groß seine Vorfreude.
Er hatte bereits vor der Auslosung eine FeWo in der Nähe von Danzig gebucht, weil er auch ohne Karten gefahren wäre, und das war eine kluge Entscheidung, denn nach der Auslosung sind die Preise explodiert.
Soweit so gut, und damit zu dem, was nicht gut ist. Eines der Spiele, für das er Karten hat, findet in Lwiw in der Ukraine statt, somit musste die Fahrt Danzig-Lwiw und zurück geplant werden.
Variante 1: Zug - mindestens 11 Stunden für etwas über 400 km, denn es gibt keinen direkten Weg und dazu sind ca. 3 Stunden Warten an der Grenze eingeplant für Zoll & Co., da die Ukraine nicht zur EU gehört...
Variante 2: (Linien)flug - unerschwinglich. Es gibt anscheinend vom DFB organisierte und günstigere Fan-Flüge nach Lwiw, aber nur ab/bis Köln, die kamen also auch nicht in Frage.
Variante 3: Mietwagen. Kein Mietwagenverleiher erlaubt die Einreise mit dem Mietwagen in die Ukraine.
Und das Ende vom Lied?
Die momentane Lösung ist Mietwagen bis zur Grenze, dort ein Hotel suchen, das hoffentlich eine Garage oder einen bewachten Parkplatz hat, zu Fuß über die Grenze und darauf bauen, dass es die Fanbusse, die seit Kurzem ab Grenze bis zum Stadion geplant sind, auch tatsächlich geben wird. Ursprünglich waren solche Busse nicht Teil der Planung, aber offenbar ist auch in Polen und der Ukraine die Erkenntnis gekommen, dass es doch ganz schön und sinnvoll wäre, wenn Fans mit Tickets auch ins Stadion kommen....
O-Ton Rehmsen: Ich weiß jetzt jedenfalls, warum ich dieses Mal Tickets bekommen habe....
Ich glaube, ein größeres Abenteuer war die WM in Südafrika auch nicht...
