Ich mach´ mal den Anfang und versuche das Erlebte allen daheim gebliebenen näher zu bringen.
Hier mein Erlebnisbericht:
Mit 7 Personen flog man in den frühen Morgenstunden des Europapokalfinaltages von Bremen nach Istanbul. Am Flughafen "Atatürk Havalimani" angekommen sah man schon die ersten Willkommensschilder zum Europapokalfinale. Für die Werder-Fans richteten die Organisatoren einen Extra-Schalter ein, damit man bei den allgemeinen Passkontrollen nicht so lange Anstehen musste. Im Flughafengebäude vernahm man ein wohl bekanntes Lied ("Wir sind Werder Bremen") aus einer Flughafenkneipe und aus Solidarität ging man prompt in die Kneipe, um sich eine Runde Efes zu genehmigen.
Vom Flughafen aus ging es mit dem Bus zum Fähranleger. Die Fähre (so eine Art Katamaran, die auch Helgoland ansteuern) brachte uns vom europäischen Teil in den asiatischen Teil von Istanbul. In der Fähre kam leider bis auf ein "Steht auf wenn ihr Bremer seid" keine Stimmung auf, weil die Meisten sich eher für den Business-Teil der FAZ interessierten. In Kadiköy angelegt schlenderte man an den Hafenanlagen Richtung Hauptstraße. Dabei ist man mit vielen Einheimischen ins Gespräch gekommen, die in der dieser Weltmetropole alle restlos fußballverrückt sind. Zum Mittag ließen wir uns einen Döner schmecken. Kein Tzatziki, keine rote Sauce, dafür viel Salz (ähnlich wie in Berlin) und ja ihr werdet euch bestimmt wundern: Pommes!!! Dabei dachte ich, dass dieses eine Erfindung von deutschen Imbisswirten ist, die einen auf Dönerbude machen, aber so wurde man eines besseren belehrt. Nach der Mahlzeit steuerte man den "Last Efes Stop" in der 2. Etage an, um gegen die allgemeine Aufregung etwas zu tun. Den Balkon der Kneipe brachte man so zum Beben, dass der Kneipenwirt Angst um unser Leben hatte, oder viel mehr um seinen Balkon hatte. Gruß an Alle, die ebenfalls in der Kneipe waren.
Gegen 19 Uhr machten wir uns auf dem Weg Richtung Stadion. Wir schlenderten dabei durch die von Autos und Menschen überfüllte Hauptstraße. Es ist einfach überwältigend, wie viele Menschen und Autos diese Metropole hat, dabei haben wir nur einen kleinen Ausschnitt von Istanbul gesehen, dagegen sind unsere teilweise selbsternannten deutsche Weltstädte und Metropolen ein kleine Erbse gegen. In dem Pulk von grün-weiß erreichte man vor dem Stadion eine Kreuzung, die man mit den türkischen Freunden lahm legte. Schon wurde an der Kreuzung auch die erste Humba angestimmt und die Istanbuler ließen es sich nicht nehmen ein Freudenbengalo zu zünden.
Im Stadion begegneten wir auch unseren neuen türkischen Freund von der Kreuzung mit dem Bengalo wieder, der übrigens Cimbom-Fan war. Er stellte sich zu uns nach hinten, obwohl er lieber wie er immer sagte in die "first Row" mit uns gegangen wäre. Ich sagte ihm, dass dort entweder die Ultras sind oder deutsche Bürokraten, die auf ihre Plätze bestehen. Kemal sagt mir, dass er bei Ultraslan ist und normalerweise nicht freiwillig in das Stadion von Fener geht, höchstens um Krieg zu machen, aber da sein Cousin in Bremen wohnt - macht er für uns eine Ausnahme. Sehr sympathischer Typ, er hat übrigens bei jedem und damit meine ich auch bei jedem Lied mitgesungen, obwohl er gar kein deutsch konnte.
Die Choreo mit den verteilten Plastikfahnen sah aus meiner Sicht sehr geschlossen und einheitlich aus, ich habe nur noch grün-weiß gesehen. Die gute Stimmung in unserem Block überraschte mich sehr, da ich noch die FAZ-Hansels aus der Fähre vor Augen hatte. Bei den bekannten Liedern hat bei uns jeder mitgemacht und die Akustik kam bei uns tierisch an, denn das Stadion lud einfach zum Singen ein. Fener gegen Cimbom oder Besiktas muss in diesem Stadion das höchste der Gefühle sein.....
Nach den ersten 15 Minute riss unsere Mannschaft das Spiel an sich und war die aktivere Mannschaft. Ab der zweiten Halbzeit kam Werder immer schlechter ins Spiel und die Torchancen hüben wir drüben wurden immer weniger. Beim Stand von 1:1 ging es in die Verlängerung und man verlor unglücklich 1:2, weil man es nicht mehr schaffte sich Torchancen zu erspielen und der Schiedsrichter uns nicht wohl gesonnen war. Unsere Totalausfälle: Boenisch, Frings, Özil. Pizzarro fungierte als Einzelkämpfer und Rosenberg ist mittlerweile nur noch eine Schande für unseren Verein. Rosi zieh das Trikot aus, du hast es nicht verdient das W auf dem Trikot zu tragen!!!!
Nach dem Spiel ging es mies gelaunt per Pedes zum Fähranleger Kadiköy und danach per Bus zum Flughafen. Die Busfahrt zum Flughafen ging rasend schnell, weil die Verkehrspolizei sämtliche Seitenstraßen mit Einsatzfahrzeugen abgesperrt hat. Um 7 Uhr morgens erreichte man Bremer Boden.
Fazit:
- Die Stadt Istanbul zieht dich aus den Latschen. Einfach magisch!!!
- Die Türken waren sehr freundlich und hauptsächlich auf unserer Seite
- So eine Metropole geht an eine derartige Organisation mit einer ganz anderen Denkweise heran, als Kleinstädte wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Bremen, Hannover oder Bielefeld
- Es ist ein Privileg seinen Verein bei einem Europapokalspiel zu begleiten
- Der Schiri ist nicht der Hauptschuldige, man hätte besser drauf sein müssen
- Finalgrüße nach Stellingen
- Von der Stimmung: Wir können´s doch!!!
Tesekkürler Istanbul
P. S. In 17 Jahren kommen wir wieder nach Istanbul zum Finale.
Güzel olacak!
Hier mein Erlebnisbericht:
Mit 7 Personen flog man in den frühen Morgenstunden des Europapokalfinaltages von Bremen nach Istanbul. Am Flughafen "Atatürk Havalimani" angekommen sah man schon die ersten Willkommensschilder zum Europapokalfinale. Für die Werder-Fans richteten die Organisatoren einen Extra-Schalter ein, damit man bei den allgemeinen Passkontrollen nicht so lange Anstehen musste. Im Flughafengebäude vernahm man ein wohl bekanntes Lied ("Wir sind Werder Bremen") aus einer Flughafenkneipe und aus Solidarität ging man prompt in die Kneipe, um sich eine Runde Efes zu genehmigen.
Vom Flughafen aus ging es mit dem Bus zum Fähranleger. Die Fähre (so eine Art Katamaran, die auch Helgoland ansteuern) brachte uns vom europäischen Teil in den asiatischen Teil von Istanbul. In der Fähre kam leider bis auf ein "Steht auf wenn ihr Bremer seid" keine Stimmung auf, weil die Meisten sich eher für den Business-Teil der FAZ interessierten. In Kadiköy angelegt schlenderte man an den Hafenanlagen Richtung Hauptstraße. Dabei ist man mit vielen Einheimischen ins Gespräch gekommen, die in der dieser Weltmetropole alle restlos fußballverrückt sind. Zum Mittag ließen wir uns einen Döner schmecken. Kein Tzatziki, keine rote Sauce, dafür viel Salz (ähnlich wie in Berlin) und ja ihr werdet euch bestimmt wundern: Pommes!!! Dabei dachte ich, dass dieses eine Erfindung von deutschen Imbisswirten ist, die einen auf Dönerbude machen, aber so wurde man eines besseren belehrt. Nach der Mahlzeit steuerte man den "Last Efes Stop" in der 2. Etage an, um gegen die allgemeine Aufregung etwas zu tun. Den Balkon der Kneipe brachte man so zum Beben, dass der Kneipenwirt Angst um unser Leben hatte, oder viel mehr um seinen Balkon hatte. Gruß an Alle, die ebenfalls in der Kneipe waren.
Gegen 19 Uhr machten wir uns auf dem Weg Richtung Stadion. Wir schlenderten dabei durch die von Autos und Menschen überfüllte Hauptstraße. Es ist einfach überwältigend, wie viele Menschen und Autos diese Metropole hat, dabei haben wir nur einen kleinen Ausschnitt von Istanbul gesehen, dagegen sind unsere teilweise selbsternannten deutsche Weltstädte und Metropolen ein kleine Erbse gegen. In dem Pulk von grün-weiß erreichte man vor dem Stadion eine Kreuzung, die man mit den türkischen Freunden lahm legte. Schon wurde an der Kreuzung auch die erste Humba angestimmt und die Istanbuler ließen es sich nicht nehmen ein Freudenbengalo zu zünden.
Im Stadion begegneten wir auch unseren neuen türkischen Freund von der Kreuzung mit dem Bengalo wieder, der übrigens Cimbom-Fan war. Er stellte sich zu uns nach hinten, obwohl er lieber wie er immer sagte in die "first Row" mit uns gegangen wäre. Ich sagte ihm, dass dort entweder die Ultras sind oder deutsche Bürokraten, die auf ihre Plätze bestehen. Kemal sagt mir, dass er bei Ultraslan ist und normalerweise nicht freiwillig in das Stadion von Fener geht, höchstens um Krieg zu machen, aber da sein Cousin in Bremen wohnt - macht er für uns eine Ausnahme. Sehr sympathischer Typ, er hat übrigens bei jedem und damit meine ich auch bei jedem Lied mitgesungen, obwohl er gar kein deutsch konnte.
Die Choreo mit den verteilten Plastikfahnen sah aus meiner Sicht sehr geschlossen und einheitlich aus, ich habe nur noch grün-weiß gesehen. Die gute Stimmung in unserem Block überraschte mich sehr, da ich noch die FAZ-Hansels aus der Fähre vor Augen hatte. Bei den bekannten Liedern hat bei uns jeder mitgemacht und die Akustik kam bei uns tierisch an, denn das Stadion lud einfach zum Singen ein. Fener gegen Cimbom oder Besiktas muss in diesem Stadion das höchste der Gefühle sein.....
Nach den ersten 15 Minute riss unsere Mannschaft das Spiel an sich und war die aktivere Mannschaft. Ab der zweiten Halbzeit kam Werder immer schlechter ins Spiel und die Torchancen hüben wir drüben wurden immer weniger. Beim Stand von 1:1 ging es in die Verlängerung und man verlor unglücklich 1:2, weil man es nicht mehr schaffte sich Torchancen zu erspielen und der Schiedsrichter uns nicht wohl gesonnen war. Unsere Totalausfälle: Boenisch, Frings, Özil. Pizzarro fungierte als Einzelkämpfer und Rosenberg ist mittlerweile nur noch eine Schande für unseren Verein. Rosi zieh das Trikot aus, du hast es nicht verdient das W auf dem Trikot zu tragen!!!!
Nach dem Spiel ging es mies gelaunt per Pedes zum Fähranleger Kadiköy und danach per Bus zum Flughafen. Die Busfahrt zum Flughafen ging rasend schnell, weil die Verkehrspolizei sämtliche Seitenstraßen mit Einsatzfahrzeugen abgesperrt hat. Um 7 Uhr morgens erreichte man Bremer Boden.
Fazit:
- Die Stadt Istanbul zieht dich aus den Latschen. Einfach magisch!!!
- Die Türken waren sehr freundlich und hauptsächlich auf unserer Seite
- So eine Metropole geht an eine derartige Organisation mit einer ganz anderen Denkweise heran, als Kleinstädte wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Bremen, Hannover oder Bielefeld
- Es ist ein Privileg seinen Verein bei einem Europapokalspiel zu begleiten
- Der Schiri ist nicht der Hauptschuldige, man hätte besser drauf sein müssen
- Finalgrüße nach Stellingen
- Von der Stimmung: Wir können´s doch!!!
Tesekkürler Istanbul
P. S. In 17 Jahren kommen wir wieder nach Istanbul zum Finale.
Güzel olacak!
Was soll sowas denn ?

:svw_applaus::svw_schal: