Richtig, dennoch muss man auch beachten, das man die Zahl der Verein mit vergleichen muss.
Beispiel:
Gebiet mit 1 Verein 500 000
Gebiet mit 2 Vereinen 1 000 000
Da haben alle 3 Vereine also in etwa gleiche Vorraussetzungen, wenn man mal die Historie außer acht lässt.
Der letzte Punkt ist ganz entscheidend, denn gerade die Begleiterscheinungen machen oft den Unterschied aus.
Zum Beispiel spielt die Fankultur hier noch eine ganz entscheidende Rolle.
Ich führe einfach mal St. Pauli oder Fortuna Düsseldorf auf, die selbst als Drittligist Bayer Leverkusen oder den VfL Bochum zuschauertechnisch ausstechen dürften, so dass die Rhein-Ruhr-Metropolregion denen auch nicht hilft. Vereine mit einer solchen Fankultur haben oft auch Fans, die bundesweit verteilt sind.
Krasses Gegenteil in der Region sind Dortmund und Schalke, bei denen ein gigantisches Einzugsgebiet und eine sehr ausgeprägte Fankultur für einen rieseigen Zulauf sorgen, der auch durch die Vielzahl an Vereinen in der Region nicht gebremst wird. Das heißt, deren Voraussetzungen werden nicht schlechter, weil es in der Region viele Bundesliga-Clubs gibt.
In Sachen Fankultur würde ich Werder irgendwo in der Mitte ansiedeln.
Die Anzahl an Fanclubs außerhalb Bremens ist zuletzt gewachsen, aber der Großteil der Anhängerschaft kommt eben aus dem Einzugsgebiet und ist sicher eher aus regionaler Verbundenheit dabei. Auch die Begeisterungsfähigkeit ist wohl nicht mit St. Pauli oder Schalke zu messen.
Insofern, um auf die Kernaussage zu kommen, ist vom Potenzial her irgendwo das Ende der Fahnenstange erreicht. Sowohl was den Zuschauerzulauf angeht, als auch was die Attraktivität als Werbeträger angeht.
Eben zum einen aufgrund der begrenzten Möglichkeiten der vergleichsweise strukturschwachen Region, zum anderen wegen einer Fankultur die man zwar in keinster Weise schlechtreden muss, aber im Vergleich zu besagten Vereinen nicht so stark ausgeprägt ist.