Glaubst Du wirklich das es keine möglichkeit gegeben hätte das Dach länger zu bauen?Also ich nicht,mit Geld ist alles machbar.Wie schon erwähnt mit einer leichteren bauweise und ohne die Photow. auf dem Dach,hätte man das Dach bis an die Spielfeld ziehen können und hätte zudem noch eine viel viel bessere Akustik und Stimmung..Aber Hauptsache die Herren in den VIPS sitzen trocken.Wenn intressieren schon die Rollis und die "normalen"Fans in den ersten reihen...
http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/pics/schmittchen/bayarena1.jpg
Geil...
"Mit Geld ist alles machbar".
Und genau das ist das Problem: Ausgaben tätigen, die sich nicht amortisieren. Ich denke, darauf ist in erster Linie geachtet worden.
Herausgekommen ist dabei eine Lösung, die bei den Fans einige Wünsche offen lässt, die einzelnen Bauabschnitte für sich genommen aber unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zumindest nachvollziehbar erscheinen.
Business-Logen und Platinränge sind in erster Linie zwar nicht fanfreundlich, helfen aber zuerst, das ausgegebene Geld in die Kassen zu spülen. Und zwar in Relation mit schmalem Aufwand. Gemessen an den Ticketpreisen müsste man rein rechnerisch dafür knapp 10000 Sitzplätze mittlerer Preiskategorie schaffen, um ähnliche Erträge zu generieren.
Darüber hinaus scheint die Kooperation mit EWE und SWB ja recht lukrativ zu sein, weil man sie ja als intelligente Alternative zum Verkauf des Stadionnamens präsentiert hat. Eine solche Kooperation hätte es ohne Photovoltaik nicht gegeben - und man spart sich obendrein zusätzliche Imagekampagnen, die m.E. auch unverhältnismäßig viel Geld kosten.
Was die Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern angeht, wird das Gewicht m.E. überschätzt. Wie im Umbaubuch nachzulesen ist, wurden ja keine schweren Platten verbaut, sondern eine leichte Folie verlegt, in die die Solarzellen eingefasst sind. Ich denke, dass man ohne die Solarzellen keinen großartigen Spielraum gewonnen hätte.
Man hat ja schon mehrfach gesagt, man sei beim Dach an die Belastungsgrenze gegangen und geäußert, ein längeres Dach sei daher nicht möglich. Richtigerweise hätte die Formulierung wohl heißen müssen: "Eine Dachverlängerung zu wirtschaftlich sinnvollen Konditionen ist nicht möglich".
Angenommen, wir sprechen über mehrere Millionen, um zumindest offiziell alle Plätze als überdacht verkaufen zu können - da muss man m.E. irgendwann mal eine klare Grenze ziehen, zumal man eh eine Lösung wie in Düsseldorf oder Gelsenkirchen bräuchte, um alle Plätze sicher trockenzulegen.
edit:
Der Leverkusener Vergleich ist übrigens einmal mehr verdammt unpassend.
Schaut Euch mal an, wo die tragende Konstruktion verankert wird. Wenn wir wegen der Fassade und einem Meter Überlappung schon einen solchen Ärger mit den Anwohnern haben, was soll dann erst los sein, wenn wir das schöne Stadiongelände mit Stahlträgern verschandeln? Also, immer schon vergleichbare Beispiele anführen und die Kirche im Dorf lassen
