Hi,
also jetzt mal allen Ernstes:
Es kann ja wohl nicht mehr sein, das der Steuerzahler Profivereine (die heutzutage riesige Einnahmen aus diversen Quellen erzielen) und damit u.a. auch die völlig aus dem Ruder gelaufenen Wahnsinnsgehälter der Spieler mitsubventioniert!
Was da mit Kaiserslautern passierte war eine bodenlose Frechheit auf Kosten des Steuerzahlers (und übrigens auch eine Wettbewerbsverzerrung).
Tatsache ist: Die Finanzlage fast aller Städte, Kommunen, Länder und des Bundes ist schlichtweg katastrophal, zustande gekommen durch eine skrupellose Mißwirtschaft und Steuergeldverschwendung seinesgleichen. Es wird allerhöchste Zeit, das hier endlich ein Umdenken und ein vernünftiger Umgang mit den Steuergeldern stattfindet. Ansonsten tut mir die zukünftige Generation echt leid, die die Folgen dieses gigantischen Schuldenbergs zu tragen hat.
Es ist unglaublich, das in Zeiten eines mächtigen Konjunkturaufschwungs und brummender Steuereinnahmen wie zuletzt trotzdem noch eine riesige Neuverschuldung gemacht wird. Wo soll das alles enden???
Gruß von einem nachdenklichen
Werder-Oldie
Deine Meinung ist auf den ersten Blick verständlich und nachvollziehbar,
allerdings besagt das 1mal1 der Wirtschaftspolitik, dass gerade in Krisenzeiten durch Konjunkturprogramme die Wirtschaft gefördert werden solle.
Werden Bremen ist durchaus aus respektables Wirtschaftsunternehmen zu bezeichnen in das die Stadt nicht nur Geld reinpumpt, sondern auch einiges wieder zurückbekommt.
Allein die Lohnsteuer, die Werder pro Jahr bezahlt liegt bei etwa 30 Mio. Euro.
Hinzu kommen eine Vielzahl von weiteren Effekten, die den Verein für die Stadt mehr als lukrativ macht.
- Henning Scherf bezeichnete Werder einst als größten Werbeträger der Stadt. Der Lehrstuhl für innovatives Management an der Universität Bremen hat hierzu festgestellt, dass der Imagetransferwert, welcher Werder Bremen für die Stadt erwirtschaftet, bei ca. 29 Millionen Euro pro Jahr liegt. Es gibt aber keine direkte Förderung, mit der die Stadt die Marke Werder Bremen stärkt, oder umgekehrt.
- fast 60% der Zuschauer kommen aus dem Umland und geben Geld in Gaststädten, Taxifahrten usw. aus.
Wenn die Stadt also Geld in ein besseres Stadion investiert, dann kann dies durchaus auch finanziell Sinn für die Stadt machen.
Referenz:
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/geo-log/allgemein/2008-09-03/interview-mit-j-rgen-l.-born