Das Brandschutzkonzept für das Weserstadion ist bestimmt sehr interessant. Gerade im Hinblick auf die installierten Photovoltaikanlagen, die im Falle eines Falles, mit Hilfe eine Trennschalters vom Stromnetz abgekappt werden müssten, da die Feuerwehr im Brandfall nicht löschen könnte, wenn die Anlage noch Strom produziert (gilt natürlich nicht für nachts).
Photovolaikanlagen zählen zu elektrischen Anlagen, die jedoch keine Hochspannung von über 1.000 Volt erreichen. Die hohe Gleichstromspannung der Anlage in Verbindung mit Wasser ist für Feuerwehrmänner lebensgefährlich, wenn ein Wasserstrahl aus geringer Entfernung auf die Solarmodule gerichtet wird.
Erschwerend hinzu kommt, dass die Module beim Neigungswinkel des Daches, die meistens in Form einer Aluminiumkonstruktion Halt finden, ohne weiteres vom Dach rutschen könnten, da Aluminium nicht brennbar ist und die Module sich dadurch von der Unterkonstruktion aus Aluminium lösen könnten.
Bei Einfamilienhäusern mit Photovoltaikanlage kam es schon häufig vor, dass die Feuerwehr das Objekt kontrolliert abbrennen ließ, weil für die Feuerwehrleute kein Zugang zum Trennschalter möglich war. Daher müssen beim Weserstadion die Trennschalter im Brandschutzplan genaustens eingezeichnet werden und es müssen mehrmals im Jahr Begehungen mit der Feuerwehr stattfinden.