Was heisst denn Back to the roots? 99? Die Zeiten sind längst vorbei. Und auch Werder ist ein ganz anderes Werder als 99.
Was macht es für einen Sinn, die Ausgaben zu bewerten, wenn man die Einnahmen nicht kennt. Wenn Arnautovic, Sokratis und Ekici (und Gott bewahre Hunt) gehen sollten, dann wird man sicherlich auch mehr ausgeben als wenn keiner geht.
Und nein, warum sollte man wieder die kleine graue Maus der 99er werden, wenn man wirtschaftlich schon viel weiter gekommen ist. Man braucht Kreativität. Erfahrung, besondere Spieler und/oder junger Spieler aus der eigenen Jugend. Und natürlich einen neuen Cheftrainer, der die Dinge mit Eichin anpacken kann.
Nein. Wir müssen da anknüpfen, wo wir 2006 aufgehört haben.
Nämlich nicht die Mannschaft um jeden Preis zusammen halten und die Gehälter nicht wieder zu stark anheben, nicht den soliden Spielern Verträge geben, auf denen sie sich dann ausruhen.
Werder muss wieder zu einem Ausbildungsverein werden, oder regelmäßig CL spielen. Letzteres ist aber erst mal nicht mehr drin.
Ja sicher wird man mehr ausgeben, wenn Spieler gehen. Keine Frage.
Aber wenn Sokratis geht, geht ein Großteil dieser Einnahme für einen neuen IV drauf. Also werden von den 10-15 Millionen für Sokratis nur maximal 6 Millionen (geschätzt) für andere Transfers über bleiben.
Ja, man war wirtschaftlich weiter. Aber nur dank der CL-Einnahmen.
Als die wegbrachen ist der Umsatz entsprechend geschrumpft.
Werder hat nun mal einen Standortnachteil UND es wurde Murks bei den Transfers und Verträgen gemacht so das von den Einnahmen, die erzielt wurden, gefühlte 95% in die Mannschaft geflossen sind.
Teure Transferflops - CA, Ekici, Marin (ok, wenigstens die Ablösesumme hat man wieder reingeholt) Arnautovic, Elia, Avdic...
Zu teure Verträge zu CL-Zeiten für solide bis gute Spieler.
Werder fängt jetzt quasi wieder bei 0 an, ok, bei 25 denn eine graue Maus sind wir (noch) nicht wieder. Noch haben wir einen guten Ruf den es zu retten gilt durch kluge und vorrausschauende Transferpolitik um sich so wieder nach oben zu arbeiten und dabei zu hoffen, das die schlafenden Riesen wie WOB oder HSV nicht aufwachen.