Das System, dass die Mannschaft beherrscht, ist das 4-4-2 mit Raute. Gegen Fulham hat Werder eine ganz starke erste Halbzeit abgeliefert. Kaum Ballverluste, viele schöne Spielzüge, ständige Torgefahr und so gut wie keine Chance für den Gegner. Werder hätte eigentlich mit 3:0 oder 4:0 führen müssen und nicht nur mit 1:0. Als dann personell und taktisch umgestellt wurde, brach alles zusammen.
Der Versuch, in der Kürze der Zeit ein 4-3-3 einzustudieren, ist misslungen. Die Spieler haben die Laufwege noch nicht verinnerlicht. Weder die Stürmer noch die Mittelfeldspieler. Der Spielfluss ist bei einem 4-3-3 nicht da und das Mittelfeld ist nicht kompakt genug. Eigentlich ist ein 4-3-3 mit unserem Personal sinnvoll, denn Marin und Arnautovic sind als Außenstürmer geradezu prädestiniert. Aber in der kurzen Vorbereitung, die zudem noch durch Verletzungen und den verspäteten Einstieg der WM-Teilnehmer erschwert wurde, konnte dieses System einfach nicht einstudiert werden. Zu Saisonbeginn und in den CL-Qualifkationsspielen sollte Werder deshalb auf ein 4-4-2 setzen.