Hallo
@osterdeich_hb,
das klingt ja richtig übel, was du da beschreibst und rätst jedem ja auch davon ab, nach Cottbus zu fahren. Hast du das selbst vor Ort so erlebt oder wie kommst du zu dieser Einschätzung?
@gersche berichtet daraufhin ganz anders, was du mit einem "gefällt mir" quittierst. Deshalb bin ich etwas irritiert, da ich auch überlege hin zu fahren.
Was würdest du mir denn jetzt empfehlen?
Hmhh, empfehlen würde ICH Dir, dort entweder nicht hinzufahren, oder als Fan der gegnerischen Mannschaft auf jedwede Provokation zu verzichten.
Ich selbst war 2x dort im Stadion. Vorkommnisse gab es keine, ich habe mich dort aber nicht besonders wohlgefühlt. Für mich war es die, wie ich es wahrgenommen habe, dumpfe Stimmung, rund um das Stadion, in der Fanszene bei Energie. Da liefen aus meiner Sicht sehr viele Glatzen und Gestalten rum, die von Polizei-Hundertschaften begleitet werden mussten.
Uns Werder-Fans ist nichts passiert, was möglicherweise auch daran lag, dass Werder in Ostdeutschland eine große Fangemeinde aufweisen kann und Sympathien genießt. Freunden von mir, ihrerseits Anhänger von Hannover 96 erging es dort anders. Für sie ist Cottbus nach ihren Erfahrungen in der Relegation 1996/97 zwischen 96 und Energie Cottbus, nach viel Hass und Gewalt zwischen den Fan-Lagern, nach massiven rassistischen Beleidigungen gegen die damaligen Spieler Gerald Asamoah und Otto Addo zur "No go Area" geworden.
Diese Relegation liegt 27 Jahre zurück, meine eigenen Erfahrungen ca15 Jahre. Lange her. In der Zwischenzeit hat sich die Fanszene in Cottbus dem Vernehmen nach politisch weiter radikalisiert. Fans von Babelsberg 03 mussten ihre dumpfen Erfahrungen dort machen. Für die brandenburgische Landesregierung gilt die Stadt Cottbus als der Hotspot für Rechtsradikalismus in Brandenburg, was sich, nicht verwunderlich, auch in der Fanszene von Energie Cottbus widerspiegelt.
Für mich ist Cottbus, neben Rostock, einer der Spielorte im deutschen Profifußball, die ich als Gäste-Fan eher meiden würde. Aber, für Dich musst Du das selbstverständlich selbst bewerten und selbst entscheiden.