Wie wäre es, wenn du einfach sachlich anfangen würdest, anstatt von Weicheiern und Typen zu reden? Das ist nämlich einfach nur übelstes Stammtischgelaber. Lustig, dass ausgerechnet du dann auch noch anderen einen kleinen Horizont bescheinigst.
Die Nationalmannschaft befindet sich gerade im Umbruch, da müssen sich neue Wortführer natürlich erst herausbilden, ist ein ganz normaler Vorgang. Ob es mit den jetzigen Spielern funktioniert, und wer sich da gegebenenfalls dann als Wortführer herauskristalliert, wird man zukünftig sehen. Ich hoffe allerdings, es funktioniert nicht, denn der Hype um die Mannschaft im Erfolgsfall ist unerträglich.
Btw gibt es die Diskussion um vermeintlich "weichgespülte" (so eine dämliche Bezeichnung) Spieler schon ewig. Interessant, dass jetzt der 2014er Kader als Gegenteil dessen angeführt wird.
Ich weiß ja nicht, ob Du selbst AKTIV Fußball spielst oder gespielt hast.
Wenn ja, weißt Du oder solltest es wissen, dass es quasi eine "normale Sprache" gibt und unter Fußballern in der Kabine und auf dem Platz sprachlich etwas deftiger zugeht.
Übrigens unabhängig von ihrer sozialen Stellung, Bildung und Herkunft.
Was Du am Wort "Typ" zu bemängeln hast, erschließt sich mir nicht einmal, wenn ich es auf den normalen Sprachgebrauch abstelle.
Was bezeichnet man mit Typ?
Einen Menschen, der ruhig daherkommt, als ruhigen Typ.
Einen Menschen der aufbrausend ist, als aufbrausenden Typ.
Einen Menschen, der Führungsqualität besitzt, als Anführertyp.
Dazwischen gibt es Menschen, mit anderen Eigenschaften, das sind dann eben andere Typen.
Wenn ich von "damals gab es noch Typen" schrieb, meinte ich, und das ist bestimmt sehr vielen Useren auch geläufig, dass es die Spieler auf dem Platz und in der Kabine sind, die dann, wenn es im Spiel, in einem Turnier, etc., nicht gut läuft, sprichwörtlich die Ärmel hochkrempeln und vorangehen, andere aufmuntern, pushen , und dem Gegner mit ihrer eigenen Körpersprache Wiederstand demonstrieren.
Was Du an dieser Wortwahl auszusetzen hast, kann ich nicht nachvollziehen!
Wenn Du den Ausdruck "Weicheier" schrecklich findest, dann ist der im Fußballsport nicht selten zu finden.
Er bezieht sich zumeist auf Spieler (Typen), die z. B. Zweikämpfen aus dem Weg gehen, nur dann gute Leistungen bringen, wenn es "läuft", ansonsten eher "abtauchen".
Die praktisch Mitläufer sind.
Solche Mitläufer werdem im Fußballdeutsch eben Weicheier genannt.
Wenn einer dann, wenn ich einem Zweikampf aus dem Weg gehe, zu mir sagt, "eh Du Weichei, hau mal richtig dazwischen" fasse ich das nicht krumm auf, sondern weiß, was derjenige meint.
Wenn Ähnliches im Berufsleben passiert, einer z.B. sagt "eh Du Weichei, kümmere Dich mal darum, dies (oder jenes) zu erledigen", dann wäre das etwas völlig anderes.
Dann wäre es so, wie Du es interpretierst zu werten, nämlich unschön bzw. eine unhöfliche Beleidigung.
Zurück zu NM.
Nimm den Kader der erfolgreichen Nationalspieler.
Ob es die Weltmeister um Beckenbauer, Matthäus oder Schweinsteiger waren, in all diesen Teams standen eine Menge an Spielern, eben Typen, die den Anführer-Typ verkörperten.
Deshalb hatten sie, neben ihrer fußballerischen Klasse, diese Erfolge.
Nimm hingegen die jetztige Generation.
Nenne mir Spieler, die dann vorangehen, wenn es scheiße läuft.
Ausgenommen Neuer und eben Kimmich, ist da nichts.
Keiner haut mal dazwischen.
Keiner pusht den anderen mit seiner Körpersprache.
Keiner wehrt sich, gegen eine drohende Niederlage, gleich recht nicht eine solche geschichtsträchtige Niederlage.
Nein, alle schauen schön nett und lieb zu, wie die sich ebenfalls oder tatsächlich im Neuaufbau befindlichen Spanier, uns so richtig eine überwatschen.
Ja, sie sind alle nett und lieb.
Zu lieb ..... AUF DEM PLATZ gegen den Gegner.
Und waren bzw. sind fußballerisch den Spaniern haushoch unterlegen.
Lieb und nett sind an sich sehr begrüßenswerter Wesenszüge.
Nur nicht auf dem Platz.
Warum ist das so?
Weil alle Spieler, beginnend im Jugenbereich, speziell in den Schulungen der DFB-Nachwuchsteams so erzogen werden.
Und zudem in Schematas, die diesen Talenten den individuellen Handlungsspielraum berauben.
DAS nennt man dann im Fußballjargon, glattgebügelt.
Sie können praktisch nichts dafür, der Verursacher sind de facto die Ausbildungsgrundlagen des DFB.
Ihnen wird ganz einfach die Selbstbestimmung für's eigenverantwortliche Handeln auf dem Platz, nicht in die Wiege gelegt, sondern damit sogar entzogen.
So gesehen, muss man sich nicht wundern, wenn die Ginter's, Werner's, Tah's, Max's, etc. zu Mitläufern (Weicheiern) mutieren.
Sie befinden sich seit ihrer frühesten Jugend in einem Konzept, dass sie in ein Korsett zwängt, das ihnen und den deutschen Fußball nicht gut tut.
Hinzu kommt, dass einigen von denen die fußballerischen Fähigkeiten für einen Nationalspieler gar nicht gegeben sind.
Das meinte ich und wollte nicht etwa einzelne Spieler beleidigen.
Meine Kritik bezog sich auf dem DFB, dessen Ausbildungskonzepte und besonders auf die, die das dann so beschissen fortsetzen bzw. umsetzen, wie dieser Bierhoff und der Popeljogi.
Wegen dem Sachverhalt, dass diese Pfeifen noch immer am Ruder sind, kann man wohl kaum von einem Umbruch reden.
Ein Umbruch beginnt am Kopf des Fisches, denn dort beginnt er nämlich zuerst zu stinken
Und, diese Fische heißen Löw, Bierhoff und, diese als DFB-Präsident auftretende Witzfigur Keller (eigentlich ein sympathisch wirkender Mensch).