Hoffmann will zusammen mit 4000 Hamburgern uns richtig aufmischen. Die mischen hier NIEMANDEN auf, außer sich selbst!
Dennoch können solche Aussagen und so ein Ereignis (Wechsel des Präsidenten) möglicherweise psychologisch was freisetzen bei denen. Deshalb müssen wir Vorbereitet sein.
Wichtiges Spiel für mich zumindest. Bitte nicht vergessen, das die Hamburger als angeschlagener Gegner ziemlich gefährlich sind. Das ist wieder ein 6 Pkt. Spiel. Die taktische Vorgabe ist aber auch klar. Nicht WIR müssen auf Gedieh und Verderb gewinnen, sondern DIE. Ein unentschieden wäre grundsätzlich für mich akzeptabel. Denn in erster Linie geht es vorerst nicht darum, das wir einen Schritt nach vorne machen, sondern das der H?V diesen Schritt nicht machen kann, der den Platz inne hat, wo wir nicht stehen wollen(Abstand halten). Der Abstiegskampf ist noch lange und er wird nicht in diesem einen Spiel entschieden. Gleichwohl wäre es aber Absurd, wenn ich nicht wollen würde das Werder gewinnt. Natürlich, es ist Heimspiel und Derby verfluchte Axt.
Meine taktische Idee wäre folgende: Wenn ich die Auswärtstaktik der Cheeseburger so beobachte, dann werden die wohl wie gewohnt hinten kompakt stehen und das Pressing in der Mitte zwischen Mittellinie und eigenem 16er beginnen um dann schnell umzuschalten, auszuschwärmen und den harten schnellen Pass auf die Außen suchen (meistens Kostic, aber nicht immer) aber auch Wood wird sich für eine zentrale Möglichkeit in Position laufen. Auch der Hahn ist auf seiner Seite immer eine Gefahr, da er auch mal gerne nicht Positionsgetreu auftaucht. Ob er spielen wird, weiß ich allerdings nicht.
Es wird darauf ankommen, bei eigenem Ballbesitz einen kontrollierten Weg an den 16er zu finden ohne Harakiri anzulaufen. Hinten muss immer soweit abgesichert sein, das man sich Ballverluste und nicht angekommene Pässe erlauben kann. Man muss mit bedacht kombinieren und sich immer weiter nach vorne drücken, denn da sind die Hamburger dann verwundbar, weil die sich dann immer tiefer fallen lassen. Wichtig wird auch sein, nicht zu eintönig immer über die Außen (zu oft auch über Kainz) die Angriffe zu führen, denn darauf werden sich die Hamburger gut einstellen. Die Sturmbesetzung mit Kopfballspielern ist ohnehin nicht unsere Stärke, so bringen Flanken meist auch nicht viel Ertrag. Also ruhig mal in der Woche einen zentralen Pass-Lauf in den 16er einstudieren, auch hier sind die Hamburger nicht immer "Sattelfest". Oder wenn über Außen, dann ruhig mal flach quer legen, das mögen die wegen ihrer nicht seltenen Abstimmungsprobleme auch nicht besonders.
Bei Cheeseburger Ballbesitz müssten wir dann umstellen und uns etwas mehr fallen lassen. Denn wenn die Hamburger mit einem Probleme haben, dann wenn sie auf eine Kompakte Abwehr treffen. Die lieben es, wenn man sie in Höhe der Mittellinie presst und ihnen das Räume verschafft für Anspielstationen. Alternativ könnte man die aggressiv am eigenen 16er bzw. in eigener Hälfte angreifen das mögen die auch nicht, das birgt aber auch einige Risiken, wie man weiß.
Dann wäre es von Vorteil, wenn man weiter an Standards arbeitet. Standards bringen ohnehin Punkte, wenn man sie zu nutzen weiß. Gerade wenn es schwierig wird, mit bedacht bei kompakter Abwehr zu Chancen zu kommen, können Standards Gold wert sein. Also üben, üben, üben.
Was auch meiner Meinung hart verbessert werden kann, das schnelle umschalten bei Ballgewinn vor dem eigenen 16er. Ein paar einstudierte Lauf und Passwege (richtiges Ausschwärmen) wäre eine gute Waffe die Cheeseburger zu überrumpeln. Also bitte auch Konter verbessern, denn wie o.a. DIE müssen eigentlich gewinnen.
Alles im Allen würde das von der Taktik konditionell viel Kraft kosten und einiges abverlangen an Aufwand. Aber es ist ja ein Derbyspiel, deshalb muss man sich auch einen richtigen Matchplan zurechtlegen um in gewissen Momenten kräfte zu sparen.
Was mir allerdings Sorge bereitet und ich nicht unerwähnt lassen möchte: Wenn ich die Szene vom Freistoß in Freiburg sehe, und 1 Woche zuvor die gleiche Szene gegen Wolfsburg. Dies gg. VW aber nochmal gerade so eben gut gegangen ist und dann eine Woche später exakt nochmal passiert und dann nicht mehr gut ausgeht. Dann frage ich mich ERNSTHAFT wie es sein kann, das man diese peinliche Situation nicht sofort mal aufgearbeitet hat in seiner "Nachbetrachtung" wie es ja angeblich Standardmäßig stattfindet. Das zeigt, das man nicht in der Lage war solche "Schwächen" mal ernsthaft aufzuarbeiten. Eine klare Ansage gefälligst nicht zu pennen, wenn der Gegner DIREKTEN Freistoß hat, wo der Schiri aber mal GARNIX "freigeben" muss, hätte völlig gereicht. Bitte JETZT mal endlich nachholen! Ein drittes mal will ich das nicht mehr sehen, wir haben schon genug Punkte "verschenkt".
Das war`s von mir zum Cheeseburg-Derby erstmal, danke für´s Lesen.
Gruß