Was mir jedoch unverständlich ist: Für die Finanzierung des Stadionumbaus wurden u.a. damals fatalerweise eine Mindestanzahl von Heimspielen kalkuliert, die auch einige Pokal/internationale Spiele beinhaltete.
Warum hat man nach dem sportlichen Abschwung nicht versucht, die jährlichen Stadionraten zu verringern und dafür die Finanzierungslaufzeit zu verlängern?
Es kann doch nicht sein, das wir uns jetzt nahezu kaputtsparen müssen, nur um die -mittlerweile aufgrund Fehlkalkulation- viel zu hohen Raten aufbringen zu müssen.
Ein Beispiel aus dem normalen Leben:
Ein Ehepaar mit Nettoeinkommen von 4000 EUR finanzierte auf Basis dieses Einkommens ihr neu gebautes Haus und vereinbarte eine diesem Nettoeinkommen entsprechende mtl. Rate.
Nun verlor der Ehemann seinen gutdotierten Job und muß sich mit einem deutlich geringer entlohnten zufriedengeben.
Das Ehepaar wird doch nun alles versuchen, die Raten den neuen, aktuellen finanziellen Verhältnissen anpassen zu lassen (durch entsprechende Verringerung des Tilgungsanteils), um einigermaßen vernünftig über die Runden zu kommen, natürlich mit entsprechender Laufzeitverlängerung.
Und in der Regel wird das finanzierende Geldinstitut dem auch stattgeben.
Warum macht Werder das nicht?
Was mich auch interessieren würde, ist der Zinssatz und ob und wie lange dieser festgeschrieben wurde. Vermutlich zahlen wir Zinsen in einer Höhe, die für die heutigen Zinsverhältnisse astronomisch hoch sind. Wie steht es deshalb um die Möglichkeit einer Umschuldung?
Das sind Punkte, die für Werder evtl. existenzielle Bedeutungen haben werden...