Ich mache mir echt Sorgen wegen der Finanzierung der Anleihe...
Es wurden EUR 17 Mio. plaziert zu einem Zinssatz von 6,5 %.
Alleine der Zinssatz sagt ja schon alles über die schlechte Bonität des Unternehmens aus!
Zum Vergleich: Für eine Griechenland-Anleihe bis 2026 werden lediglich 3,00 % gezahlt.
Die Nachfrage war so gering, dass von der erhofften EUR 30 Mio.-Emission lediglich etwas mehr als die Hälfte plaziert werden konnte.
Die jährlichen Zinskosten aus dieser Anleihe i.H.v. ca. EUR 1,1 Mio. sollten zu stemmen sein, auch wenn es eine sehr teure Refinanzierung darstellt.
Aber wie stellt sich der Verein die Rückzahlung zum 31.07.2026 vor?
Wie sollen da EUR 17 Mio. zur Verfügung stehen?
Mit höheren Einnahmen aus Liga 1 brauchen wir wohl vorerst nicht zu kalkulieren.
Wenn ich mir die EUR 17 Mio. im Vergleich zum aktuellen Marktwert von ca. EUR 43 Mio. ansehen, bekomme ich schon ein mulmiges Gefühl.
Das wären ca. 40 % des aktuellen Kaderwertes.
Wie soll diese Rückzahlung in 5 Jahren darstellbar sein, wenn wir dafür nicht das letzte "Tafelsilber" verkaufen? Wenn wir in dieser Zeit keine Spieler als Mehrwertspieler veräußern können? Und für EUR 17 Mio. müssten das schon einige sein. Diese Hoffnung ist mir allerdings Stand heute zu utopisch.
Wenn wir die EUR 17 Mio. günstiger über ein Bankdarlehen hätten generieren können, wäre niemals die Anleihe auf den Markt gebracht worden. Das bedeutet nichts anderes, als dass wir bei keinem Institut mehr kreditwürdig waren!
Wenn man nun 1 + 1 zusammenzählt, wird es bei weiterem sportlichen Misserfolg doch nur zwei mögliche Szenarien geben: Zahlungsunfähigkeit und damit verbunden Zwangsabstiege oder Abwicklung des Vereines. Oder die Zulassung eines unerwünschten Investors, aber auch hier mit offenen Ende.
Oder sehe ich das nach Auswertung dieser Zahlen zu negativ?
Denke nicht, dass in der Bilanz eine ausreichende Liquidität ausgewiesen ist und stille Reserven vorhanden sind.
Und selbst wenn, sind diese in 5 Jahren nicht vollständig aufgebraucht?