Der Film-Rezensions-Thread

Da würde mich deine Meinung mal zu interessieren. Ist es wirklich so ein männerverachtender woker Film?

Hab ihn heute zusammen mit meiner Freundin und meiner Schwester gesehen. Und kann überhaupt nicht bestätigen das dieser Film männerverachtend ist.
Ich finde das der Film versucht so gut es geht die Waage zu halten. Klar spielt er mit den Klischees, geht gegen das Patriarchat und ist für Feminismus, er kritisiert die Stellung der Frau in der heutigen Gesellschaft, versucht aber, IMO beide Seiten der Medaille zu beleuchten. So habe ich zumindest den Film interpretiert. Woke mag der Film sein, aber ich sehe da grundsätzlich keinen negativen kampfbegriff.

Ich habe mich sehr amüsiert und fand den Film sehr sehenswert.

Meine Wertung wäre da eine 8,5 von 10

P.S er ist definitiv kein Kinderfilm, da die Handlung weit über deren Horizont geht.
 
War letzten Freitag im Kino, wollte Oppenheimer oder Barbie, bekam Indianer Jones 5. Was soll man machen, scheiß Gruppenzwang :D

Also der Film zeigt erstmal einen Backflash in das Ende des zweiten Weltkriegs, wo Indianer wieder ein Artefakt jagt. Da wird auch der Gegenspieler eingeführt. Dann wird ein alten Indianer gezeigt, der gerade in den Ruhestand geht, aber natürlich nicht lange, sondern die Tochter eines alten Freundes findet ihn und will seine Hilfe, diese Dame wird vom CIA verfolgt, die kennen aber Indianer nicht. Dann geht die wilde Reise los....

Also der Film versucht viele Kenner der ersten 3 Filme durch die alten Schauspieler, alte Redewendungen oder Situationen zu gewinnen, so ist z.B. das zeigen der Flug- und Reiseroute, wie in den alten Filmen dargestellt, auch spielt der Helfer in der arabischen Welt (Name leider nicht im Kopf) wieder kurz mit. Leider wird es mM völlig überstrapaziert, was dann zu lasten der Storie geht, die echt nur mit viel Wohlwollen zu ertragen ist.
Der Film hat insgesamt das Problem, dass er viel zu viel Aktionszenen hat und zu wenig auf stimmige Zusammenhänge und Entwicklung legt. M.M ist das ein Problem vieler Filme in den letzten Jahren, viel Aktion, dass man sich schon wünscht, dass mal Pause ist und zu wenig Figurenentwicklung in Dialogen oder "normalen" Szenen.

Fazit: Die Bilder sind natürlich super, die Musik ist es natürlich auch, muss man sie doch nur aus den alten Filmen übernehmen, aber mir reicht das nicht, dann sehe ich lieber die alten Filme 1-3 wieder. Die Storie und Figurenentwicklung ist hanebüchen oder kaum vorhanden oder enttäuschend. Das Ende soll so eine Art Überraschung sein, denke ich, aber ich empfinde es als fürchterlich
Reise in die Vergangenheit mit Flugzeugen, die dann von römsischen Galeeren aus mit Skorpionen abgeschoßen werden. Dann treffen mit dem Archimedes
.

Ich würde dem Film eine 4/10 geben, aus nostalgischen Gründen. Die Musik und Harrison Ford, aber niemanden Empfehlen reinzugehen.
 
Ich habe (dienstlich) "Der Vermessene Mensch" geschaut.
Wer sich ein wenig für deutsche Kolonialgeschichte oder auch die aktuellen Differenzen zwischen Deutschland und Namibia interessiert, wird einiges daraus ziehen können. Für mich war die Frage nach der Rolle und Instrumentalisierung von Wissenschaft ein Kern des Films, wobei es auch eine spannende Handlung gibt.
Meine SchüerInnen waren unzufrieden, weil es kein "Happy End" gibt, was aus meiner Sicht angemessen ist.
Bin kein regelmäßiger Kinogänger, finde den Film aufgrund der Thematik(en) empfehlenswert.
 
Oppenheimer

Wie zu erwarten gibt es keine tiefergehenden Details zum Bau einer Atombombe :D, aber der Film geht auch grundsätzlich nicht wirklich auf die Entwicklungsgeschichte ein.
Es geht im wesentlichen um das Manhattan-Projekt bis zum Trinity-Test und vor allem die Auswirkungen, seelischen Leiden und Folgen für Oppenheimer, dem die Führungselite seine liberalen Ansichten nicht verzeihen mag und der sich wohl auch selber nicht verzeihen konnte.
Die Atombombenabwürfe auf Japan werden nur am Rande erwähnt.
Leider wird einem der Charakter von Oppenheimer trotz einer Laufzeit von 3 Stunden aber nicht wirklich näher gebracht und bleibt mir zu sehr an der Oberfläche.
Der Film spielt auf mehreren Zeitebenen, zwischen denen fleissig gewechselt wird, besteht fast nur aus Dialogen und ist nicht einfach zu folgen. Definitiv kein Film für ein actionorientiertes Publikum, aber mit hervorragender Kameraarbeit und Dialogen, hervorragenden Darstellern und Matthias Schweighöfer :ugly:.

Insgesamt trotz seiner Überlänge nicht langweilig, aber hätte bestimmt noch packender umgesetzt werden können.

8/10

Werde ihn mir morgen ansehen. Interessante Rezension von dir. :top: Bin gespannt.
 
Oppenheimer

Wie zu erwarten gibt es keine tiefergehenden Details zum Bau einer Atombombe :D, aber der Film geht auch grundsätzlich nicht wirklich auf die Entwicklungsgeschichte ein.
Es geht im wesentlichen um das Manhattan-Projekt bis zum Trinity-Test und vor allem die Auswirkungen, seelischen Leiden und Folgen für Oppenheimer, dem die Führungselite seine liberalen Ansichten nicht verzeihen mag und der sich wohl auch selber nicht verzeihen konnte.
Die Atombombenabwürfe auf Japan werden nur am Rande erwähnt.
Leider wird einem der Charakter von Oppenheimer trotz einer Laufzeit von 3 Stunden aber nicht wirklich näher gebracht und bleibt mir zu sehr an der Oberfläche.
Der Film spielt auf mehreren Zeitebenen, zwischen denen fleissig gewechselt wird, besteht fast nur aus Dialogen und ist nicht einfach zu folgen. Definitiv kein Film für ein actionorientiertes Publikum, aber mit hervorragender Kameraarbeit und Dialogen, hervorragenden Darstellern und Matthias Schweighöfer :ugly:.

Insgesamt trotz seiner Überlänge nicht langweilig, aber hätte bestimmt noch packender umgesetzt werden können.

8/10

Jetzt habe ich mir den Film angesehen. Du hast alles ziemlich gut zusammengefasst. Der Film heißt Oppenheimer, und damit ist schon einiges gesagt. Es geht um die eine Person, die man natürlich noch umfassender hätte darstellen können. Aber ebenso könnte man das gesamte Umfeld gerade in der McCarthy-Zeit umfassender darstellen. Hier war die zeitliche Einordnung zwischen Abwurf 1945, Oppenheimers Zweifeln und seiner endgültigen Entfernung aus den Atomprojekten ( das war erst 1954) für Nichtwissende nicht überschaubar. Insgesamt aber ein eindringlicher Film mit guten Schauspielern.
 
Habe mir zum Digital-Release heute Barbie gegönnt, hat ja im Kino schließlich total abgeräumt und Social Media hatte eine irre Dynamik. Barbenheimer etc. War eher enttäuscht. Dass da zwei Stunden "Message" auf mich niedergehen würden war mir vorher klar. Kann ja trotzdem gut gemacht und unterhaltsam sein wenn man dem Patriarchat mal so richtig auf die Nuss geben möchte. Die Gags sind meist leider eher mau, im zweiten Akt zieht es sich und speziell das letzte Drittel fand ich nicht gut gelungen. Kein kompletter Schrott, aber jetzt auch kein guter Film. Schade, hatte mich drauf gefreut. Der Hype um Ryan Gosling ist aber auf jeden Fall gerechtfertigt. Hammer Performance. Zweieinhalb von fünf Sternen. :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab "Dune: Part Two" im Kino gesehen (OV). Ich mein... WOW! Einfach nur WOW. Diese Bilder. Der Sound. Der Bass. Und selbst die Story kann mithalten. Unbedingt im Kino sehen (und am Besten vorher nochmal Teil 1 auf Netflix gucken - der erste Dune lief bei mir irgendwie komplett unter dem Radar, aber den fand ich auch schon überraschend gut). Part Two ist einfach ein Meisterwerk, dafür wurde Kino erfunden. 10 von 5 Sternen :D:klatsch:
 
Barbie hab ich ungefähr zehn Minuten geschafft, was ein Schrott, da kam ich gar nicht rein.

Oppenheimer fand ich super, tatsächlich wird man aus der Person, Beweggründen, Motivation und Emotionen (hat der überhaupt welche?) aber auch nicht so richtig schlau also ich nicht.

Dann war ich noch im neuen Ghostbusters-Frozen Empire, war okay, nicht mehr und nicht weniger.
Die Neuverfilmung von Roadhouse, ziemlich großartig und "Hypnotic" von Robert Rodriguez (wusste ich bis eben gar nicht) mit Ben Affleck, nach Roadhouse und vier Bier musste man da hin und wieder mal überlegen-:D
Hat mir aber auch gut gefallen.
 
Barbie hab ich ungefähr zehn Minuten geschafft, was ein Schrott, da kam ich gar nicht rein.

Oppenheimer fand ich super, tatsächlich wird man aus der Person, Beweggründen, Motivation und Emotionen (hat der überhaupt welche?) aber auch nicht so richtig schlau also ich nicht.
...

Barbie fand ich den Anfang sogar noch ok, bis die dann in der "echten" Welt waren. Der Übergang war irgendwie zu schnell, man hätte da eine gute Komödie draus machen können, aber nach den ersten 20 Minuten oder so, fand ich den Film einfach nur stinklangweilig und ich verstehe den Hype darum nicht. Außer, dass halt viel rosa ist. Das wars dann aber auch. Wir haben den an 2 Abenden geschaut, am zweiten Abend wollte ich eigentlich schon gar nicht mehr. Haben es dann zwar durchgezogen, aber hätte auch nichts verpasst, hätte ich es gelassen. Sehr belanglos und irgendwie uninspiriert.

Oppenheimer muss ich noch schauen. Ich glaube sky hat das an Ostern, bin gespannt.
 
Barbie fand ich den Anfang sogar noch ok, bis die dann in der "echten" Welt waren. Der Übergang war irgendwie zu schnell, man hätte da eine gute Komödie draus machen können, aber nach den ersten 20 Minuten oder so, fand ich den Film einfach nur stinklangweilig und ich verstehe den Hype darum nicht. Außer, dass halt viel rosa ist. Das wars dann aber auch. Wir haben den an 2 Abenden geschaut, am zweiten Abend wollte ich eigentlich schon gar nicht mehr. Haben es dann zwar durchgezogen, aber hätte auch nichts verpasst, hätte ich es gelassen. Sehr belanglos und irgendwie uninspiriert.

Oppenheimer muss ich noch schauen. Ich glaube sky hat das an Ostern, bin gespannt.
Oppenheimer läuft bei Sky schon
;)
 
Soooo, gerade für teuer Geld "Planet der Affen-new Kingdom" auf Prime geschossen.
Sehr geil, es wird viel bis sehr viel Wert auf die Affen gelegt und wow, man hat da nie das Gefühl, dass das unecht ist.
So geil gemacht.
Story auch absolut in Ordnung.
Lohnt sich!
 
Godzilla Minus One


Der Film spielt kurz nach dem zweiten Weltkrieg, ist eine Rückbesinnung auf die klassischen Godzilla-Filme und funktioniert als Drama und Actionfilm. Ein ernster und menschlicher Film über Krieg, Schuld und das Trauma der Zerstörung.
Besser als die ganzen hohlen Hollywood-Adaptionen.

8/10
 
Joker: Folie à Deux


Joaquin Phoenix ist gut, aber nicht so stark wie im ersten Teil, Lady Gaga gar nicht mal so schlecht und die Kamerarbeit hervorragend.
Das war es aber auch schon am positiven was ich zum Film sagen kann.
Die Musicalnummern passen in die Geschichte von Arthur Fleck, sind aber trotzdem ermüdend und bremsen den Film vor wichtigen Charaktermomenten ab, die so zugunsten von langatmigen wenigsagenden Musiknummern unterbleiben und das Ende des Films hat ein Riesenproblem:

Der komplette Film und sogar der erste Jokerfilm mit Joaquin Phoenix im Batman DC-Universum werden komplett überflüssig.
Wenn Du einen Film über einen unwichtigen gebrochenen Charakter Arthur Fleck sehen willst, der im ersten Teil zum Joker wird und sich im zweiten Teil wieder zu Arthur Fleck zurückentwickelt benötigst Du kein DC Universum mit Charakteren wie Harley Quinn und vor allem Harvey Dent, die weit hinter den Erwartungen zurückbleiben.

4/10
 
Gerade nochmal "Once upon a time in Hollywood" gesehen.
Verdammtes Meisterwerk, in meiner Top Ten der besten Filme aller Zeiten.
Pulp Fiction und der sind die besten Filme von Tarantino nach meiner Auffassung.
 
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