So, dann kann's ja weiter gehen. Heute im Programm: David Fincher.
Zodiac - Die Spur des Killers
mit Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards & Robert Downey Jr.
Plot:
1968 beginnt eine mysteriöse Mordserie in der Bay Area von San Francisco. In Briefen an Polizei und Presse nennt sich der Killer "Zodiac" und macht sich über die Bemühungen, ihn zu fassen, lustig. Jahre verstreichen, zahlreiche Verdächtige geraten in den Fokus der Ermittlungen, Verhaftungen gibt es keine. Schließlich macht sich Robert Graysmith, Karikaturist beim "San Francisco Chronicle", selbst daran, den mysteriösen Fall aufzuklären.
Kritik:
David Fincher ist hier voll in seinem Element. Die Story an sich ist eigentlich gar nicht mal so genial. Der Killer handelt nicht (oder höchstens bedingt) nach einem bestimmten Muster, weshalb sich ein guter Teil des Films allein mit der Identifikation seiner Handschrift befasst, was eher minder spannend ist. Zwar hat der Mörder zweifelsohne psychische Probleme und sein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei ist auch ganz gut, dennoch bleibt er im Vergleich zu John Doe aus "Sieben" eher blass. (Und ins Telefon atmen ist irgendwie auch nicht wirklich innovativ)
Dennoch hat mich der Film gepackt, weil sich Fincher auf das beschränkt, was er kann: Das Geschichtenerzählen. Er hat es trotz eines relativ mittelmäßigen Plots geschafft mich total mitfiebern zu lassen.
Dennoch wird mMn nicht ganz klar, warum Graysmith den Fall so intensiv verfolgt. Nur weil er gerne Rätsel löst oder schon immer mal ein Buch verfassen wollte? Das ist mir irgendwie zu wenig. Außerdem finde ich, dass Jake Gyllenhaal irgendwie nicht so recht in seine Rolle passt.
Trotzdem ein sehr guter Thriller
8/10
Sieben
mit Brad Pitt, Morgan Freeman, Gwyneth Paltrow
Plot
Bei der Jagd auf einen Ritualmörder werden zwei Detectives - Routenier Somerset und Hitzkopf Mill - vor die härteste Zerreißprobe ihrer Laufbahn gestellt. Es scheint ihnen nicht nur der brutal-brilliante Killer, der seine Opfer nach dem Prinzip der sieben Todsnden hinrichtet, stets einen Schritt voraus zu sein, sondern der Fall droht auch ihre Existenz zu zerstren...
Kritik:
Dieser Film ist einzig und allein, wegen Brad Pitt so gut geworden, wie er ist. Nicht etwa, weil Pitt eine geniale Übervorstellung an Schauspielkunst darbietet, sondern weil er maßgeblich am Ausgang des Films beteiligt war.
Wie so oft wollten irgendwelche ahnungslosen Produzenten ein massentauglicheres und vor allem nicht so düsteres Ende haben, als es letztendlich zu sehen war. Brad Pitt war jedoch so vom "richtigen" Ende überzeugt, dass er sogar androhte sich komplett vom Dreh zurückzuziehen, um seinen Willen durchzusetzen. Letztlich konnte er sich durchsetzen, was dem Film eines der besten Enden der Film- zumindest aber der Thrillergeschichte bescherte.
Anders als Zodiac zieht dieser Film seine Brillanz aus dem genialen Antagonisten, der zudem sehr gut von Kevin Spacey gespielt wurde. Man merkt irgendwie von Anfang an, dass man es da mit einem Genie zu tun hat. Seine Taten folgen einer perfiden Logik und auch die Art, wie er die Morde begeht, entbehren nicht einer gewissen Logik. Am "genialsten"(wenn man das so sagen kann) finde ich den "Hochmut-Mord", also der mit dem Model, den Tabletten und dem Telephon, der "hefigste" ist meiner Meinung nach der "Wolllust(mit 3 L)-Mord".
Außerdem bedient sich David Fincher des typischen Motivs "Antagonie zwischen den Protagonisten", welches überzeugend von Brad Pitt und Morgan Freeman(eigtl. sollte Denzel Washington die Rolle bekommen. Der lehnte jedoch ab und bezeichnete diese Entscheidung später als den größten Fehler seiner Karriere.) dargestellt wird.
Allerdings wird der Film, wie gesagt, durch sein geniales Ende geprägt. Meiner Meinung nach ist der Film die momentane Referenz in seinem Genre.
9/10
Fight Club
mit Brad Pitt, Edward Norton, Helena Bonham Carter
Schlicht ein genialer Film. Über jeden Satz den Tyler Durden raushaut könnte man bestimmt einen ganzen Roman verfassen, der Plot ist nicht zu durchschauen und Brad Pitt und Edward Norton bieten größtenteils überzeugende Schauspielleistungen.
Die Schlussszene ist ein Bild für die Götter, die Musik von Placebo passt da perfekt zu. Dass dann auch noch für eine Sekunde der Pe*** eingeblendet wird setzt dem ganzen die Krone auf

. Ganz großes Kino!
Ich denke man kann mit Recht behaupten, dass Fight Club ein Meilenstein in der Filmgeschichte ist.
10/10